Bedeutungslosigkeit oder Marginalisierung – Die Qual der Wahl eines Liberalen

Das Ergebnis der ersten Runde der Urwahl ist nun amtlich bestätigt. Nicht einmal 10 % der Stimmen konnte wir auf das Stupa vereinigen. Eine Fehleranalyse wird folgen.  Aber auch ohne diese ist dieses Ergebnis schlicht und einfach eine Katastrophe. Nicht nur, dass das Stupa aus dem Rennen ist, sondern ebenso schlimm wiegt, dass mit dem neuen Mischmodell und dem Fachschaftsmodell die Modelle zur Wahl stehen, mit denen wir Liberalen uns am wenigsten anfreunden können.

Da wir weiter Hochschulpolitik aktiv liberal gestalten und der Freiheit in verantwortungsvoller Position eine Stimme geben wollen, müssen wir das neue Mischmodell unterstützen. Hier werden politische Hochschulgruppen nur marginalisiert und nicht wie im Fachschaftsmodell ganz mundtot gemacht. Was Filbinger für die VS war, ist das Fachschaftsmodell für politische Hochschulgruppen.

Als Demokraten akzeptieren wir natürlich das Ergebnis und gratulieren den Siegern. Wir hoffen, dass das neue Mischmodell gewinnt, so dass die Urwahl nicht die letzte Wahl an der Uni Freiburg sein wird. Im Fachschaftsmodell sind diese ja nicht mehr notwendig und demokratieschädlich.  Lassen wir nicht zu, dass die Fachschaften zu 100 % dominieren und uns ihre Strukturen zu 100 % aufzwingen. Räte können wir nun nicht mehr verhindern. Nur noch ihre Zahl.

Freiburg hat entschieden. Die offiziellen Ergebnisse der Urabstimmung sind da

Das neue Mischmodell und das Fachschaftenmodell kommen in die Stichwahl!

Wahllokal \Modell
Fachschaften-modell 1-zu-1-Mischmodell Neues Misch-modell StuPa Quotierbaresparlament Wahlbeteiligung
TechnischeFakultät 32,86% 31,46% 25,35% 7,98% 2,35% 16,90%
Zentrum KGI 35,17% 28,63% 27,21% 7,98% 1,09% ?
Jura/ Wirtsch.und Verhaltenswiss.

Fakultät

22,12% 32,84% 23,93% 17,61% 3,50% ?
Institutsviertel 26,67% 15,34% 45,62% 5,38% 6,99% ?
gesamt
29,14% 25,30% 31,99% 9,23% 3,56% 18,15%

LHG Vorstand bestätigt

Auf der letzten Mitgliederversammlung wurde turnusgemäß ein neuer Vorstand gewählt. Hierbei kam es zur Bestätigung des Verstandes.

Dominic Demand bleibt Vorsitzender und führt die LHG in die heiße Phase der VS. Im Vorstand unterstützt wird er von Hendrik Jandel ( Finanzen) und Fabian Schäuble ( Presse).

 

LHG und RCDS präsentieren VS-Satzungsentwurf für ein Studierendenparlament

Die Liberale Hochschulgruppe (LHG) und der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) stellen gemeinsam ihren Entwurf einer Organisationssatzung für die Verfasste Studierendenschaft (VS) an der Albert-Ludwigs-Universität vor.

Im Zentrum des  gemeinsamen Entwurfs steht ein starkes, demokratisch legitimiertes Studierendenparlament (StuPa).  Dieses wird einmal im Jahr gewählt. Neben den 25 gewählten, stimmberechtigten Mitgliedern  sind die 4 gewählten studentischen Senatsmitglieder im StuPa vertreten. Sie sind ebenfalls stimmberechtigte Mitglieder des Organs und gewährleisten den Austausch zwischen Senat und StuPa.

Des Weiteren bindet das StuPa die Expertise der Fachschaften  mit ein. Die Fachschaften entsenden je Fakultät ein Mitglied mit beratender Stimme in das StuPa. Somit wird der Dialog zwischen den Fachschaften und den StuPa gewährleistet.  Zugleich können die Fachschaften ihre Autonomie wahren und  ihre exzellente Arbeit auf Fakultätsebene fortführen.  Um zudem die Mitarbeit und das Engagement jedes  Studierenden zu honorieren, hat jedes einzelne Mitglied der Studierendenschaft ein Antragsrecht im StuPa.

Die Gruppe der stimmberechtigten StuPa Mitglieder wählt aus ihrer Mitte die Mitglieder des Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA), der das Exekutivorgan ist. Der AStA setzt sich aus einem Vorsitzenden und den einzelnen Referatsleitern zusammen.

In den Augen von LHG und RCDS ist das StuPa durch seine durchweg demokratische Legitimation das beste Modell zur Vertretung der Anliegen aller Studierenden. Allein demokratisch gewählte Mandatsträger entscheiden  über gesamtuniversitäre Angelegenheiten. Die Erfahrung hat gezeigt, dass ein Modell, welches sich ausschließlich oder zum Großteil aus nicht demokratisch legitimierten Vertretern zusammensetzt, oftmals Einzelinteressen den Vorzug gibt. Das Allgemeinwohl würde damit tiefgreifend vernachlässigt werden.

Das StuPa schafft einen Querschnitt durch die Studierendenschaft der Freiburger Universität. Es eröffnet Fachschaften, Hochschulgruppen und anderen Wählervereinigungen sich zur Wahl zu stellen und ermöglicht allen gleichermaßen, ohne einzelne Gruppen zu bevorzugen, an der Zukunft unserer Universität mitzugestalten.