Liberale Hochschulgruppen Baden-Württemberg zum Bildungsstreik 2010 – Schopf: „Bildungsstreik ist unsozial!“

Die Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg lehnen den an einigen Hochschulen des Landes stattfindenden Bildungsstreik entschieden ab.

In diesen Tagen rufen Vertreter linksgerichteter Gruppierungen an den Hochschulen in Deutschland, wie bereits im Sommer- und Wintersemester 2009, zum Protest im Rahmen des sogenannten „Bildungsstreiks“ auf. Vorgebracht werden Forderungen zur Verbesserung der Studiensituation an deutschen Universitäten. Diese dienen jedoch nicht selten zur Verschleierung von Kapitalismuskritik. Auch dieser Protest zeigt deutlich, dass dieser von linken Gruppierungen initiierte Bildungsstreik nur ein Ziel verfolgt: junge Menschen für linke Ideen zu gewinnen. Nicht die breite Masse der Studierenden geht auf die Straße, sondern die Anhänger von MLPD, Antifa und Solid.

Der Landesvorsitzende der Liberalen Hochschulgruppen Alexander Schopf stellt fest:

„Die Bildungsstreikwochen in 2009 haben keinerlei Verbesserung der Studiensituation herbeigeführt. Initiativen von Politik und Hochschulen wurden stattdessen aus ideologischen Gründen blockiert. Vor diesem Hintergrund müssen die Verantwortlichen zugeben, dass ihre Aktivität bislang ausschließlich auf Kosten der Studierenden ging.“

Im Zusammenhang mit den Bildungsstreikaktionen von 2009 waren zahlreiche Gesprächsangebote aus Politik und Hochschule erfolgt, die von den teilnehmenden Aktivisten größtenteils blockiert wurden. Die stattdessen vorgetragene Gesellschaftskritik hatte selten eine Verbindung zum Thema. Schopf dazu:

„Wer produktive Zusammenarbeit mit den Entscheidungsträgern ablehnt, um im Rahmen des nächsten Bildungsstreiks erneut eine solche zu fordern, täuscht die Studierenden über seine wahren Ziele. Wer die Verbesserung von Studienbedingungen instrumentalisiert, macht die Arbeit der Studierendenvertreter zunichte, die sich ehrenamtlich für ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen einsetzen.“

Der Landesverband Liberaler Hochschulgruppen fordert daher die Verantwortlichen auf, Bildung nicht mehr als Deckmantel für Gesellschaftskritik zu missbrauchen und lieber zu studieren, als zu blockieren. Schopf:

„Wer sich als Studierendenvertreter aufspielt, ohne nachhaltig etwas für Studierende erreichen zu wollen, verhält sich unsozial!“

Die LHG kennt die Probleme des Hochschulsystems und setzt sich konstruktiv für dessen Verbesserung ein:

Daher www.studieren-statt-blockieren.de!

  • Pressemitteilung zum Bildungsstreik vom 8. Juni 2010:
    Zum Download bitte Link anklicken —> PM

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