Miserable Zensuren für Deutschlands Unis

Studiengebühren für warme Hörsäle?5000 Studenten ließ ein Hohenheimer Professor befragen. Für die Universitäten regnete es schlechte Noten: Keine Transparenz, kein Vertrauen, kaum Verbesserungen durch Studiengebühren

In punkto Studiengebühren beobachten nur wenige deutsche Studenten, dass ihr Studienalltag sich durch die Einnahmen verbessert. „Die allermeisten zahlen zwar, stellen aber keinerlei Auswirkungen fest“, fasst Markus Voeth, Marketing-Professor an der Universität Hohenheim, die Ergebnisse einer neuen bundesweiten Studie zusammen. Und selbst die 21 Prozent, die überhaupt etwas merken, sind nicht eben begeistert: Als Schulnote für Zufriedenheit mit den angeblich verbesserten Studienbedingungen vergaben sie nur eine 3 bis 4 – knapp versetzt, aber ein blauer Brief wäre wohl fällig.

Voeths Interviewer hatten rund 5000 Studenten an allen Gebühren-Unis der Republik nach ihrer Zufriedenheit mit Zahlung und Verwendung der Studiengebühren gefragt. „Da wurde von Kiel bis Konstanz relativ einhellig der Wunsch geäußert, die Unis sollten mehr Transparenz zeigen, was die Verwendung der Gebühren angeht“, sagt Markus Voeth. Insgesamt stießen die Forscher auf eine nach wie vor breite Ablehnung von Studiengebühren: Bundesweit zählen sich 60 Prozent aller Gebührenzahler zu den Gebührengegnern, 25 Prozent sind unentschieden, als ausdrückliche Befürworter bekennen sich nur 15 Prozent.

Die Hohenheimer Studie ist die erste umfassende Untersuchung zur Gebühren-Zufriedenheit der Studenten in Deutschland.

Den ganzen Artikel gibt es unter: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,491114,00.html

Der Zug zum „Bachelor“ ist schon abgefahren

doktorhut.jpgAus der Rhein-Neckar-Zeitung

Heidelberg – Liberale Hochschulgruppe diskutierte über die Vor- und Nachteile der neuen Studiengänge: Sind sie ihr Geld wirklich wert?

Von Claudia Wiese

„Bachelor“ heißt der neue Trend bei der Reform der Hochschulausbildung in Deutschland. In Baden-Württemberg sind bereits rund 440 Bachelor- und Masterstudiengänge vorhanden und sie sollen flächendeckend eingeführt werden. Das nahmen die Liberale Hochschulgruppe und die Friedrich-Naumann-Stiftung zum Anlass, die Vor- und Nachteile dieser Reformen zu diskutieren.

Worum geht es? Globalisierung und internationale Zusammenarbeit erfordern eine Angleichung der Hochschullandschaft in Europa. Verwirrende Unübersichtlichkeit herrscht, Studiengänge sind nicht einheitlich und transparent sowie in unterschiedlichen Ländern nicht vergleichbar. Mit der Bologna-Erklärung von 1999 wurde der Beschluss gefasst, die Studiengänge in Europa einander anzugleichen. Man orientiert sich dabei am internationalen Modell der Bachelor- und Masterstudiengänge. Die Kritik am deutschen Modell: hohe Abbrecherquoten, zu lange Studienzeiten, außerdem der Mangel an berufsfeldbezogenen und anderen Qualifikationen. „Die Stufe zwischen dem Abitur und dem Diplom ist zu hoch“, erklärt Thomas Leibrecht, Campus Direktor der privaten Schiller International University: „Wenn man seinen Abschluss nicht schafft, dann fällt man ins Bodenlose.“

Den Bachelor-Abschluss erhält man hingegen schon nach drei bis vier Jahren. Danach kann man sich mit einem Master weiter qualifizieren. Praxisorientierung und kürzere Studienzeiten sind zwei der Vorteile. Die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Hochschulen soll erhöht werden. Auch die Wirtschaft scheint begeistert. Werner Albrecht, Vorsitzender der Geschäftsführung der Heidelberger Druckmaschinen, bestätigt nicht die Befürchtungen, dass Studierende mit Bachelor-Abschluss nicht qualifiziert genug sind. Sicher sei eine Masterqualifikation mehr wert, aber: „Im Beruf bekommt man mit einem Bachelor eine Bahnsteigkarte. Ob man Zugführer wird, hängt von den eigenen Leistungen und dem Willen ab.“

