Veranstaltungskalender der Liberalen Hochschulgruppen April/Mai 2014 – Die LHG lädt ein!

Ende April, Anfang Mai stehen drei Veranstaltungen der Liberalen Hochschulgruppen und des Landesverbands Liberaler Hochschulgruppen auf dem Programm, all diese in Kooperation mit der Reinhold-Maier-Stiftung.

Es ist uns auch für diese Veranstaltungen wieder gelungen, herausragende Referenten zu spannenden Themen zu finden, ob Jimmy Schulz, Prof. Dr. Volker Haug, Prof. Dr. Peter Henning, Dr. Christopher Gohl oder Dipl.-Des. Markus Schmidt. Der Eintritt ist natürlich frei. Wir laden herzlich zu den Veranstaltungen ein und bitten die Vertreter der Presse freundlich um Verbreitung der Termine in Ihren Medien!

—> Für alle weiteren Informationen zu den drei Veranstaltungen, bitte einfach auf die Veranstaltungsgrafiken oder auf folgende Verlinkungen klicken:

LHG-Veranstaltung in Heidelberg, Dienstag, 29. April 2014, 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr: „MOOCs – Massive Open Online Courses: Chancen und Herausforderungen für die Hochschullehre“

LHG-Veranstaltung in Stuttgart, Samstag, 3. Mai 2014, 10.30 Uhr bis 13.00 Uhr: „Die Digitale Revolution: Chancen des Internets?“

LHG-Veranstaltung in Konstanz, Montag, 5. Mai 2014, 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr: „Mehr Schweiz – mehr Demokratie, mehr Freiheit? – Perspektiven auf den Liberalismus“

LHG-Veranstaltung in Stuttgart: „Die Digitale Revolution: Chancen des Internets?“

3. Mai 2014
10:30bis13:00


Bildschirmfoto 2014-04-13 um 00.17.15Samstag, 3. Mai 2014

10.30 Uhr bis 13.00 Uhr
Königin-Olga-Bau
Königstraße 9, Raum 433
Eingang über Gebäuderückseite: Stauffenbergstr. 1
70173 Stuttgart

—> Hier geht´s zum Download der Einladung der Reinhold-Maier-Stiftung.

Seit der Jahrtausendwende erleben wir einen rasanten und radikalen Wandel der Informationsbeschaffung und der Kommunikationsgewohnheiten. Das Internet ist zu einem zentralen Faktor in der Umgestaltung der Welt geworden. Es hat die Arbeitsbedingungen geändert, durchdringt das private Leben und die Art wie soziale Kontakte gepflegt werden. Nicht zuletzt ist auch eine Revolution der politischen Kultur erkennbar.

Beispiele für den enormen Einfluss auf politische Prozesse waren die sogenannten Facebook-Revolutionen des Arabischen Frühlings oder jüngst in der Ukraine, auf nationaler Ebene die Zunahme von politischen Kommentaren und Petitionen, die über soziale Netzwerke verteilt werden.

Die Schattenseiten der Digitalen Revolution sind neben der zunehmenden Cyber-Kriminalität und der Ausspähung durch „Spionage-Unternehmen“ wie der NSA aber auch der schleichende Verlust von Persönlichkeits- und Eigentumsrechten im Netz.

All diese Entwicklungen verlangen eine liberale Netzpolitik. Wie diese aussehen sollte, welche Herausforderungen, aber auch welche Chancen die Digitale Revolution mit sich bringt, wird im Dialog mit Experten erörtert.

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Reinhold-Maier-Stiftung durchgeführt und u.a. aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg finanziert. Der Eintritt ist kostenfrei.

