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Archiv für Juni 2007

Studiengebühren für warme Hörsäle?5000 Studenten ließ ein Hohenheimer Professor befragen. Für die Universitäten regnete es schlechte Noten: Keine Transparenz, kein Vertrauen, kaum Verbesserungen durch Studiengebühren

In punkto Studiengebühren beobachten nur wenige deutsche Studenten, dass ihr Studienalltag sich durch die Einnahmen verbessert. “Die allermeisten zahlen zwar, stellen aber keinerlei Auswirkungen fest”, fasst Markus Voeth, Marketing-Professor an der Universität Hohenheim, die Ergebnisse einer neuen bundesweiten Studie zusammen. Und selbst die 21 Prozent, die überhaupt etwas merken, sind nicht eben begeistert: Als Schulnote für Zufriedenheit mit den angeblich verbesserten Studienbedingungen vergaben sie nur eine 3 bis 4 - knapp versetzt, aber ein blauer Brief wäre wohl fällig.

Voeths Interviewer hatten rund 5000 Studenten an allen Gebühren-Unis der Republik nach ihrer Zufriedenheit mit Zahlung und Verwendung der Studiengebühren gefragt. “Da wurde von Kiel bis Konstanz relativ einhellig der Wunsch geäußert, die Unis sollten mehr Transparenz zeigen, was die Verwendung der Gebühren angeht”, sagt Markus Voeth. Insgesamt stießen die Forscher auf eine nach wie vor breite Ablehnung von Studiengebühren: Bundesweit zählen sich 60 Prozent aller Gebührenzahler zu den Gebührengegnern, 25 Prozent sind unentschieden, als ausdrückliche Befürworter bekennen sich nur 15 Prozent.

Die Hohenheimer Studie ist die erste umfassende Untersuchung zur Gebühren-Zufriedenheit der Studenten in Deutschland.

Den ganzen Artikel gibt es unter: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,491114,00.html

23.06.2007
14:00bis23:59

www.uni-stuttgart.de/tag“Die mobile Gesellschaft – Konzepte und Perspektiven”
Samstag, 23. Juni 2007, ab 14.00 Uhr

Dass Mobilität mehr ist als mit dem Auto von A nach B zu fahren, beweist die Universität Stuttgart an ihrem Tag der Wissenschaft mit vielen Exponaten, Experimenten, Mitmachaktionen und Vorlesungen:

  • von eLearning bis zu Biomechanik
  • von Handy-TV bis zu freiem Fall
  • von Roboter-Schwarm bis zu Airbags
  • von Origamifalten für den Leichtbau bis zu Fahrzeugen im Windkanal
  • von mobiler Produktionsplanung bis zu relativistischen Fahrradfahrten
  • von Astronauten bis zu virtuellen Spritztouren

www.uni-stuttgart.de/tagDies ist nur eine kleine Auswahl, es gibt noch viel mehr zum Thema „Die mobile Gesellschaft – Konzepte und Perspektiven“ beim Tag der Wissenschaft an der Universität Stuttgart zu entdecken.

Der Tag der Wissenschaft ist in zwei Veranstaltungsblöcke aufgeteilt: Von 14:00 - 19:00 Uhr präsentieren sich die Institute und Einrichtungen der Universität; und als Abschluss findet ab 19:00 Uhr die Science Party auf dem Campus Vaihingen statt.

Programm als pdf zum Download…

Ich war in den vergangenen Jahren öfters mal da. Fazit: Empfehlenswert.

www.uni-stuttgart.de/tag“Die mobile Gesellschaft – Konzepte und Perspektiven”
Samstag, 23. Juni 2007, ab 14.00 Uhr

Dass Mobilität mehr ist als mit dem Auto von A nach B zu fahren, beweist die Universität Stuttgart an ihrem Tag der Wissenschaft mit vielen Exponaten, Experimenten, Mitmachaktionen und Vorlesungen:

  • von eLearning bis zu Biomechanik
  • von Handy-TV bis zu freiem Fall
  • von Roboter-Schwarm bis zu Airbags
  • von Origamifalten für den Leichtbau bis zu Fahrzeugen im Windkanal
  • von mobiler Produktionsplanung bis zu relativistischen Fahrradfahrten
  • von Astronauten bis zu virtuellen Spritztouren

www.uni-stuttgart.de/tagDies ist nur eine kleine Auswahl, es gibt noch viel mehr zum Thema „Die mobile Gesellschaft – Konzepte und Perspektiven“ beim Tag der Wissenschaft an der Universität Stuttgart zu entdecken.

