Wahlprogramm 2019

Die LHG Mannheim sieht in der Universität der Zukunft einen Ort, der Studierende für ihre Zukunft bildet und Forschung Freiraum bietet. Studierende sollen die Universität entsprechend ihrer Neigungen und Wünsche selbst mitgestalten können. Der Aufbau des Studiums soll in bestimmten Grenzen von ihnen frei gewählt werden. Ziel der Universität der Zukunft ist es, verantwortungsvolle und kompetente Persönlichkeiten auszubilden, die aus ihrem Studium für sich selbst, aber auch für die Gesellschaft größtmöglichen Nutzen ziehen können. Für Studierende geht es darum, Eigenständigkeit zu erlangen und die eigene Persönlichkeit und die eigenen Fähigkeiten zu entfalten. Deshalb leitet die Universität der Zukunft Studierende zu selbständigem, interdisziplinärem, wissenschaftlichem Arbeiten an. Sie vermittelt Fachwissen, wissenschaftliche Methodik und die Befähigung zu selbstständigem lebenslangem Lernen. 🙂

Anbei findet ihr unser Wahlprogramm: Wahlprogramm der LHG Mannheim 

Kurzmitteilung

StuPa-Bericht 08.05.2019 🙂
Im letzten StuPa der laufenden Amtsperiode gab es wie immer viel zu tun, u.a. wurde Stellung zum Haushaltsbericht 2017 genommen und jedeMenge wichtiger Anträge besprochen.
Zum Haushaltsbericht 2017:
Wenig sorgfältige Belege und ein fragwürdigesArbeitsverhältnis mit dem ehemaligen Beauftragten für den Haushalt hatten für einekatastrophale Haushaltsführung im Jahr 2017gesorgt. Unter anderem waren auch die Anordnungsbefugnis und Zahlbarmachung in Personalunion geführt. Wir freuen uns dennoch über die aufwendige Aufarbeitung des Haushaltsjahres 2017, die auch durch einen externen Prüfer bestätigt wurde.
Zu den Anträgen:
Einen großen Teil der Zeit hat der erste Antrag zur Einrichtung eines AK Fetenausschuss eingenommen. Dieser Ausschuss soll die Fetenveranstaltungen besser untereinander und mit anderen Gremien koordinieren. Wir begrüßen hier insbesondere das große Engagement der Fachschaften, die damit die VS noch professioneller machen.
Große Diskussionen gab es vor allem zu zwei Themen:
1. Sollten andere Organe der VS dazu verpflichtet werden, die Werbung einer Fachschaft zu verbreiten? Wir begrüßen definitiv die gemeinsame Bekanntmachung von Schneckenhofpartys und hoffen, dass das weiter so gut funktioniert. Wir haben uns allerdings in einem Änderungsantrag dazu eingesetzt, dass sich die Organe eher selbstverpflichten als dass sie diese Pflicht auferlegt bekommen. Wir sehen insbesondere die Problematik, dass der AStA dazu verpflichtet werden würde.
2. Sollte der Fetenausschuss hochschulöffentlich tagen? Wir sind der Meinung, dass dieser grundsätzlich unter Ausschluss der Öffentlichkeittagen soll, weil die Veranstaltungen viele Interna enthalten und es häufig schwierig ist, sensible Themen von nicht-sensiblen Themen zu trennen. Die Transparenz geht dennoch nicht verloren, weil die Mitglieder des AKs dem StuPa gegenüber jederzeit rechenschaftspflichtig sind und das hochschulöffentliche Gremium StuPa somit dennoch von allen wichtigen Entscheidungen erfährt. Wir finden es ebenfalls richtig, dass der AStA-Vorstand auf Antrag einzuladen ist, um kritische Themen direkt gemeinsam zu besprechen.
Ebenfalls haben wir – wie jedes Jahr – eine Wahlkampfvereinbarung für den kommenden Wahlkampf beschlossen.
Zusätzlich gab es einen Antrag zur „Frist ist Frust-Kampagne“ (initiiert von Gewerkschaften), der beschlossen wurde. Diese setzt sich damit auseinander, dass viele – vom Hochschulpakt finanzierte – Stellen, auch bei uns an der Uni, befristet werden. Da sich nun der Hochschulpakt zu einer dauerhaften Finanzierungsgrundlage zu entwickeln scheint, fehlt zumindest mittelfristig damit die Begründung für eine Befristung von solchen Stellen. Unabhängig vom Thema finden wir es überhaupt nicht gut, dass das Bündnis nur von linken Gruppen getragen wird. Weder der RCDS noch die LHG wurden überhaupt gefragt, ob sie unterstützen wollen. Da fragt man sich natürlich, ob es überhaupt gewollt ist, dass die Kampagne von einer breiten Mehrheit getragen wird.
Unser Änderungsvorschlag der Akkreditierungsordnung wurde leider abgelehnt. Wir wollten, dass sich religiöse Initiativen und politische HSGen ebenfalls akkreditieren dürfen anstatt in einem völlig undurchsichtigen Zustand nur geduldet zu werden. Neben praktischen Überlegungen steckt dahinter vor allem der Gedanke, dass wir erstmal gleichgestellt sind und genauso Rechte und Pflichten wie andere Initiativen haben. Darüber hinaus kann man immer noch besondere Regelungen für HSGen einführen, wie es auch jetzt schon in der Wahlkampfzeit der Fall ist. Dass andere HSGen dadurch benachteiligt werden, stimmt überhaupt nicht und war auch nie unser Ansinnen.