Link zum Artikel der RNZ

Link zum Original-Zeitungsausschnitt

LHG Baden-Württemberg wählt neuen Vorstand

Alexander SchopfLandesmitgliederversammlung in Baden-Baden

Am Sonntag den 4.12.2005 wählten die Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg einen neuen Landesvorstand. In seinem Amt bestätigt wurde Landesvorsitzender Alexander Schopf (LHG Stuttgart). Nicolas Marschall (LHG Konstanz) wählten die Delegierten zum Schatzmeister, nachdem er zuvor den Posten des stellvertretenden Landesvorsitzenden inne gehabt hatte. Zum dritten stimmberechtigten Mitglied wurde Markus Lochmann (LHG Hohenheim) gewählt – stellvertretender Vorsitzender. Zusätzlich kooptierte der neugewählte Landesvorstand Felix Benner (LHG FH Esslingen) für das Amt des Programmatikers.

LHG Baden-Württemberg und MdB Patrick Meinhardt kritisieren geplante Änderung des Landeshochschulgebührengesetzes


LHG Baden-Baden

Zinsbelastung und Deckelung deutlich zu hoch

Die Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg (LHG) kritisierten zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten und bildungspolitischem Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Patrick Meinhardt MdB, in einem Gespräch am Samstag, dem 3.12.2005, das von der CDU-geführten Landesregierung geplante Modell der Finanzierung der Studiengebühren über Bildungskredite. Besonders wurde dabei die zu hohe Verzinsung von 5,9% bemängelt. Ebenso sei die Deckelung der Rückzahlung deutlich zu hoch angesetzt. Die LHG-BW fordern eine Deckelungshöchstgrenze von 10.000 Euro. Die Deckelung der Zinsbelastung sei unklar, so die LHG. Zahlreiche Studierende würden so ihr Berufsleben mit erheblich mehr Schulden beginnen, als sie geplant hatten oder zu Beginn des Berufslebens verkraften könnten. Weiterhin wurde eine Aktion der Liberalen Hochschulgruppen angekündigt, Protest in den Landtagsfraktionen der Regierungsparteien in Baden-Württemberg gegen den „Frankenberg-Entwurf“ zu starten.

Hier der Flyer zum Ansehen, Herunterladen und Vervielfätigen gegen den Gesetzentwurf der Landesregierung, der an zahlreichen Hochschulen im Land verteilt wird.

Alexander Schopf als LHG-Landesvorsitzender bestätigt

Alexander SchopfLandesmitgliederversamlung mit Vorstandswahlen in Stuttgart

Die Delegierten der Landesmitgliederversammlung der Liberalen Hochschulgruppen in Baden-Württemberg wählten am Samstag Alexander Schopf mit klarer Mehrheit zu ihrem Vorsitzenden. Der 27-jährige Stuttgarter leitet den Landesverband nach seiner kommissarischen Übernahme des Amtes im September 2004. Als Stellvertretender Landesvorsitzender wurde der Ulmer Informatik-Student Michael Stingel gewählt. Schatzmeister Michael Ovelgönne aus Karlsruhe wurde nach überzeugender Leistung klar im Amt bestätigt.Im Vorstand kooptiert ist Markus Lochmann aus Hohenheim, zuständig für Presse und Internet. Weiterhin hat der Vorstand zwei Referenten für Programmatik ernannt: Die Ludwigsbugerin Daniela Schraft und den Konstanzer Christian König.

Für das kommende Amtsjahr hat der neue Vorstand als Leitthema „Integration“ vorgeschlagen. Außerdem stehen Seminare und Vorlesungen zum Thema „Freiheit“ mit neuem, pragmatisch-witzigem Ansatz an. In Planung ist die effizientere Gestaltung der Gruppenarbeit an den einzelnen Hochschulen und die Intensivierung der Mittel- und Spendenakquisition des Landesverbandes.

Liberale Hochschulgruppen in Baden-Württemberg fordern „Kopftuchverbot“ für Hochschulen

Alexander Schopf(Bühl) Die Liberalen Hochschulgruppen in Baden-Württemberg (LHG) haben sich mit überwältigender Mehrheit auf ihrer Landesmitgliederversammlung am Sonntag für die Einführung eines Verbots für das Tragen politisch missbrauchter religiöser Symbole an staatlichen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen ausgesprochen. Zur Begründung sagte der Vorsitzende der Liberalen Hochschulgruppe Stuttgart und kommissarische Landesvorsitzende der LHG Baden-Württemberg Alexander Schopf: „Die staatlichen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen müssen Freiräume für objektive Wissensvermittlung bleiben. Durch das Tragen eines zu politischen Zwecken missbrauchten religiösen Symbols an staatlichen Lehranstalten wird die Freiheit der Lehrenden und Lernenden in erheblicher Weise eingeschränkt.

