Voller Hörsaal für Podiumsdiskussion zum Rundfunkbeitrag

Vergangenen Montag veranstaltete die LHG Heidelberg eine Podiumsdiskussion zum Thema Rundfunkbeitrag und der heutigen Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Eingeladen waren Prof. Paul Kirchhof, Hermann Eicher, Hans-Joachim Otto und Norbert Häring. Moderiert wurde die Diskussion von Constantin von Ludwig. Über 120 Studierende und Interessierte nahmen an der Veranstaltung teil.

Prof. Kirchhof ist ehemaliger Bundesverfassungsrichter und Verfasser jenes Gutachtens, auf dessen die Reform des Rundfunkbeitrags zum 1. Januar 2013 folgte. Er leitete die Diskussion mit der damaligen Notwendigkeit eines neuen Modells ein. Das vorherige Modell forderte eine Anmeldung jedes einzelnen Empfangsgeräts. Heute vereinfacht, bezahlt jeder Haushalt einen fixen Betrag von 17,50€.

Während der Diskussion betonte er mehrfach wie wichtig eine politische Bildung der Bürger für eine Demokratie sei, dies ist die Hauptaufgabe eines öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Er räumte aber auch ein, dass viele gute Ideen während der Ausgestaltung des Modells verloren gingen.

Ein zentrales Thema war die Frage nach der Gerechtigkeit: Ein Familienhaushalt mit beispielsweise vier Personen zahlt den gleichen Beitrag wie ein Ein-Personen-Haushalt eines Studenten. Darüber debattierten vor allem Herr Eicher, Justitiar des SWR und Verteidiger des bestehenden Modells, und Hans-Joachim Otto (FDP), ehemaliger Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Medien im Bundestag. Letzterer sprach sich für eine personengebundene Abgabe aus.

Dr. Norbert Häring, Wirtschaftsjournalist beim „Handelsblatt“, erregte Aufmerksamkeit in Sachen Rundfunkbeitrag durch eine Bargeldaktion, in der er fordert, seinen Beitrag in bar zu zahlen. Am Verwaltungsgericht Frankfurt wird zur Zeit seine Klage verhandelt. Auch er sprach sich für eine personengebundene Abgabe aus und stellte außerdem noch die tatsächliche Unabhängigkeit des Rundfunks gegenüber dem Gesetzgeber in Frage.

Nach zwei Stunden lebhafter Diskussion zwischen den Rednern und dem interessierten und teilweise aufgebrachten Publikum endete die Veranstaltung über das vermeintlich „trockene“ Thema Rundfunkbeitrag. Offene Fragen konnten persönlich am Ende der Podiumsdiskussion noch bei Getränken und Snacks mit den jeweiligen Rednern erörtert werden.

Wir wollen an dieser Stelle noch einmal den Rednern danken, unserer Einladung gefolgt zu sein. Außerdem bedanken wir uns bei Euch, einem überaus aufmerksamen und teilnahmsvollen Publikum, und natürlich der Reinhold-Maier-Stiftung für die organisatorischen Belange.

Hier geht es noch zum Artikel der Rhein-Neckar-Zeitung über die Veranstaltung.

DSC_0565-2

Gefüllter Hörsaal 1 der Neuen Uni. Auf dem Podium v.l.n.r.: Prof. Paul Kirchhof, Hans-Joachim Otto, Constantin von Ludwig, Hermann Eicher, Norbert Häring

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einfach und (un-)fair? Eine Podiumsdiskussion zum Rundfunkbeitrag

Am Montag den 11. Januar organisieren wir zusammen mit der Reinhold-Maier-Stiftung eine Podiumsdiskussion zum Rundfunkbeitrag mit hochkarätigen Gästen.
Prof. Paul Kirchhof, der SWR-Justitiar Hermann Eicher, Hans-Joachim Otto (FDP), und Norbert Häring vom Handelsblatt werden ein Thema diskutieren, das uns alle wohl schon mal beschäftigt hat. Denn seit 2013 muss jeder monatlich 17,50 € an ARD und ZDF zahlen.

Aber brauchen wir überhaupt einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk? Ist ein Zwangsbeitrag angesichts von Netflix & Co. noch zeitgemäß? Ruiniert der Konkurrenzkampf mit dem Rundfunk nicht am Ende die Zeitungen?

Diese Fragen und alle weiteren, die ihr gerne stellen möchtet werden das Thema sein am nächsten Montag um 19:30 im Hörsaal 1 der Neuen Universität.

Es gibt Kleinigkeiten zum Essen und Trinken!
Wir freuen uns auf euch!

https://www.facebook.com/events/593300117488572/