Vielfalt der Studentenverbindungen

Am 06. Dezember haben wir ein Forum Liberal über “Turnerschaften, Studentenverbindungen und Burschenschaften” organisiert. Das Forum war unsere Antwort auf die verbindungskritische Veranstaltung des u-asta, die sich neben einem missliches Krisenmanagement vor allem durch das Bedienen von festgefahrenen Vorurteilen auszeichnete.

Für das Forum konnten wir Frauke Meier gewinnen, die als Vorstandsmitglied des Akademischen Turnerschaft Cheruscia-Burgund zu Freiburg einen hervorragenden Forum Liberal LogoEinblick in die Welt der Studentenverbindungen vermitteln konnte. Frauke ging zunächst auf die Unterschiede zwischen Burschenschaft, Corps, Landsmannschaften und Turnverbindungen ein und zeichnete jeweils deren historischen und organisatorischen Besonderheiten nach. Darüber hinaus berichtete Frauke ausführlich und anschaulich über ihre eigenen Erfahrungen in den Turnverbindungen. Ergänzt wurden Fraukes Ausführungen von unserem Programmatiker Simon Hartmann. Er konzentrierte sich auf einen Streit, der im Dachverein der Deutschen Burschenschaft geführt wird, und um die Frage kreist, ob Mitglieder mit Einwanderungsgeschichte im Verband bleiben dürfen. 

Die sich anschließende Diskussion verlief besonders anregend, da auch ein Ex-Burschenschaftler anwesend war. Als die Veranstaltung nach zwei Stunden beendet werden musste, zog Simon ein positives Resümee: “Zwar mag es, wie in jeder gesellschaftlichen Organisation auch, bei den Studentenverbindungen verblendete Radikal geben. Doch diese Leute werden wohl am besten widerlegt, wenn differenziert und treffsicher argumentiert wird. Dass Verbindungsleute immer betrunken, chauvinistisch und rechtsradikal sind, hat das heutige Forum jedenfalls trefflich widerlegt.” Frauke: “Ich freue mich besonders, dass ich einen kleinen Einblick in die Vielfalt der Verbindungskultur geben konnte. Ich würde mir wünschen, dass sich mehr Personen mit unserer Organisation genauer auseinandersetzen.”

Weiterführende Informationen:

  • ATV Cheruscia-Burgund – Homepage der hiesigen Turnverbindung
  • Deutschland Radio: Reportage “Eine Frage des Deutschseins“, 2011. – eine ausführliche Reportage des öffentlich-rechtlichen Radios über den Streit zwischen demokratischen und rechtsradikalen Studentenverbindungen im Bundesverband der Deutschen Burschenschaft.

Libertarismus in Europa

Forum Liberal LogoAm 08. November haben wir unser zweites Forum Liberal abgehalten. Dieses Mal stand der Europaverein “European Students for Liberty”, der sich dem Libertarismus verschrieben hat, auf dem Programm. Das Thema war von besonderer Aktualität, weil uns der Verein einerseits zur Mitgliedschaft eingeladen hat, anderseits weil in den letzten Monaten immer wieder Zweifel an dessen Seriösität vorgebracht worden waren.

In seinem Impulsreferat skkizzierte unser Programmatiker Simon Hartmann zunächst die Leitlinien des Libertarismus, ging anschließend näher auf die Ziele und Strukturen der “European Students” ein und beleuchtete die Schwierigkeiten, die der Landesverband im Jahre 2007 mit der Libertären Hochschulgruppe Konstanz gehabt hatte.

Logo SFLDie anschließende Diskussion war intensiv und durchaus kontrovers. Es wurden nicht nur die Vor- und Nachteile einer möglichen Mitgliedschaft erörtert. Die Debatte drehte sich auch um nicht weniger als die philosophischen Grundlagen des politischen Liberalismus in Deutschland.

Simon freute sich sehr über den Verlauf des Forums: ” Es ist uns auch dieses Mal gelungen, eine Diskussion zu versachlichen und im besten Sinne aufzuklären. Das Forum Liberal hat sich etabliert und wird auch weiterhin für unsere programmatische Arbeit wertvolle Dienste leisten.” Der Antrag, den European Students beizutreten, wird auf der nächsten programmatischen Mitgliederversammlung zur Abstimmung gestellt.

