Großprojekt u-AStA-Reform
Erstellt am 20.06.2007 von Florian Matthey
Das größte Projekt, das wir verfolgen, ist eine demokratische Mitbestimmung der Studenten. Langfristig streben wir daher eine echte Verfasste Studierendenschaft mit hochschulpolitischem Mandat an. Dies ist jedoch nach der derzeit gültigen Gesetzeslage leider nicht machbar. Aus diesem Grund ist das u-Modell noch unverzichtbar. Es gilt also dieses für eine wirkliche Mitbestimmung durch euch zu öffnen.

Warum sind wir mit dem jetzigen Modell unzufrieden?
Wie ihr oben erkennen könnt, wählt ihr derzeit nur den AStA, der euch aber nicht in hochschulpolitischen Fragen vertreten darf und auch sonst über keine Mittel verfügt. Daneben bildet ihr die Vollversammlung. Wer hat aber schon Zeit und Lust sich zu jeder Vollversammlung zu begeben? Wohl die wenigsten. Außerdem reicht das Audimax auch vorne und hinten nicht für weit über 20 000 Studenten aus. Eine Vollversammlung kann also schon von der Kapazität her nur die wenigsten Studenten vertreten. Daneben sollt ihr über die Fachschaftskonferenz (FSK) vertreten sein. Tatsächlich nimmt aber nur eine Minderheit von Fachschaften an der FSK teil. Im Schnitt repräsentierten die anwesenden Fachschaften nicht einmal die Hälfte der Studierenden. Hinzu kommt, dass hier jede Fachschaft unabhängig von ihrer Größe (von FS Medizin mit etwa 2500 Studierenden bis zur FS Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte mit etwa 25 Studierenden) eine Stimme hat. Dadurch sind die Mediziner gegenüber den Christlichen Archäologen deutlich unterrepräsentiert. Im Ergebnis lässt sich also festhalten, dass das jetzige Modell seinen Ansprüchen, euch demokratisch zu vertreten, nicht gerecht werden kann.
Wie kann man es besser machen?
Wir haben uns im Land umgeschaut und sind in Karlsruhe fündig geworden. Dieses Modell würden wir gerne nach Freiburg übertragen, da wir es für einen echten Fortschritt halten:

Hier wählen die Studierenden ein Studierendenparlament, dass ihre Interessen im hochschulpolitischen Bereich und allen anderen Aufgabengebieten der Mitsprache vertritt. Dieses wird nach demokratischen Grundsätzen mit dem AStA gewählt und tagt in regelmäßigen Abständen, um seine Aufgaben zu erfüllen. Daneben gibt es auch weiterhin die Fachschaften und die FSK, da diese Organe einfach näher an ihren Fächern dran sind und euch daher besser betreuen können. Aus diesem Grunde haben sie auch ein Veto-Recht gegen Entscheidungen des Parlaments, die in ihre Arbeit eingreifen. In manchen Fällen kann es passieren, dass ihr mit der Arbeit des Parlaments unzufrieden seid oder ein bestimmtes Anliegen habt, dass nicht ausreichend behandelt wurde. Für diesen Fall gibt es auch hier die Vollversammlung, die das Parlament kontrollieren und im Extremfall auch an dessen Stelle entscheiden kann. Alles in allem sehen wir hier durch eure Rechte besser gewahrt, da die Wahrnehmung nicht vom Zufall abhängt, ob eure Fachschaftsvertreter Lust auf eine Teilnahme an der FSK haben oder ob ihr selber gerade Zeit für Fachschaftsarbeit und Vollversammlungen habt.
1 Kommentar zu “Großprojekt u-AStA-Reform”
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