Sachlichkeit statt Streik: Liberale Positionen zum Bildungsstreik
Erstellt am 19.11.2009 von Kai Vollbrecht
Studieren geht vor Streiken!
Wir lehnen es entschieden ab, dass eine protestierende Minderheit ihren Kommilitonen schadet, indem Lehrveranstaltungen ihrer Kompromisslosigkeit zum Opfer fallen. Unbeteiligten wird so der „Boykott“ aufgezwungen.
Dialog statt Konfrontation!
Verbesserungen erreicht man nicht durch Hörsaalbesetzungen, sondern durch konstruktive Gespräche mit den Verantwortlichen an den Hochschulen und in der Politik. Die organisatorische Infrastruktur gibt es längst – die Studierenden müssen endlich mit einer Stimme sprechen!
Für mehr Freiheit und bessere Chancen!
Wir fordern deutliche Korrekturen am Bologna-Prozess für mehr Freiheit und Selbstbestimmung in den Bachelor- und Master-Studiengängen und bessere Berufschancen. Unsinnige bürokratische Hürden und starre Studienpläne lehnen wir entschieden ab. Leitbild muss der eigenverantwortliche Studierende sein!
Bildung ist Bürgerrecht!
Bildung ist eine Kernaufgabe des Staates. Deshalb ist er unzweifelhaft in der Pflicht, die Bildungsinvestitionen deutlich auszuweiten und für mehr Chancengleichheit zu sorgen.
Studiengebühren ja – aber anders!
Wir fordern nachlaufende Studiengebühren für mehr soziale Verträglichkeit. Nur wer nach dem Abschluss ein bestimmtes Einkommen erreicht, zahlt seinen Beitrag. Studiengebühren müssen der tatsächlichen Verbesserung der Studienbedingungen dienen – nicht der Aufrechterhaltung des Status quo bei gleichzeitigem Rückzug des Staates!
Mehr Demokratie und Mitbestimmung!
Wir fordern die Wiedereinführung der verfassten Studierendenschaft für mehr studentische Mitbestimmung an den Hochschulen. Ein unzureichend legitimiertes Rätesystem wie den u-asta an der Uni Freiburg lehnen wir ab. Stattdessen fordern wir ein Studierendenparlament für mehr Demokratie.
Wir sind für Studieren statt Blockieren!

