08.07.2009

Bericht zur Bundesmitgliederversammlung in Dresden

dresden2.jpgWo kann man sich mehr zu liberaler Hochschulpolitik inspirieren lassen, als in der barocken Elbmetropole Dresden? Einer Stadt, in der man in der letzten Dekade den Aufschwung Ost wie in keiner anderen miterleben konnte? Im Bundesland Sachsen, dass wie kein zweites ostdeutsches Bundesland in den Bereichen Bildung und Wirtschaft in den nationalen und internationalen Rankings brilliert?  So dachte auch der Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen, der seine diesjährige Bundesmitgliederversammlung vom 3.-5. Juli an der TU Dresden veranstaltete.

Während der Tagung wurden vordergründig hochschulpolitische Anträge diskutiert und verabschiedet. Die Lockerung der Anwesenheitspflicht an Universitäten war ein so heiß umstrittener Antrag: Denn auf der einen Seite sind manche Veranstaltungen für die Universität kostspielig und für den Studierenden elementar, auf der anderen Seite darf man durch Anwesenheitspflicht, gerade auch in Vorlesungen, die Freiheit, selbstständig lernen zu können, nicht beschneiden. Insofern einigten sich die Tagungsteilnehmer auf einen Appell an die Politik für weniger Anwesenheitspflicht im Studium. Ein anderer Antrag beschäftigte sich mit der Intransparenz der BAFöG-Vergabe und forderte die Einführung eines BAFöG, das unabhängig von eigenem Vermögen, Einkommen oder Einkommen der Eltern vergeben wird, und somit gleiche Voraussetzungen aller Studierenden für das Studium schafft. Auch hier wurde nach langer Diskussion der Antrag angenommen. Die Feststellung, dass an Universitäten oft der Denkmalschutz wichtiger bewertet wird als die Rechte Behinderte, thematisierte ein weiterer Antrag. Man sprach sich dafür aus, Menschen mit Behinderungen den Zugang zur Universität zu ermöglichen und gesetzliche Barrieren abzubauen. Zur Auflockerung wurden im Laufe des Wochenendes noch mehrere Grußworte an das Plenum gerichtet – u.a. von Cornelia Pieper (FDP) und Prof. Hermann Kokenge, Rektor der TU Dresden.

Neben hochschulpolitischer Diskussion stand aber auch die Erkundung der Stadt, die zurecht den Beinamen „Elbflorenz“ trägt, auf dem Programm. Egal ob bei einer Stadtführung, einem Rundgang durch die Gemäldegalerie mit Rafaels berühmter „Sixtinischer Madonna“, Tosca von Puccini in der Semperoper, Juwelen im Grünen Gewölbe oder einem Elton John-Konzert auf dem Theaterplatz: Jeder kam auf seine Kosten. Alles in allem also ein gelungenes Wochenende!


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