24.11.2010

Integration in Deutschland

989987_1_grundgesetz_cover.jpgAm Dienstag, den 16. November traf sich die LHG mit den Jungen Liberalen in der Kreisgeschäftstelle der FDP Heidelberg. Ausgehend von einer Vorstellung des kontrovers diskutierten Buches „Deutschland schafft sich ab“ von Thilo Sarrazin, stand an diesem Abend eine lösungsorientierte Debatte zum Thema „Integration in Deutschland“ im Mittelpunkt.Auch wenn Thilo Sarrazin bedauerlicherweise in wesentlichen Teilen seines Buches der Polemik den Vorrang gegenüber konkreten und humanen Lösungsansätzen zum deutschen Integrationsproblem einräumt, so hat er zumindest Sorge dafür getragen, der Gesellschaft erneut ins Gedächtnis zu rufen, dass die Integration von Migranten in Deutschland kein Selbstläufer ist, sondern der gezielten Handlung bedarf.

Wie schwierig es selbst für Liberale ist, einen Konsens darüber zu finden, wo Integration anfangen bzw. aufhören sollte, trat an diesem Abend deutlich zum Vorschein. Als kleinster gemeinsamer Nenner der Debatte kann jedoch das Anerkennen der deutschen Verfassung und der hiesigen Gesetzgebung genannt werden. Wesentliche Standpunkte waren darüber hinaus, dass die Kenntnis der deutschen Sprache ein wichtiger Pfeiler einer gelungenen Integration darstellt und ferner das Zusammenführen der unterschiedlichen Kulturen darauf abzielen sollte, jedem gleichermaßen die Teilhabe am gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Leben nicht zuletzt durch Bildung zu ermöglichen. Unter Respektierung der kulturellen Vielfalt sollte von Seiten des Staates zudem vermehrt das Engagement und die Vorbildfunktion von Migranten in den unterschiedlichen Bereichen unserer Gesellschaft gefördert werden.

Dass ein derart komplexes Thema in seiner Gesamtheit beleuchtet werden kann, war gewiss nicht zu erwarten. Der Abend hat jedoch gezeigt, dass die Integrationsproblematik in Deutschland, sofern sachlich diskutiert, viele Ansätze für Lösungsmöglichkeiten birgt. Das Treffen mit den Jungen Liberalen Heidelberg war somit ein voller Erfolg und lässt auch für zukünftige gemeinsame Veranstaltungen interessante und sensibilisierende Diskussionsrunden erwarten.


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