Liberale Hochschulgruppen fordern Politiker zur freiwilligen Überprüfung ihrer Dissertationen auf

Angesichts der anhaltenden „Promotionsskandale“ in der deutschen Politik fordern die Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg aktive Politiker zur Überprüfung ihrer Dissertationen auf. Der Landesvorsitzende Alexander Schopf dazu:

„Die anhaltenden Enthüllungen schaden dem Ansehen der Wissenschaft. Wer einen Doktortitel trägt, muss die damit verbundene Verantwortung übernehmen und seine Dissertation auf mögliche Plagiate überprüfen lassen.“

Selbst unbegründete Vorwürfe reichen oft schon aus, Personen zu diskreditieren. Die Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg befürchten daher, dass durch weitere Zurückhaltung der Betroffenen die kommenden Wahlkämpfe auf dem Rücken der Wissenschaft ausgetragen werden. Statistiken zeigen derzeit, dass bis zu zehn Prozent der eingereichten Dissertationen Plagiate enthalten könnten. Schopf sieht daher jeden Promovierten in der Pflicht, Klarheit zu schaffen:

„Die überwiegende Mehrheit der deutschen Promotionsverfahren läuft korrekt ab. Personen des öffentlichen Lebens sollten daher ein Interesse daran haben, klar zu stellen, dass sie Ihren Doktortitel zu Recht tragen und nicht zu den schwarzen Schafen gehören.“

Eine solche Überprüfung ist derzeit durch den Einsatz professioneller Software mit geringem Zeitaufwand möglich und wird in Deutschland von einer Reihe unabhängiger Institutionen, zum Teil kostenlos, wie dem Institut ProfNet an der Fachhochschule Dortmund unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Uwe Kamenz angeboten.

Für die aktuelle Situation sind nach Ansicht der LHG-BW auch die beteiligten Professoren mitverantwortlich. Der Verband sieht sie gefordert, weiteren Schaden von der Wissenschaft abzuwenden:

„Zur gewissenhaften Prüfung einer wissenschaftlichen Arbeit muss ab sofort die Kontrolle auf Plagiate gehören. Gutachter dürfen diese Arbeit nicht weiter intransparenten Internetgruppen überlassen.“

„Mach dich nicht nackig“ – Kreativwettbewerb des Bundesministeriums der Justiz für Studenten

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Die Aufgabe

Mach dich nicht nackig, Quelle: http://www.bmj.de

Mach dich nicht nackig, Quelle: http://www.bmj.de

Wirb für deine Grundrechte. Zeig kreativ, wie wichtig die Grundrechte für das Private in der digitalen Welt sind. Die Grundrechte schützen uns! Auch in der digitalen Welt. Jeder Mensch besitzt einen unveräußerlichen Kernbereich privater Lebensgestaltung und ein Recht auf Privatheit. Die Grundrechte garantieren uns ein Recht auf Privatsphäre und schützen vor staatlichen Eingriffen. Aber: Man muss seine Rechte aktiv wahrnehmen.

Fragestellung

Der Wettbewerb soll ein breites Spektrum an Themenbereichen transportieren, die im weitesten Sinne für die Grundrechte sensibilisieren, die das Private konstituieren und schützen. Dazu können z.B. folgende Fragestellungen gehören:

• Wie können private Daten geschützt werden?
• Welche Bedeutung haben die Grundrechte heute für das Private in der digitalen Welt?
• Wandelt sich unser Verständnis der Grundrechte in der digitalen Welt?
• Gefährdet der neue Kommunikationsraum Internet die Grundrechte, mittelbar oder unmittelbar?
• Welche Folgen entwickeln neue technische Errungenschaften, z.B. wenn Handys durch Funkzellen- und GPS-Ortungen jedermann zu potentiellen Adressaten von Bewegungsüberwachung werden lassen?

Mach dich nicht nackig from MachDichNichtNackig on Vimeo.

Du studierst? Dann kannst du mitmachen, einzeln oder als Gruppe mit bis zu fünf Teilnehmern. Wichtig: Du musst dein Projekt selbstständig und eigens für den Wettbewerb auf die Beine stellen. Der Beitrag soll in digitaler Form als Videofilm, Website, Web 2.0-Projekt oder Präsentation eingereicht werden.

Und zu gewinnen gibt es auch was! Und hier kannst du deinen Beitrag ab dem 15. Januar 2013 einreichen.

Wir sind gespannt.

Quelle: http://www.bmj.de/DE/NichtNackig/nichtnackig_node.html