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Archiv der Kategorie 'Meldungen'

“Staatliche Hochschulen können von privaten lernen”lhg_2010_vw-1.jpg lautet das Ergebnis des Seminars des Landesverbands Liberaler Hochschulgruppen in Baden-Württemberg in Kooperation mit LHG Freiburg und Reinhold-Maier-Stiftung. Die LHG-BW hatte hierzu Studentinnen und Studenten öffentlicher und privater Hochschulen aus ganz Baden-Württemberg nach Freiburg im Breisgau eingeladen, um die Frage zu klären, ob sich die Hochschularten unterscheiden und wo mögliche Verbesserungspotentiale liegen. Grundlage der Arbeit waren Vorträge von Dozenten und Studenten beider Hochschularten.

Die Ergebnisse des Seminars zeigen: Vor allem in den Bereichen Evaluation von Lehrveranstaltungen und Praxisorientierung geben private Hochschulen oft ein besseres Bild ab. Die Beurteilung der Qualität einer Lehrveranstaltung ist jedoch von vielen Faktoren abhängig und eine direkte Übertragung der Systeme vom privaten auf den öffentlichen Bereich nicht ganz einfach, wie Prof. Dr. Markus Müller von der Zeppelin University in Friedrichshafen in seinem Vortrag erklärte: “Studentinnen und Studenten beurteilen eine Lehrveranstaltung immer nach dem, was sie sich persönlich erwarten, insofern muss eine Einführungsvorlesung mit 300 Teilnehmern anders evaluiert werden als ein Kurs mit 20 Teilnehmern an einer Privathochschule.” Evaluierung existiere zwar auch an öffentlichen Hochschulen, die perfekte Verfahrensweise ist jedoch gerade vor dem Hintergrund des gesagten nicht abschließend geklärt.

Auch die Unterschiede bei der Praxisorientierung sind differenziert zu betrachten. Während private Hochschulen oft Honorarprofessoren, die unmittelbar aus dem Beruf an diefreiburg1.jpg Hochschule kommen, zu ihrem Lehrpersonal zählen, sind die Dozenten staatlicher Universitäten etwa vorrangig forschende Wissenschaftler. Daneben werden private Hochschulen regelmäßig von großen Wirtschaftsunternehmen etwa durch die Vermittlung von Praktika unterstützt. In einem solchen Fall ergibt sich selbst bei identischem Lehrplan eine deutlichere Fokussierung auf die Praxis. Weiter wurden innerhalb des Seminars die Studieninhalte der Fächer an beiden Hochschularten verglichen. Dabei stellte sich heraus, dass der Wirtschaftsbezug im privaten Bereich, bereits an den Studieninhalten deutlich erkennbar ist.

Hierzu erklärt Prof. Dr. Valentin Weislämle von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in seinem Seminarvortrag: “Wirtschaftsstudiengänge liegen im Trend. Will eine Hochschule erfolgreich einen privaten Studiengang anbieten, muss sie sich also auf diese Mainstream-Fächer ausrichten.” Hier zeigte sich gleichzeitig die Kehrseite der Medaille: “Gute Betreuung und Ausstattung sind teuer. Mit den Mitteln der Privaten lassen sich daher kaum so vielfältige Fächerangebote machen wie an staatlichen Hochschulen.”

Insgesamt lässt sich feststellen: Auch wenn private Hochschulen Südbaden-Aufkleber, gesehen in Freiburgmit vorrangig wirtschaftsorientierten Studiengängen derzeit nur eine bestimmte Sparte bedienen, sind die Methoden oft moderner und die Organisation serviceorientierter. Der Landesvorsitzende der Liberalen Hochschulen, Alexander Schopf, stellt dazu fest: “Die Ausbreitung privater Hochschulen wird langfristig nicht zur Privatisierung der Hochschulbildung führen. Allerdings zeigen sie, dass eine straffe Organisation der Verwaltung und serviceorientierte Ausrichtung auf die Ausbildung der Studenten oft besser mit der Wissenschaftsfreiheit vereinbar sind, als manche staatliche Hochschule denkt. Hier können staatliche von privaten Hochschulen lernen.”

Südbaden-Aufkleber, gesehen in Freiburg. Hier der Versuch einer Erklärung dieses folkloristischen Motivs…

Ein großer Erfolg war die Veranstaltung der LHG Hohenheim in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Liberaler Hochschulgruppen zum Thema „Solidarisches Bürgergeld – Ein Modell für die Zukunft?“ mit Dieter Althaus. Der Vortrag des Thüringischen Ministerpräsidenten a. D. füllte den Hörsaal an der Universität Hohenheim nahezu komplett. Anwesend waren neben zahlreichen Studenten auch der Präses des Verbands Liberaler Akademiker, Dr. Michael Daemgen, sowie Vertreter der Presse.