Der Tag der Wissenschaft ist in zwei Veranstaltungsblöcke aufgeteilt: Von 14:00 - 19:00 Uhr präsentieren sich die Institute und Einrichtungen der Universität; und als Abschluss findet ab 19:00 Uhr die Science Party auf dem Campus Vaihingen statt.

Programm als pdf zum Download…

Ich war in den vergangenen Jahren öfters mal da. Fazit: Empfehlenswert.

Schopf: “Klares Nein zur Stimmabgabe mit Wahlgeräten!”

Liberale Hochschulgruppen setzen in FDP Position zu Wahlgeräten durch

(Stuttgart) Der Landesvorstand der FDP Baden-Württemberg sprach sich am vergangenen Samstag in Stuttgart klar gegen eine Stimmabgabe mit Wahlgeräten aus. Die derzeit verbreiteten Verfahren seien zu anfällig für Manipulationen.

Hierzu erklärt der Landesvorsitzende der Liberalen Hochschulgruppen (LHG) Alexander Schopf:

“Wahlgeräte erscheinen uns unsinnig teuer, sie arbeiten nicht transparent, es erfolgt keine Einsparung bei den Wahlhelfern, ein Ungültigmachen des Wahlzettels ist ausgeschlossen und vor allem sind sie laut Chaos Computer Club erwiesenermaßen manipulierbar! Sie bringen keinerlei Vorzüge gegenüber der klassischen Wahl mit Stimmzetteln! Daher ein klares Nein zu Wahlgeräten! Wir sind sehr froh, dass sich der Landesvorstand der FDP unserer Position angeschlossen hat.”

Auf Initiative der LHG Ulm, die sich damals einer Petition gegen Wahlgeräte angeschlossen hatte, formulierten die Liberalen Hochschulgruppen bereits im vergangenen Jahr ihre ablehnende Haltung zu Wahlcomputern. Nun gelang es, diese Position nahezu unverändert in der FDP durchzusetzen.

Mit der Forderung nach einer ersatzlosen Streichung des Wahlgeräte ermöglichenden §35 des Bundeswahlgesetzes, wird die FDP Baden-Württemberg sogar noch ein Stück deutlicher als die LHG.

Insgesamt müsse der gesamte Wahlvorgang so organisiert sein, so der Beschluss weiter, dass ein Laie mit vertretbarem Aufwand verifizieren kann, dass das Ergebnis dem tatsächlichen Verhältnis der abgegebenen Stimmen entspricht. Das Wahlverfahren sei hierbei unerheblich, dürfe den Steuerzahler jedoch nicht mit ungebührlichen Kosten belasten, was Wahlgeräte mit circa 20.000 Euro Anschaffungspreis aber ohne Frage täten.

Zusammenfassend betont Schopf: “Wahlgeräte sind, unserer Ansicht nach, aus all diesen Gründen, absolut unbrauchbar - zumindest für Wahlen.”

06.07.2007bis08.07.2007

Kongress und Bundesmitgliederversammlung vom 06.-08. Juli 2007

Wildeck

Vom 06.-08. Juli 2007 findet in Wildeck-Obersuhl ein Kongress zum Thema “Ein Jahr danach - Welche Auswirkungen hat die Förderalismusreform auf die Hochschulen?” statt. Der Kongress soll die Förderalismusreform mit Bezug auf aktuelle hochschulpolitische Entwicklungen hinterfragen. Am Rande des Kongresses tagt zudem die 38. Bundesmitgliederversammlung des Bundesverbandes Liberaler Hochschulgruppen (LHG).