Gegenwärtig sind hauptsächlich muslimische Schülerinnen und Studentinnen betroffen, für die es einen sozialen Zwang zum Tragen eines Kopftuchs gibt. Ein Nährboden für islamistisch-extremistische Organisationen an den Hochschulen kann sich bilden, wenn man religiösem Fanatismus nicht konsequent entgegentritt. So soll auch das teilweise als Gesinnungszeichen politisch missbrauchte Symbol des Kopftuchs keinen Platz an öffentlichen deutschen Hochschulen und sonstigen staatlichen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen finden.“

Schopf weiter: „Die Trennung von Religion und Staat ist eine wertvolle Errungenschaft der modernen freiheitlichen Gesellschaft. Wir wollen dieses Gut nicht verlieren. Schon gar nicht zu Lasten von Extremisten, die unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaft gefährden. Die Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg sehen das Kopftuch als Zeichen der Unterdrückung der Frau. Die Unterdrückung von Frauen ist vollkommen unvereinbar mit Artikel 3 des Grundgesetzes und unserer modernen freiheitlichen Gesellschaft. Wir wollen, dass sich an deutschen Bildungseinrichtungen muslimische Studentinnen frei entfalten können.“, so Schopf.

Alexander Stirzel tritt vom Landesvorsitz der LHG-BW zurück

(Bühl) Der Landesvorsitzende der Liberalen Hochschulgruppen in Baden-Württemberg, Alexander Stirzel ist von seinem Amt zurückgetreten. Als Grund für seinen Rücktritt nannte Stirzel die Entscheidung der Landesmitgliederversammlung, ein Verbot von politisch mißbrauchten religiösen Symbolen an staatlichen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen zu fordern. Diese Entscheidung sei nicht mit seinen politischen Grundsätzen vereinbar und daher könne er den Landesverband nicht weiter vertreten.
Bis zur Neuwahl des Landesvorstandes leitet der Vorsitzende der LHG Stuttgart, Alexander Schopf den Landesverband.

LHG stärkste hochschulpolitische Gruppierung in Baden-Württemberg

Die Liberalen Hochschulgruppen in Baden-Württemberg sind an jeder Universität im Land mit einer aktiven Gruppe vor Ort vertreten!

Keine andere politische Hochschulgruppe kann dies von sich behaupten: Die LHG hat an jeder Universität im Land eine aktive Gruppe vor Ort. Weder der
CDU-nahe RCDS, noch die Grünen- oder Juso-Hochschulgruppen können hier mithalten. Auch die Bildung von Gruppen an Fachhochschulen und Berufsakademien zeigt, dass wir als Liberale durchaus fähig sind, das Potential vor Ort auszuschöpfen und mit unserem Engagement Liberale Gedanken an den Hochschulen zu verbreiten.
Die Liberalen Hochschulgruppen sind an den Universitäten Konstanz, Freiburg, Heidelberg, Mannheim, Stuttgart, Hohenheim, Karlsruhe, Ulm und Tübingen vertreten. Mit unserem Informationsstand im Rahmen des Dreikönigsparteitags haben wir gezeigt, dass wir auch innerhalb der FDP unser Profil schärfen wollen und als Ansprechpartner im bildungspolitischen Bereich zur Verfügung stehen. Auch die Kooptierung im Landesvorstand der FDP in Baden-Württemberg, die wir Ende letzten Jahres mit Hilfe des
Landesvorsitzenden Dr. Walter Döring durchsetzen konnten, hat dazu beigetragen, dass wir den Informationsfluss zwischen LHG und FDP verstärken konnten. „Dafür sind wir Herrn Dr. Döring sehr dankbar. Natürlich haben wir
nicht nur die FDP im Auge, sondern beschäftigen uns auch mit programmatischen Themen wie zum Beispiel einem sozialverträglichen und wettbewerbsfördernden Modell zur Studienfinanzierung“, so der Landesvorsitzende der LHG, Alexander Stirzel. „Dieses Modell wird entgegen den Forderungen nach Allgemeinen Studiengebühren, das lediglich einer Studentensteuer und damit – mehr Staat – entsprechen würde, den Wettbewerb fördern und schwerpunktmässig sowohl auf die Autonomie der Hochschulen aufbauen, als auch auf deren vollständige Rechtsfähigkeit. Es wird von uns sowohl im Landesfachausschuss Bildung eingebracht werden, aber auch bundesweit als Modell und Diskussionsgrundlage dienen.“