Programm

10.30 Uhr Begrüßung
Alexander Schopf
Liberales Forum Stuttgart

10.45 Uhr Eine kleine Geschichte der Netzpolitik
Jimmy Schulz
Geschäftsführender Gesellschafter der CyberSolutions Ltd.,
Vorsitzender von LOAD – Verein für liberale Netzpolitik
Diskussion

11.15 Uhr Datensicherheit und Schutz derPersönlichkeitsrechte im Internet
Prof. Dr. Volker Haug
Institut für Volkswirtschaftslehre und Recht,
Abteilung für Rechtswissenschaft,
Universität Stuttgart
Diskussion

11.45 Uhr Die Digitale Revolution in der Bildung
Prof. Dr. Peter Henning
Institute for Computers in Education,
Hochschule Karlsruhe,
Gastprofessor für Information Business Technologies,
Steinbeis-Hochschule Berlin
Diskussion

12.15 Uhr Podiumsdiskussion mit den Referenten
Moderation:
Alexander Schopf
Vorsitzender des Landesverbandes Liberaler Hochschulgruppen

12.45 Uhr Ende der Veranstaltung

Die Einführung einer landesrechtlichen Zivilklausel verletzt die Wissenschaftsfreiheit

Schopf: „Landesrechtliche Zivilklausel verletzt Wissenschaftsfreiheit. Grün-Rot muss Verfassungsvorgaben beachten.“

Das Internet

Das Internet

Zur Forderung von Campusgrün und Juso-Hochschulgruppe, ein Verbot militärischer Forschung in das Landeshochschulgesetz einzufügen, erklärt der Landesvorsitzende der Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg Alexander Schopf:

„Eine Regelung, mit der das Land den Universitäten vorschreibt, wie sie zu forschen haben, ist mit der grundgesetzlich garantierten Wissenschaftsfreiheit nicht vereinbar. Grüne und Jusos müssen erkennen, dass eine landesweite Zivilklausel nicht durchsetzbar ist.“

Die Forderung nach einer Zivilklausel wird von diesen politischen Hochschulgruppen bereits seit Langem erhoben. Hintergrund der aktuellen Diskussion ist das Wahlversprechen von Grünen und SPD zur Landtagswahl 2011, eine entsprechende Regelung in das Landeshochschulgesetz einzufügen.

Eine solche Vorgabe durch den Gesetzgeber ist jedoch mit Artikel 5 Absatz 3 des Grundgesetzes nicht vereinbar. Das Grundrecht der Wissenschaftsfreiheit garantiert den Wissenschaftlern und Hochschulen unter anderem, den Gegenstand ihrer Forschung frei von staatlicher Beeinflussung zu wählen.

Das Global Positioning System (GPS)

Das Global Positioning System (GPS)

Darüber hinaus ist in der Forschung eine strikte Trennung zwischen militärischen und zivilen Zwecken nicht immer möglich. Technologien wie das Internet und GPS wurden ursprünglich im Rahmen militärischer Forschung entwickelt und sind heute aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die Einführung einer Zivilklausel dürfte daher den technischen Fortschritt massiv beeinträchtigen. Und wer soll überhaupt darüber entscheiden, was militärisch verwendet werden kann und was nicht? Die Forderung nach einer Zivilklausel erscheint wie ein billiger Trick grün-roter Ideologen, die der Wissenschaft ihr Weltbild aufzwingen und die Forschungsfreiheit einschränken wollen. Optimismus und Fortschritt sind es aber, die eine Gesellschaft voranbringen.

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) hatte daher zuletzt von ihrer eigenen Forderung Abstand genommen und möchte die Entscheidung über ausschließlich zivile Forschung den Hochschulen selbst überlassen. Schopf hierzu:

„Unabhängig von den verfassungsrechtlichen Vorgaben gehört die Entscheidung über den Gegenstand der Forschung ohnehin an die Hochschulen. Wer eine verantwortungsbewusste Wissenschaft fördern will, darf sie nicht aus ideologischen Gründen bevormunden.“

Quellenangaben zu den Abbildungen: Abbildung links oben von Matt_Britt, Abbildung rechts unten von El_pak