Fahrtkostenerstattung:

Es werden 96% des Fahrpreises 2. Klasse BahnCard 50 bis Aachen Hbf (+City) erstattet, unabhängig von der Verkehrsmittelwahl. Reservierungsentgelte werden nicht erstattet. Die Erstattung, abzüglich einer Bearbeitungspauschale i.H. von 3,- €, erfolgt unbar auf ein inländisches Girokonto des Kongressteilnehmers etwa 20 Tage nach Einsendung der Originalbelege an den Bundesverband der LHG.
Tagungsunterlagen:

15.06.2007bis17.06.2007

“Freiheit, Fairness, Chancen”. Unter diesem Motto steht der 58. Ordentliche Bundesparteitag der FDP vom 15. bis zum 17. Juni in Stuttgart. FDP-Generalsekretär Dirk Niebel betonte bei der Vorlage des Antragsbuches am Dienstag in Berlin, dass die FDP noch nie eine so umfangreiche Sammlung beraten hätte. Die 662 Delegierten, über 400 Gäste und knapp 300 Journalisten erwarten 107 inhaltliche Anträge. Schwerpunkthemen sind die Sozial- und Kulturpolitik.

Müntes Welt

Münte, Hagemann, KumpfAlles, was Rang und Namen in der deutschen Politik hat, pilgert die Tage nach Heiligendamm. Nur unser Vizekanzler Franz Müntefering nicht. Er fand Zeit und Lust an der Uni Hohenheim am Dienstag Abend vor 600 Studierenden seine Sicht der Dinge zu schildern.

Und, oh Welt oh Wunder, ich traute meinen Ohren kaum, saß ich doch zweieinhalb Stunden in einer Veranstaltung mit einem sozialdemokratischen Arbeitsminister und stimmte in fast allen Punkten mit ihm überein. Was war passiert?

Das Thema des Abends war “Arbeit um jeden Preis?”. Münte stellte, aus meiner Sicht hervorragend, die Arbeit und das korrespondierende Einkommen als nicht(!) primär volkswirtschaftliche Größe dar, sondern definierte beides als Basis für ein selbstbestimmtes, menschenwürdiges Dasein. Stimmt, dachte ich, nickte, klatschte aber noch nicht.

Dann forderte er die Einführung des Mindestlohnes, begleitet von wissenschaftlicher Unterstützung durch den Hohenheimer Arbeits-Ökonomen Prof. Dr. Harald Hagemann, der die Existenz der Mindestlöhne in 20(!) europäischen Ländern und den USA erläuterte. Ich bin seit langem Anhänger der Mindestlohntheorie*. Also nickte ich. Und klatschte erstmals.

* Warum?, mögen Sie sich fragen, das ist doch keine liberale Position? Falsch! De facto sind über 90% aller Anträge der Liberalen, die jemals im Bundestag eingebracht wurden PRO Sozialstaat gewesen. Die derzeitige Ablehnung der Mindestlöhne durch Teile der FDP beruhen einerseits auf parteipolitische Gründe (gegen Rot/Grün) und andererseits auf einem Missverständnis. Wenn Mindestlöhne einen staatlichen Eingriff in einen freien Markt bedeuteten, dann wären sie falsch. Tun sie aber nicht, weil unser Arbeitsmarkt dermaßen reguliert ist, dass er kein freier Markt ist.

Münte sprach sich gegen Kombilöhne aus. Nun runzelte ich die Stirn angestrengt. War mein Abend jetzt zu Ende? Nein! Er fand eine super Begründung: Wenn die Gemeinschaft der Steuerzahler über Kombilöhne die Preise einzelner Unternehmen nach unten subventioniert, dann verzerrt das den freien Markt. Hurraa! Und das aus dem Munde eines alten sozialdemokratischen Haudegens? Er hat recht. Warum sollten einige Unternehmen sich dadurch staatlich diktierte Niedrigpreise erlauben dürfen, wenn die Lohnkosten künstlich gesenkt werden? Das ist für alle ungerecht: Für die Steuerzahler, für die Konkurrenzunternehmen und für den Arbeitnehmer selbst. Ich war verblüfft und klatschte. Diesmal sogar laut.

Münte sprach über polnische Wanderarbeiter, die nicht mehr nach Deutschland kommen, um Spargel zu stechen, weil die Löhne in Polen auch schon so hoch seien. Oder die 8 Euro in Frankreich… Bald haben wir wahrscheinlich die Wanderung in die andere Richtung… Er sprach über die Verantwortung der Jungen(!), die mit dem Primat der Politik gestalten müssen. Und dazu erstmal einen Willen zum Gestalten haben müssen. Bravo!