Dieter AlthausWer der Einladung der LHG gefolgt war, bekam dafür auch einen besonders aktuellen Einblick in die Materie: Erst kürzlich waren die Ergebnisse der CDU-Expertenkommission um Dieter Althaus als Buch erschienen. Bei dem „Solidarischen Bürgergeld“, wie es von Althaus vorgestellt wurde, handelt es sich teilweise um ein Grundeinkommen, das jedem in Deutschland „von der Wiege bis zur Bahre“ gezahlt werde. Andererseits beinhaltet das „Solidarische Bürgergeld“ eine radikale Vereinfachung des Steuersystems. Durch eine einheitliche Einkommenssteuer von 40 Prozent, sowie eine einheitliche „Lohnsummensteuer“ in Höhe von 18 Prozent, die die bisherigen Lohnnebenkosten ersetzt, würde das System für jeden leicht verständlich.

„Ein einheitlicher Steuersatz für alle ist nicht nur einfach, sondern auch gerecht“, stellt Althaus darüber hinaus fest. „Was viele gern übersehen ist, dass 40 Prozent eines hohen Einkommens mehr sind als 40 Prozent eines niedrigen Einkommens. Insofern gibt es aus Gerechtigkeitsaspekten keinen Anlass für unterschiedliche Steuerstufen.“

Dieter Althaus bei der LHG Hohenheim from LHG Baden-Württemberg on Vimeo.

Nach Althaus schlüssigem Vortrag könne sich das System ohne Beeinträchtigung durch demografischen Wandel finanziell selbst tragen. Durch Einsparungen bei der Verschlankung der nicht mehr erforderlichen Staatsverwaltung würden die Mehrausgaben sogar übertroffen, die in diesem System vor allem den unteren Einkommensschichten zu Gute kommen. Dadurch würde das eigentliche Problem mit Hartz IV, so Althaus, nämlich dass sich niedrig bezahlte Jobs am Monatsende kaum vom zu Hause bleiben unterschieden, gelöst.

Dass das Thema bei den Studenten auf großes Interesse stieß, zeigte sich auch in angeregten Diskussionen während des anschließenden Empfangs. Dort hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, mit Althaus im persönlichen Gespräch einige Fragen zu klären.

LHG-BW: Veranstaltung mit Prof. Jörg Menno HarmsAm 12. Oktober 2010 fand an der Zeppelin University die Veranstaltung „Unternehmerisches Handeln und globale Märkte – Erfahrungen mit dem Verändern“ statt. Es sprach ein bestens aufgelegter Prof. Jörg Menno Harms, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Hewlett-Packard GmbH. Eingeladen hatten Landesverband Liberaler Hochschulgruppen Baden-Württemberg in Kooperation mit Liberale Hochschulgruppe Zeppelin und Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

Alexander Schopf, der Landesvorsitzende der LHG, konnte zahlreiche Gäste im bis auf den letzten Platz besetzten Hörsaal begrüßen, woraufhin Sebastian Bär, Vorsitzender der LHG|zeppelin übernahm. Die junge LHG|zeppelin sei sehr stolz, zu ihrer Auftaktveranstaltung einen solch interessanten Menschen als Redner gewonnen zu haben, so Sebastian Bär. Jörg Menno Harms blicke nicht nur auf eine lange Vergangenheit bei der Hewlett-Packard GmbH zurück, sondern ist neben seiner heutigen Tätigkeit als Aufsichtsratvorsitzender noch in zahlreichen anderen Gremien tätig.

Harms gelang es, aufgrund der sehr persönlichen Note seines Vortrags die Hörerschaft zu fesseln und sehr persönliche Eindrücke aus seiner 42-jährigen Berufserfahrung bei HP zu schildern. v.l.n.r.: V. Tapfer, L. Tränkle, S. Bär, S. Krause, A. SchopfDer Fokus seines Vortrags lag dabei nicht nur auf Deutschland, sondern zeigte Zusammenhänge auf eindrückliche Weise in einer globalen Perspektive auf. „Walk the talk“ und die Ermutigung vor Neuem nicht zurückzuschrecken, sondern die Herausforderung anzunehmen und im Neuen Chancen zu sehen, waren Kernbotschaften. Auch warnte Harms vor einer weiteren Überschuldung des Staates und der damit verbundenen Konsequenzen hinsichtlich der Möglichkeiten der Investitionen in die Aus- und Weiterbildung. Deutschland könne es sich nicht erlauben, auf Kosten zukünftiger Generationen dauerhaft Schulden zu machen.

