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Archiv der Kategorie 'Meldungen'

Sehr geehrtes Präsidium des KIT,

wir schätzen Ihre Bereitschaft, sich mit einer Delegation der protestierenden Studenten in den Hörsälen Benz und Daimler auseinanderzusetzen.

Gleichzeitig möchten wir Sie aber als gewählte Vertreter der Studierendenschaft, die wir zusammen bei der letzten Wahl mehr als ein Drittel der abgegebenen Stimmen erhalten haben, darauf hinweisen, dass diese Delegation jeglicher Legitimation für die Studenten zu sprechen entbehrt.

Eine Vertretung der Studenten kann einzig und allein über Beschlüsse des Studierendenparlaments stattfinden, sofern es sich nicht um Ergebnisse einer beschlussfähigen Vollversammlung oder einer Urabstimmung handelt.

Daher fordern wir Sie auf, die Forderungen und Meinungen der entsandten Delegation als das zu betrachten, was sie sind, nämlich die Stimmen einer Minderheit von aktuellen sowie ehemaligen Studenten, Schülerinnen und Schülern, die sich täglich nach freiem Entschluss im Benz-Hörsaal zusammenfinden um nach selbstauferlegten Regeln Beschlüsse zu fassen.

Mit freundlichen Grüßen,

Die Fraktion des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) Karlsruhe (TH)
Die Fraktion der Liberalen Hochschulgruppe (LHG) Karlsruhe

Die Besetzung zweier Hörsäle in Karlsruhe durch einige Studierende des Karlsruher Institut für Technologie am gestrigen Dienstag den 17.11.09 wird von der Liberalen Hochschulgruppe abgelehnt.

Die LHG Karlsruhe sieht in der Blockade von Universitätsgebäuden keine zulässige und demokratische Protestform. Insbesondere ist dies abzulehen da es sich um ausschliesslich zur Lehre verwendete Räumlichkeiten handelt, die somit lediglich den eigenen Mitstudierenden schadet.

Der Vorsitzende der LHG Karlsruhe Lothar Weichert hierzu: „Die Bestreikung und Blockade von Lehrveranstaltungen schadet nicht nur der deutlichen Mehrzahl der Studierenden die sich nicht an dieser Form des Protestes beteiligen. Es trifft hingegen keinen der eigentlichen Adressaten der Forderungen, insbesondere nicht die für die meisten Punkte zuständige Landesregierung. Dies kann auch die „Solidarisierungen“  und Verständnisbekundungen für die Protestierer aus den verschiedensten Bereichen von Kultur, Politik und Gesellschaft erklären.“

Der Vorsitzende Lothar Weichert weiter: „Dass die Leitung des KIT den konstruktiven Dialog mit den Besetzern sucht und eine Eskalation, z.b. durch eine Räumung, somit verhindert, begrüßen wir ausdrücklich. Ebenso ist das bisher besonnene Verhalten der Besetzer positiv anzuerkennen. Die Tatsache dass nun Konzerte und DJs organisiert werden deutet allerdings klar auf einen reinen Event-Charakter als auf eine zielgerichtete Demonstration hin.“

Die Liberale Hochschulgruppe kennt die Probleme im Bildungssystem und engagiert sich konstruktiv für Verbesserungen. Dafür den Universitätsbetrieb zu stören und mit sozialen Unruhen symbolische Medienaufmerksamkeit zu erhaschen ist aber kontraproduktiv. 

„Dass sich trotz der hohen Medienaufmerksamkeit lediglich ein sehr kleiner Teil der Studierendenschaft an den Protesten beteiligt zeigt, dass die Blockierer nicht für die Mehrheit der Studenten und Studentinnen stehen. Von einer großen demokratischen Legitimierung für die Besetzung kann daher auf keinen Fall gesprochen werden. Die Mehrzahl der Studierenden vom Besuch der Vorlesungen abzuhalten um den Forderungen einiger mediale Aufmerksamkeit zu geben ist abzulehnen.“ sagt Sonja Worch, Bundesschatzmeisterin der Liberalen Hochschulgruppen und Studentin am KIT.

Tatsächlich gibt es nach wie vor massive Probleme im Bildungssystem, insbesondere auch an den Hochschulen. Mehr als in den letzten dreißig Jahren findet aber zurzeit ein umfassender Reformprozess statt, der großflächig diskutiert wird und noch lange nicht beendet ist. Die Zusage von 18 Mrd. Euro für Exzellenzinitiative, von der insbesondere die Universität Karlsruhe bereits massiv profitiert hat, Hochschulpakt

und den Pakt für Forschung und Entwicklung von Bund und Ländern ist nach den zahlreichen Bemühungen der letzten Jahre ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Wir sind lange nicht am Ziel, aber so zu tun, als würde nichts getan, ist reine Täuschung.

Die Pressemitteilung als PDF

EILMELDUNG

Die LHG Karlsruhe spricht sich gegen die aktuelle Besetzung von Hörsälen am KIT aus und lehnt diese Form des Prostests strikt ab.

In Kürze mehr.

LHG Karlsruhe wählt neuen Vorstand

Die Mitgliederversammlung der LHG Karlsruhe hat am 25. Mai einen neuen Vorstand gewählt.
Neuer Vorsitzender ist Lothar Weichert, 2. Semester Informationswirtschaft. Als neuer Finanzreferent wurde ebenfalls einstimmig Michael Cech, 8. Semester Informatik, gewählt. Zuständig für Publikation und Öffentlichkeitsarbeit im neuen Vorstand ist der bisherige Vorsitzende Jan Rauland, 10. Semester Wirtschaftsmathematik.

Der neue Vorstand bedankt sich für die geleistete Arbeit bei Anna und Claudia die nach zwei Jahren im Vorstand nicht mehr kandidierten da sie ein Auslands- bzw. Praktikumssemester planen.

Vergangenes Wochenende (30.1 -1.2) fand in Berlin im Thomas-Dehler-Haus die Bundesmitgliederversammlung der Liberalen Hochschulgruppen statt. Die LHG Karlsruhe war mit 4 Mitgliedern vor Ort und konnte sich so in den interessanten und erfolgreichen Diskussionen einbringen.

Sonja Worch und Anna Bogutzki aus Karlsruhe wurden mit hervorragenden Wahlergebnissen in den Bundesvorstand gewählt. Sonja, StuPa-Mitglied und bisher im Bundesverband zuständig für Organisation, kümmert sich ab sofort um die Finanzen. Anna, Senatorin und StuPa-Mitglied in Karlsruhe, übernimmt von Sonja das Ressort der Organisation.

Herzlichen Glückwunsch und eine erfolgreiche Arbeit an beide!

Nähere Informationen zum Bundesverband unter : www.bundes-lhg.de

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