Den größten Punktgewinn konnte Münte allerdings mit seinen bildungspolitischen Aussagen machen. Sein Leitspruch war: Bildung,Bildung,Bildung. Richtig! Ich klatschte also wieder. Dann “wir müssen Hochtechnologieland sein. Billig können andere besser.” Super Satz. Er wolle an der Rente sparen und das Geld in die Köpfe der Jugend stecken, so Münte. Alles richtig, dachte ich. Auf den Hinweis von Prof. Hagemann, das alles seien doch nur Sonntagsreden, erwiderte Münte: “Aber heute ist ja Dienstag…”

Natürlich bombardierten die konservativ angehauchten Hohenheimer den Vizekanzler mit “ineffizienten Güterallokationen” und konfrontierten den Nicht-Studierten mit der Tatsache, dass die Putzfrau an der Uni mehr verdient als der Doktorand nach zig Jahren Studium. Meine Rede! Das ist in der Tat eine Schweinerei, die dazu führt, dass die guten Köpfe von der Uni flüchten und übrig bleibt, na ja, wir sehen’s ja in PISA…

Aber Münte zog sich mit viel Charme aus der Bredouille, erzählte aus den Sechzigern und zitierte Helmut Schmidt, der neulich in der SPD-Fraktion erklärte, dass “ihr alle keine Ahnung habt”. Er allerdings auch nicht mehr, laut Eigenaussage.

“Gegen Globalisierung sein ist Quatsch. Sie ist da, sie ist Fakt und wir müssen sie gestalten wollen”, so Münte zur Frage nach G8. Recht hat er. Übrigens auch Geißler mit der Anmerkung, dass 1800 Milliarden Dollar Transaktionen täglich nur 70 Milliarden an Werten gegenüber stehen. Der Rest ist “Luftgeld”. Also reine Spekulation.

Da wabert also eine riesen Blase an Spekulation um die Welt, unkontrolliert, genährt durch Heuschrecken und andere äußerst unangenehme Zeitgenossen. Das muss man kontrollieren, in internationalen Regimen. Wir brauchen eine Transaktionssteuer a la Attac! Das ist Marktwirschaft pur. Denn sie würde eben die Märkte vor unlauterem Wettbewerb schützen(!). (Dazu bald mehr unter www.besserland.de)

An dieser Stelle ist es m.E. Zeit zum Umdenken. Schließlich haben wir auch eine Regulierungsbehörde für den Telekommunikationsmarkt, die Jurispudenz, das Apotheker-, und Arztwesen, das Gewalt-, und Branntweinmonopol… Sie sehen, auch wirtschaftlich weit unwichtigere Bereiche sind in unserer “Marktwirtschaft” reguliert.

Summa summarum ein erstaunlicher Abend. Passend dazu fragte ein mir unbekannter, wohl liberaler Student Münte nach seinem Zeit-Interview, in dem er eine Koalition mit der FDP für 2009 in Betracht zieht… Das täte ich auch. Mit Münte. Aber nur mit Münte alleine. Wenn ich dann an die anderen GenossInnen in der Chaostruppe denke, dann war’s auch wieder vorbei. Münte, ach Münte. Hätte die SPD doch nur ein paar mehr Deines Kalibers. Dann käme das sozial-liberale Herz wieder kräftig in Wallung…

LHG Karlsruhe wählt neuen Vorstand

Die Mitglieder der LHG-Karlsruhe wählten auf ihrer Mitgliederversammlung einen neuen jungen Vorstand gewählt. Sonja Worch (Mathematik), die nach dem Ausscheiden von Alexander Knüppel im Herbst letzten Jahres den Vorsitz übernommen hat,lhg_karlsruhe-vorstand0708 wurde in ihrem Amt bestätigt. Ihr zur Seite stehen die neue Finanzreferentin Anna Bogutzki (Bioingenieurwesen) und die neue Publikationsreferentin Claudia Niemeyer (Mathematik). Die LHG Karlsruhe hat somit erstmals einen rein weiblichen Vorstand in einer sonst eher von Männern dominierten hochschulpolitischen Welt. Dies zeigt, dass sich auch junge Frauen aktiv an der Gestaltung beteiligen.

Foto von links nach rechts: Patrick Meinhardt MdB, Sonja Worch, Anna Bogutzki, Claudia Niemeyer

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