„Wir freuen uns, einen solch herausragenden Referenten wie Herrn Professor Harms für unserer Auftaktveranstaltung gewonnen zu haben. Im Januar werden wir bereits Dr. Volker Wissing MdB, den Vorsitzenden des Finanzausschusses im Deutschen Bundestag, in einer weiteren Veranstaltung der LHG an der Zeppelin University begrüßen dürfen.“, so Sebastian Bär, Vorsitzender der LHG Zeppelin, der die Moderation übernommen hatte.

stupa.pngDie FDP/DVP Baden-Württemberg beschloss auf ihrem Landeshauptausschuss (Kleiner Parteitag) am 9. Oktober 2010 in Freudenstadt ein umfassendes bildungspolitisches Gesamtkonzept (Download als PDF über diesen Link). An Ausarbeitung und Diskussion des Papiers war auch der Landesverband Liberaler Hochschulgruppen Baden-Württemberg (LHG-BW) beteiligt. Insbesondere das Konzept der Reform der Studierendenvertretung unter Einrichtung von Studierendenparlamenten, das von der LHG-BW entwickelt und schon seit Jahren vertreten wird, steht damit vor seiner Umsetzung in der Landespolitik.

Der Landesvorsitzende der Liberalen Hochschulgruppen, Alexander Schopf, dazu: „Ich freue mich, dass die FDP/DVP Baden-Württemberg ihre Politik so stark an den Bedürfnissen der Betroffenen ausrichtet. Probleme an der Hochschule kann schließlich nur erkennen, wer diejenigen fragt, die täglich damit zu tun haben.“

Auch die Forderungen der LHG-BW nach mehr Freiheit und Eigenverantwortung für Studenten statt starrer Modulsysteme und Prüfungsordnungen sowie mehr Flexibilität bei der Studiendauer wurden in das bildungspolitische Gesamtkonzept übernommen. Schopf: „Dass bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses Fehler gemacht worden sind, ist allen Beteiligten klar. Dass die FDP/DVP Baden-Württemberg nun handelt, sehen wir als Ergebnis unserer Arbeit für die Interessen der Studenten im Land.“

  • Pressemitteilung vom 12. Oktober 2010:
    Zum Download bitte Link anklicken —> PM

hd1.jpgDer Landesverband Liberaler Hochschulgruppen veranstaltete vom 3. bis 5. September 2010 sein Sommerseminar in der Schiller International University (SIU) Heidelberg zum Thema „Lebenslanges Lernen – Volkshochschule oder Hochschule?“, dies in Kooperation mit der LHG Heidelberg. Gastredner war bei diesem Seminar Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Peter Hommelhoff, Rektor der Universität Heidelberg von 2001 bis 2007. Auch Thomas Leibrecht, Campusdirektor der SIU, begrüßte die Teilnehmer und stellte das Tätigkeitsfeld seiner Hochschule vor.

Zur Einstimmung der Teilnehmer fand am Freitag Abend das diesjährige traditionelle LHG-BW-Grillen statt, bei dem an kulinarischen Spezialitäten nicht gespart wurde. Neben angeregten inhaltlichen Diskussionen konnten sich die Teilnehmer über ein gelungenes Treffen freuen. Auch fand eine Landesmitgliederversammlung statt, bei der die LHG|zeppelin in den Landesverband aufgenommen wurde! Und gerade der Spaß blieb natürlich auch nicht auf der Strecke: Neben “Heidelberg bei Tag” mit Stadtführung, geleitet von einem bestens vorbereiteten Daniel Broschmann, Besichtigung der Altstadt und des Schlosses, stand, wie bei der LHG üblich, der Punkt “Heidelberg bei Nacht”, mit Besuch einer Cocktailbar und Blick auf die Schlossbeleuchtung, auf dem Programm.

Dank an alle Teilnehmer für das große Engagement! Anfang Dezember wird das Winterseminar in Freiburg stattfinden. Besonders auch Studenten, die noch nicht Mitglied sind und sich für die LHG interessieren, sind natürlich herzlich willkommen! Für weitere Informationen Nachricht an schopf[ät]lhg-bw.de…

Quelle Fotos: Schopf, Worch
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TU9/www.tu9.de/Die neun technischen Universitäten in Deutschland (TU9) wollen den Titel Diplom-Ingenieur zurück.

