Kamingespräch mit der Leiterin des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland in Kehl Frau Jutta Gurkmann

Am 18. Juni 2008 veranstaltete die liberale Hochschulgruppe Kehl in Kooperation mit dem Politikreferat der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl ein Kamingespräch mit Frau Jutta Gurkmann, der Leiterin des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland in Kehl. Zunächst stellte Frau Gurkmann die Einrichtung, die Teil des europäischen Kompetenzzentrums in Kehl ist, den rund 15 Studierenden vor.  Das Europäische Verbraucherzentrum nimmt sich, im Gegensatz zu den übrigen nationalen Verbraucherzentren, grenzüberschreitenden Fällen innerhalb der EU an. Dieses Feld wird immer bedeutender, da internationaler Warenhandel sowohl durch die offenen Grenzen als auch das Internet, selbst für „Otto Normalverbraucher“ längst zur Normalität gehört. Dadurch entstehen neue, bisher unbekannte Probleme insbesondere im deutsch-französischen Grenzgebiet. Die Studenten nutzten gern ihre Chance Fragen zu stellen und Frau Gurkmann beantwortete diese offen und umfangreich. Großes Interesse zeigten die Studierenden an den Inhalten ihrer Arbeit.Frau Gurkmann berichtete in diesem Zusammenhang, dass sich die 23 Mitarbeiter allen Verbrauchern, ohne Rücksicht auf den Streitwert annehmen und ein Hauptproblem darin bestünde, zu ermitteln, welches nationale Recht gelte. Generell zähle das Recht des Landes in dem der Handel stattfinde, bei einem Internetgeschäft sei die Sachlage allerdings schwieriger zu beurteilen.  Da die Dienstleistungen des Europäischen Verbraucherzentrums für die Verbraucher kostenlos sind, machte sie darauf aufmerksam, dass die Finanzierung der Institution zur Hälfte von EU-Mitteln und zur anderen Hälfte von öffentlichen deutschen und französischen Mitteln getragen werde. Im Jahr 2007 waren alleine in Kehl rund 1800 Fälle zu bearbeiten.

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