22.06.2009

Krause: „Besetzung der Alten Universität schadet den Interessen der Studierendenschaft!“

pm2.jpgAm letzten Sonntag endete die Bildungsstreikwoche, die in Heidelberg mit vielen friedlichen, oft sehr originellen Aktionen für Aufsehen gesorgt hat. Während der Woche wurde in Radio, Zeitung und Fernsehen, regional und überregional über die Situation an den Universitäten und die Probleme der Studierenden berichtet. Der Bildungsstreik hat damit in Presse und Gesellschaft viel Anklang gefunden und viele Diskussionen um das Thema Bildung ermöglich. Leider stand das Ende der Woche im Schatten der Besetzung der Alten Universität, durch die eine Gruppe von Studierenden vermeintlich versuchen wollte, ein Gespräch mit dem Rektor zu erpressen.

Der Vorsitzende der Liberalen Hochschulgruppe Heidelberg, Sven Krause erklärt dazu: „Leider zeigen einige Studierende mit einer solchen Aktion, dass es ihnen gerade nicht um den Dialog über ihre Probleme geht. Es wird vielmehr eine Protestkultur gepflegt, deren oberstes Ziel es ist, Skandale zu produzieren. Damit schaden sie den Interessen der Studierendenschaft.“

In dieses Bild passt es, dass die Studierenden, die Stunden zuvor noch ihre Gremienvertreter gewählt hatten, nun von einer organisierten Studierendenvertretung nichts mehr wissen wollten. Sie äußerten stattdessen wild durcheinander und teilweise im Chor ihren Unmut. Dieser Kakophonie waren zwischen Trillerpfeifen zwar regelmäßig Worte wie „verfasste Studierendenschaft“, „Mitbestimmung“ und „Bologna“ zu entnehmen, es kam jedoch trotz aller Bemühungen kein Gespräch zustande, was dazu führte, dass man sich, offensichtlich im Unmut über die eigene Lage, dazu entschloss das Rektorat kurzerhand zu besetzen. Dabei bemerkte die polarisierte Menge offensichtlich nicht, dass der Dialog nicht an mangelnder Gesprächsbereitschaft beider Seiten, sondern an der kommunikationsfeindlichen Atmosphäre scheiterte.

„Insgesamt bleibt festzuhalten, dass das Verhältnis zwischen Rektorat und Studierenden weiteren Schaden genommen haben dürfte, was unsere Aussichten auf positive, studierendenfreundliche Veränderungen an der Ruperto Carola nicht gerade verbessert hat“, fasst Krause zusammen. „Vor allem die gerade gewählten Studierendenvertreter müssen ihr Amt nun im Schatten von Häuserbesetzung und Polizeieinsatz antreten. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir ausdrücklich, dass die Universität auf eine Strafverfolgung der Studierenden verzichtet.“


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