TU9 – das sind die folgenden neun Technischen Universitäten im Bundesgebiet: RWTH Aachen, TU Berlin, TU Braunschweig, TU Darmstadt, TU Dresden, Leibniz Universität Hannover, Karlsruhe Institute of Technology, TU München und die Universität Stuttgart. Jetzt wird das Vorhaben konkreter. Denn auch die Bundesbildungsministerin unterstützt die Rückkehr zum alten Titel. DiplomurkundeDie neuen Strukturen sollen indes bleiben.

Die Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg sprachen sich bereits auf ihrer Landesmitgliederversammlung im März dafür aus, neben den neuen Abschlüssen Bachelor und Master auch Diplomabschlüsse beizubehalten, wo es sinnvoll ist. Besonders in technischen Studiengängen kann dies aufgrund der nationalen und internationalen Reputation der deutschen Ingenieursausbildung der Fall sein.

lhg-des-jahres.jpgBei der diesjährigen Verleihung des Titels “LHG des Jahres” auf der Bundesmitgliederversammlung der Liberalen Hochschulgruppen in Köln entschied sich die Jury für eine Gruppe aus Baden-Württemberg: die LHG Heidelberg!

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Dabei betonten die Juroren, dass gerade das starke Engagement der Gruppe und die Thematisierung des Facettenreichtums liberaler Ideen zur Entscheidung geführt hätte. Der Titel wird jedes Jahr vom Verband liberaler Akademiker (VLA), dem Alumniverband der LHG, an die Liberale Hochschulgruppe mit der besten Präsentation und dem besten Konzept vergeben.

Die Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg gratulieren der LHG Heidelberg zum Gewinn des Wettbewerbs!

Die Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg lehnen den an einigen Hochschulen des Landes stattfindenden Bildungsstreik entschieden ab.

In diesen Tagen rufen Vertreter linksgerichteter Gruppierungen an den Hochschulen in Deutschland, wie bereits im Sommer- und Wintersemester 2009, zum Protest im Rahmen des sogenannten „Bildungsstreiks“ auf. Vorgebracht werden Forderungen zur Verbesserung der Studiensituation an deutschen Universitäten. Diese dienen jedoch nicht selten zur Verschleierung von Kapitalismuskritik. Auch dieser Protest zeigt deutlich, dass dieser von linken Gruppierungen initiierte Bildungsstreik nur ein Ziel verfolgt: junge Menschen für linke Ideen zu gewinnen. Nicht die breite Masse der Studierenden geht auf die Straße, sondern die Anhänger von MLPD, Antifa und Solid.

Der Landesvorsitzende der Liberalen Hochschulgruppen Alexander Schopf stellt fest:

„Die Bildungsstreikwochen in 2009 haben keinerlei Verbesserung der Studiensituation herbeigeführt. Initiativen von Politik und Hochschulen wurden stattdessen aus ideologischen Gründen blockiert. Vor diesem Hintergrund müssen die Verantwortlichen zugeben, dass ihre Aktivität bislang ausschließlich auf Kosten der Studierenden ging.“

Im Zusammenhang mit den Bildungsstreikaktionen von 2009 waren zahlreiche Gesprächsangebote aus Politik und Hochschule erfolgt, die von den teilnehmenden Aktivisten größtenteils blockiert wurden. Die stattdessen vorgetragene Gesellschaftskritik hatte selten eine Verbindung zum Thema. Schopf dazu:

„Wer produktive Zusammenarbeit mit den Entscheidungsträgern ablehnt, um im Rahmen des nächsten Bildungsstreiks erneut eine solche zu fordern, täuscht die Studierenden über seine wahren Ziele. Wer die Verbesserung von Studienbedingungen instrumentalisiert, macht die Arbeit der Studierendenvertreter zunichte, die sich ehrenamtlich für ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen einsetzen.“

Der Landesverband Liberaler Hochschulgruppen fordert daher die Verantwortlichen auf, Bildung nicht mehr als Deckmantel für Gesellschaftskritik zu missbrauchen und lieber zu studieren, als zu blockieren. Schopf:

„Wer sich als Studierendenvertreter aufspielt, ohne nachhaltig etwas für Studierende erreichen zu wollen, verhält sich unsozial!“

Die LHG kennt die Probleme des Hochschulsystems und setzt sich konstruktiv für dessen Verbesserung ein:

Daher www.studieren-statt-blockieren.de!

  • Pressemitteilung zum Bildungsstreik vom 8. Juni 2010:
    Zum Download bitte Link anklicken —> PM

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