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Schopf: „Studiengebühren dürfen nicht für die Aufrechterhaltung des Regelbetriebs der Hochschulen verwendet werden! Studiengebühren müssen ein StudiumPlus bewirken!“

Verwendung von Studiengebühren

(Stuttgart) Auch nach der Einführung von Studiengebühren in Höhe von 500 Euro pro Semester gibt es massive Proteste baden-württembergischer Studierender. Im Zentrum der Kritik steht nun die Verwendung der Gelder an den Hochschulen.

Bei einem mehrtägigen Seminar auf Schloss Weitenburg in Starzach trafen sich Studentinnen und Studenten zahlreicher baden-württembergischer Hochschulen, um die derzeitige Praxis zu untersuchen und zu diskutieren.

Gastgeber des Seminars waren die Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg (LHG-BW), deren Vorsitzender Alexander Schopf die Ergebnisse zusammenfasst:

“Nach zahlreichen Berichten der Seminarteilnehmer aus den einzelnen Hochschulen sehen wir es als erwiesen an, dass die Mittelverwendung in vielen Fällen überaus fraglich einzustufen ist und wenig bis keine Verbesserungen erkennbar sind. Allein die Fragestellung, was genau denn nun Lehre ist und ob zur Lehre auch die Deckung von Heizkosten, Kreide und Tafeln, Renovierungs- und Baumaßnahmen an den Uni-Gebäuden und die Anschaffung von Beamern zählt, wurde von den einzelnen Universitäten sehr unterschiedlich gehandhabt.
Den uns vorliegenden Unterlagen der Hochschulen nach, wurden Gelder nur zu einem sehr kleinen Teil in Tutorien oder solche Bereiche gesteckt, in denen Personal hätte eingestellt werden müssen. Dies widerspricht klar dem Bericht des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Die Gelder wurden zum größten Teil für die Ersetzung bestehender defekter oder überholter Apparaturen, etwa in Labors, verwendet oder gar für Baumaßnahmen. Dies hat wenig mit einer Verbesserung der Lehre an sich zu tun. Tafeln und Kreide gehören in unseren Augen zur Grundausstattung einer Hochschule! Die Studiengebühren müssten über das hinaus wirken, was ohnehin schon da ist und nicht nur dazu dienen, den Ist-Zustand aufrechtzuerhalten. Studiengebühren müssen ein StudiumPlus bewirken.
Wir halten die derzeitige Praxis der Verwendung von Studiengebühren für hochgradig bedenklich und fordern die Umsetzung dringender Änderungen, denn Studiengebühren scheinen im Moment nichts anderes zu sein, als eine Art Hochschulnotopfer, allein mit dem Zweck, die Haushalte der Universitäten zu entlasten und den Lehrbetrieb an den Hochschulen selbst, gerade so, aufrecht zu erhalten.“

3 Kommentare zu “Verwendung von Studiengebühren”

  1. […] Neben Grußworten und einem Vortrag zum Thema Bürgerrechte, gehalten von Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll, wurden vier Gruppen in den Bundesverband aufgenommen. Drei davon aus Baden-Württemberg: die LHG an der Universität Hohenheim, die LHG an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl und die LHG an der Fachhochschule Reutlingen. Der Schatzmeister der LHG-BW, Nicolas Marschall, wurde als einer von drei Hauptschiedsrichtern, ins Bundesschiedsgericht gewählt. Es wurden zahlreiche Anträge beraten, darunter einer des Landesvorstands der Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg zum brandaktuellen Thema „Verwendung von Studiengebühren – StudiumPlus“. […]

  2. […] Wir fordern massive Veränderungen bei der Verwendung unserer Studiengebühren. Studiengebühren dürfen nicht für die Aufrechterhaltung des Regelbetriebs der Hochschulen verwendet werden: Studiengebühren müssen ein StudiumPlus bewirken! […]

  3. […] Wir fordern massive Veränderungen bei der Verwendung unserer Studiengebühren. Studiengebühren dürfen nicht für die Aufrechterhaltung des Regelbetriebs der Hochschulen verwendet werden: Studiengebühren müssen ein StudiumPlus bewirken! […]

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