Justiziariat unterbindet Vortrag mit Dr. Christopher Gohl

+++ PRESSEMITTEILUNG DER LHG ZUR ABSAGE DER VORTRAGSVERANSTALTUNG +++

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Das Justiziariat der Uni Konstanz hat sich dazu entschieden, die Vortragsveranstaltung mit Dr. Christopher Gohl am 5. Mai zu streichen. Die LHG kritisiert die Uni-Leitung für dieses Vorgehen massiv.

Der Vortrag unter dem Titel „Mehr Schweiz – mehr Demokratie, mehr Freiheit?“, wird folglich nicht wie geplant stattfinden können, da das Justiziariat auf willkürlichste Art und Weise einen direkten Zusammenhangdes Events zur Europawahl am 25. Mai konstruierte. Angeblich handele es sich bei Herrn Dr. Gohl, der als Mitarbeiter des Weltethos-Instituts der Uni Tübingen referieren sollte, um einen„Repräsentant(en) einer Partei“. Außerdem berühre die Thematik eine „unmittelbar wahlkampfrelevante Fragestellung“.

Für Nils H. Ullrich, Vorsitzender der LHG Konstanz, ist klar: „Die Entscheidung des Justiziariats ist ein absoluter Skandal. Bereits Mitte Februar wurde das Event angekündigt und von der Uni genehmigt. Die Veranstaltung nun mit weniger als einer Woche Vorlauf zu streichen bedeutet für uns einen immensen finanziellen Schaden, da sie bereits durch Flyer und Plakate beworben wurde. Daher erwarten wir von der Uni-Leitung nun ein Entgegenkommen bezüglich eines Ersatz-Termins für die Veranstaltung.“

 

Einladung zum Vortragsabend mit Dr. Christopher Gohl

+++ Perspektiven auf den Liberalismus +++

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Die Schweiz gilt wegen ihrer ausgeprägten direkten Demokratie und dem eidgenössischen Bürgersinn als Vorbild eines freiheitlichen Staats. Der Schutz der Privatsphäre und Eigentumsverhältnisse, die plebiszitären Elemente politischer Mitbestimmung und der Steuerwettbewerb machten das Land zu einem Hort an Liberalität, Demokratie und Wohlstand, so das gängige Urteil über die Eidgenossenschaft. Aber stimmt das denn auch?
Seit der Volksabstimmung gegen mehr Zuwanderung und eine wachsende europakritische Haltung ändert sich das öffentliche Bild der Schweiz.
Was kann Deutschland, was können Liberale sich von der Schweiz abschauen – und was nicht? Mit einem Blick über Bodensee und Hochrhein ins Nachbarland sollen neue Perspektiven auf den Liberalismus eröffnet werden.

Nach seinem Studium in Tübingen, Washington D.C. und Potsdam organisierte Dr. Christopher Gohl seit 2005 innovative Prozesse politischer Beteiligung, so zum Beispiel die politische Mediation zum Ausbau des Frankfurter Flughafens. Seit 2012 lehrt und forscht er an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen zu Fragen weltbürgerlicher Verantwortung in der Wirtschaft und ist dort Koordinator Public Dialogue am Weltethos-Institut.

MONTAG, 05. MAI, 19 UHR
A 701, UNIVERSITÄT KONSTANZ