Studium generale an der HS Kehl zum Thema “Demografischer Wandel und die Auswirkungen auf die Kommunalverwaltung“

Am 18.03.2009 fand an der Hochschule Kehl der zweite Vortrag im Rahmen des studium generale statt. Das Thema war Frau Laurischk„Der demografischer Wandel und seine Auswirkungen auf die Kommunalverwaltung“. Die Veranstaltung wurde von Mitgliedern des Politikreferats und der LHG Kehl organisiert. Als Referentin konnte die FDP-Bundestagsabgeordnete Frau Sibylle Laurischk gewonnen werden. Frau Laurischk ist Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion für die Bereiche Integration und Migration, Seniorenpolitik und bürgerschaftliches Engagement im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Darüber hinaus ist sie Stadträtin in der Stadt Offenburg, wo sich auch ihre Anwaltskanzlei befindet, in der sie mit dem Schwerpunkt im Bereich des Familienrechts tätig ist.

Frau Laurischk begann ihr Referat, indem sie zunächst die Ursachen des Wandels herausarbeitete, die sie in einer niedrigen Geburtenrate von 1,36 Kindern pro Frau, einer stetig steigenden Lebenserwartung und einer Wanderungsbewegung junger Frauen von Osten nach Westen begründet sieht. Dadurch werde die demografische Struktur in einzelnen Regionen verzerrt.

Anschließend ging sie auf die Bedrohungen, aber auch die Chancen ein, vor denen die Kommunen angesichts dieses Wandels stehen.

Kostenremanenz bei Schulen und der kommunalen Daseinsvorsorge auf der einen Seite, sowie drohende Engpässe bei Senioreneinrichtungen aufgrund gestiegener Nachfrage auf der anderen Seite, sieht sie kritisch. Als Teil einer Lösung dieser Herausforderungen sollte jungen Familien bessere Betreuungsangebote für ihre Kinder eröffnet werden, um Beruf und Erziehung miteinander vereinbaren zu können. Durch diese Maßnahme werde ein Anreiz für die Entscheidung zu mehr Kindern in Deutschland gesetzt.

Als Abschluss ihres Vortrages schloss sie mit dem Satz:“Bildung ist die soziale Frage der Zukunft!“.

Nach der Möglichkeit in der Aula Fragen an Frau Laurischk zu stellen, konnten 5 Studierende mit Frau Laurischk im Gasthaus “Lamm” den Abend bei gutem Essen und Gesprächen zum politischen Zeitgeschehen ausklingen lassen.

Bericht über die Veranstaltung im Rahmen des Studium Generale vom 25.06.2008

Am 25.06.2008 fand die Veranstaltung mit dem Thema „Kommunalpolitik 2010 zwischen Apologie und Euphemismus – Rechtfertigung und Schönfärberei oder Visionen?“ in der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl statt.

Der Vortrag mit anschließender Diskussion wurde von der LHG Kehl in Zusammenarbeit mit dem Politikreferat und der Hochschule organisiert. Als Referent konnte der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Kißlegg im Allgäu, Fredo Endres, gewonnen werden.
Herr Endres forderte die Politiker dazu auf, nicht auf kurzfristige Ziele zu setzen, auch wenn dies angesichts einer vergreisenden Gesellschaft verlockend wäre. Denn die Notwendigkeit, Wahlen gewinnen zu müssen, verführe dazu, kurze grobe Ziele in Aussicht zu stellen. Politiker sollten stattdessen aber langfristige Ziele verfolgen, die sich auch auf spätere Generationen beziehen, denn nur so könne wirklich etwas verändert und den Problemen unserer heutigen Zeit begegnet werden.
Dafür müsse ein Politiker zuerst Sachthemen auf den Prüfstand stellen und nach besseren Lösungen suchen und dann, bei der Durchsetzung dieser Lösungen, auch einmal Vorreiter sein und Widerstand aushalten.
Und so müsse sich nach Herrn Endres auch das Verwaltungshandeln ändern, es dürfe keine Kommunalpolitik der Quantität mehr geben, sondern eine Kommunalpolitik der Qualität. Heutzutage sei es oftmals so, dass einzelne Kommunen für Probleme wie zu hohe Kindergartengebühren keine Lösungsstrategien entwickeln wollten, sondern die Verantwortung „nach oben“ abweisen würden. Dies sei aber der falsche Weg, da gerade innovative Lösungen seiner Meinung nach am besten in kleinen dezentralen Einheiten, also in Kommunen, entwickelt werden können.
Und so seien speziell die künftigen Führungskräfte von dieser Aufgabe betroffen. Lernbereitschaft, Gewissenhaftigkeit und Kommunikationsfähigkeit seien dafür unerlässlich. Diese Führungskräfte müssten Anstöße geben und auch auf innovative Vorschläge ihrer Mitarbeiter reagieren. Damit solche Vorschläge überhaupt zustande kommen könnten, müsste jede Führungskraft die Rahmenbedingungen für eine größtmögliche Selbstmotivation ihrer Mitarbeiter schaffen.
Herr Endres erzählte dann, dass er in seiner 16-jährigen Amtszeit als Bürgermeister auch neue Wege gegangen sei, indem er die Kindergartengebühren in seiner Gemeinde abgeschafft habe.
Doch forderte er in seinem Vortrag nicht nur die Verwaltung zu einem Umdenken auf. Auch der Bürger müsse umdenken und sich mehr am politischen Handeln beteiligen.
Wo die Verwaltung zukünftig aufgrund von Geldmangel versage, müsse der Bürger ehrenamtlich einspringen.
Als die Herausforderung unseres Jahrhunderts bezeichnete Herr Endres letztendlich den Klimawandel. Der Klimawandel bedürfe zwar einer globalen Lösung, diese würde aber vor eines jeden Haustür anfangen. So sei es auch in Kommunen besonders wichtig, dass sie in Zukunft verstärkt auf erneuerbare Energien setzen.
In diesem Zusammenhang bezeichnete er das in seiner Gemeinde 1980 gebaute erste unabhängig beheizte Schul- und Sportzentrum als sein nachhaltigstes Projekt. Dieses Schul- und Sportzentrum werde nur mit erneuerbaren Energien betrieben, wie zum Beispiel mit Erdwärme beheizt, und benötige keinerlei staatliche Zuschüsse mehr. Bei der Durchführung dieses Projekts sei auch er damals auf beachtliche Widerstände gestoßen und habe die Technik zuerst in seinem eigenen Haus testen müssen.