Weiterführende Informationen:

Erstis willkommen geheißen!

In diesen Tagen beginnen zahlreiche Personen einen neuen, spannenden Abschnitt ihres Lebens: Das selbständige Wohnen, das Studium und letztlich auch die Hochschulpolitik. Um die neuen Erstsemester willkommen zu heißen und für die liberale Sache zu gewinnen, haben wir uns auf dem Markt der Möglichkeiten vorgestellt. Vor der professionellen Stellwand konnten wir zahlreiche gute Gespräche über die allgemeine Situation an unserer Universität führen. Gummibärchen und Flyer konnten wir vielfach unter das Volk bringen.Chef bei der Arbeit

In der letzten Woche hat der Arbeitskreis “Stellwand” unter Führung von Matthias Kuta zudem unsere Stellwand im KG 2 hergerichtet. Wir haben diesmal neben den Infopapieren zu unserem Vorstand und dem Forum Liberal auch unseren Idealen breiten Raum eingeräumt. Mit Zitaten von Ralf Dahrendorf und Karl-Hermann Flach sowie Marie Curie und Albert Schweizer setzen wir sichtbare
Akzente für die Freiheit.

Das erste Dienstagstreffen wird in diesem Semester am  25. Oktober stattfinden. Es handelt sich – wie immer – um ein offenes Treffen, zu dem jeder eingeladen ist. Die Einladung gilt natürlich besonders, interessierten Erstis. Treffpunkt: Petershof (beim Aspekt) 20:00 s.t.

Wahlnachlese

Am 5. Juli wurde der neue Senat und AStA der Universität Freiburg gewählt. Für uns gingSäulen Prozent es dabei darum, den letztjährigen AStA-Sitz zu verteidigen und unseren Stimmenanteil zu vergrößern. Absolut gesehen haben wir beide Ziele erreicht. Mit 6,69 % der Stimmen kamen wir, bei einer leicht gestiegenen Wahlbeteiligung, auf das exakt gleiche Ergebnis vom vergangenen Jahr. Damit verteidigten wir unseren AStA-Sitz. Dieser wird für die nächsten beiden Semester von Jannic Cutura bekleidet, der Theresa Rath, die nicht mehr angetreten war, ablöst.

Bei der Aufschlüsselung unseres Wahlergebnisses auf die 11 Fakultäten ist ein positiver Trend festzustellen, der durch 2 Fakultäten getrübt ist. In 8 Fakultäten konnten wir unser Vorjahresergebnis steigern. Herauszuheben ist hierbei die Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaft, in der wir um 6,9 % zulegen konnten. In der Chemie, Pharmazie und den Geowissenschaften hielten wir unser Ergebnis. Leichte Verluste von 2,4 % verzeichneten wir in den Rechtswissenschaften. Dies ist mit dem Wiedererstarken des RCDS zu erklären, der dort 10 % an Stimmen dazugewann. In absoluten Zahlen verfehlten wir hier unser Vorjahresergebnis um nur 1 Stimme. Herbe Verluste bescherte uns die Medizin. Hier stürzten wir von 10,5 % auf 3,2 % ab.

kreis-sitze.pngDie Sitzverteilung im AStA und im Senat ist eine exakte Kopie der letzten Wahl. Buf behält mit 10 AStA- und 3 Senatssitzen die absolute Mehrheit. Mit 64,8 % der Stimmen konnten sie sich noch einmal um 1,3 % steigern. Den letzen Sitz im Senat ergatterten die Jusos zusammen mit 3 Sitzen im AStA. Mit 18,5 % verloren sie 2,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Genau wie wir sicherte sich der RCDS einen Platz im AStA. Sie konnten 1,2 % an Zuwachs verzeichnen und kamen auf 10 %.

Dazu unserer Vorsitzendes Frederic: „Wir werden das in uns gesetzte Vertrauen bestätigen und weiterhin für unsere liberalen Positionen im AStA streiten. Wir bedanken uns bei all unseren Wählern.“

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