Meldungen des Landesverbands

LHG-BW freut sich über Beschluss der JuLis BW

LHG Landesvorsitzender beim Grußwort auf dem Landeskongress der JuLis

LHG Landesvorsitzender beim Grußwort auf dem Landeskongress der JuLis

Vergangenes Wochenende wurde beim 72. Landeskongress der Jungen Liberale Baden-Württemberg über liberale Ideen der jungen Generation und ihre programmatische Ausrichtung diskutiert. Für die liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg und ein selbstbestimmtes Studium im Ländle ist unser Landesvorsitzender Björn Flechtner direkt vor Ort und richtete ein Grußwort an die Delegierten und Gäste.

Besonders freuen wir uns, dass sich die JuLis der Beschlusslage der LHG angeschlossen haben und jetzt ebenfalls unmissverständlich für das „hochschul“-politische Mandat eintreten.

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LHG-BW bekommt Zuwachs: Gründung der LHG Pforzheim

Konstituierende Sitzung der neuen LHG Pforzheim

Konstituierende Sitzung der neuen LHG Pforzheim

Selfie mit Ehrengast Hans-Ulrich Rülke

Selfie mit Ehrengast Hans-Ulrich Rülke

Mit der Liberalen Hochschulgruppe Pforzheim hat sich heute eine neue Liberale Hochschulgruppe in Baden-Württemberg um ihren Vorsitzenden Marcel Peter konstituiert und wird an der Hochschule Pforzheim frische, liberale Ideen in die studentische Hochschulpolitik einbringen.

Zu diesem besonderen Anlass besuchten der Vorsitzende der FDP/DVP-Fraktion im baden-württembergischen Landtag Hans-Ulrich Rülke sowie der Landesvorsitzende der Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg Björn M. Flechtner die neu gegründete LHG und gratulierten dem aktuell 13-köpfigen Team zu ihrem Einsatz für Freiheit, Eigenverantwortung und selbstbestimmtes Studieren.

Wir gratulieren Marcel Peter herzlich zu der Wahl wünschen dem gesamten Team viel Erfolg bei seinen Projekten für die liberale Sache an der Hochschule Pforzheim!

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Jubiläum: 30 Jahre LHG-BW

Die Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg feiern ein Jubiläum: 30 Jahre LHG-BW.

Zu diesem Jubiläum lädt der Landesverband Liberaler Hochschulgruppen Baden-Württemberg alle Mitglieder und Freunde der liberalen Sache herzlich auf das wunderschön gelegene Schloss Weitenburg im Neckartal zu einem dreitägigen Jubiläumsseminar ein.

Zahlreiche Gäste werden bei dieser Gelegenheit über die Geschichte, aktuelle Entwicklungen sowie Chancen für die Zukunft des Liberalismus in Deutschland und Europa sowie der liberalen Hochschulpolitik referieren:

Judith Skudelny MdB: Generalsekretärin der Freien Demokraten Baden-Württemberg & Stv. Vorsitzende der baden-württembergischen FDP-Landesgruppe im Deutschen Bundestag

Jochen Haußmann MdL: Stv. Fraktionsvorsitzender der FDP/DVP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg & Vorsitzender des Verwaltungsrats der Reinhold-Maier-Stiftung

Prof. Dr. Helmut Haussmann: Bundeswirtschaftsminister a. D.

Piotr Oliński: Koordinator der Region Kujawien-Pommern der Jungen Modernen (Młodzi .Nowocześni) & Blogger beim Magazin Liberté!

Maja Freiermuth: Generalsekretärin Jungfreisinnige Schweiz & Co-Fraktionspräsidentin der FDP-Fraktion des Einwohnerrats Zofingen

Alexander Schopf: Ehrenvorsitzender des Landesverbands Liberaler Hochschulgruppen Baden-Württemberg

Johannes Dallheimer: Bundesvorsitzender des Bundesverbands Liberaler Hochschulgruppen

Das komplette Jubiläumsseminar ist für euch kostenlos, inklusive Unterkunft und Verpflegung. Verbindliche Anmeldungen sind an unseren Landesvorsitzenden Björn M. Flechtner per Mail (bjoern.flechtner[at]lhg-bw.de) zu schicken.

Wir freuen uns auf euch und hoffen, möglichst zahlreich auf weitere 30 Jahre liberalen Erfolg an den Hochschulen im Ländle anstoßen zu können!

Programm Jubiläumsseminar 30 Jahre LHG-BW

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