Auch unser gemeinsamer Antrag mit dem RCDS zur Aufnahme der StuPa-Sitzungen per Audio wurde leider nicht ausreichend unterstützt. Zumindest wurde unser zweiter gemeinsamer Antrag zur Änderung der Mehrheit für eine Geschäftsordnungsänderung des StuPas beschlossen. Wir möchten, dass Änderungen der Geschäftsordnung nur mit einer 2/3 Mehrheit zulässig sind (statt mit einer einfachen Mehrheit). So kann sichergestellt werden, dass die Änderung von einer breiten Mehrheit getragen wird. Das war längst überfällig!

Wir freuen uns nun auf den kommenden Wahlkampf. Wir danken allen, mit denen wir konstruktiv diskutiert und gemeinsam Anträge eingereicht haben, und freuen uns auf eine neue Amtsperiode.

Bericht aus dem 2. StuPa des FSS 2019

Kurzmitteilung

StuPa-Bericht 10.04.2019 🙂
Prof. Dr. Puhl:
Am vergangenen Mittwoch war Prof. Dr. Puhl, der Rektor der Uni, auf unsere Initiative hin zu Besuch. Wir hatten letztes Semester einen Antrag diesbezüglich gestellt und finden es wichtig, dass sich der Rektor einer Uni zur studentischen Selbstverwaltung bekennt und diese auch mal zu Gesicht bekommt.
Zuvor haben wir bereits Themenvorschläge gesammelt, die der Reihe nach durchgegangen wurden. Uns interessierten insbesondere die Themen der #Digitalisierung, die Transparenz des Uni-Haushaltes, die Anerkennung von #Ausbildungsabschlüssen sowie die #Raumvergabe an politische Hochschulgruppen.

Es wurde klar, dass #Drittmittel zur Grundfinanzierung der Universität gehören und unverzichtbar sei. Der Anteil der Drittmittel privater Unternehmen mache gerade mal 10% der gesamten Drittmittel aus, so Puhl (der Anteil der Drittmittel am gesamten Haushalt betrage ebenfalls 10%). Zudem zeige sich die Uni offen für weitere Drittmittel. Das finden wir gut! Auch werden private finanzierte Stiftprofessuren abgelehnt, die einzig und allein dem Zweck dienen, dem Geldgeber zuzuarbeiten und die freie Forschung einzuschränken. Finden wir genauso richtig! Schade finden wir, dass kein Verbesserungsbedarf bei den jetzigen geltenden Transparenzrichtlinien gesehen wird. Es geht nicht darum, Unternehmen schlecht zu machen, weil sie die Uni mitfinanzieren. Es sollten lediglich Informationen bereitgestellt werden, damit sich jeder selbst eine Meinung über möglichen Einfluasmöglichkeiten bilden kann.
Auch beim Thema Digitalisierung geht es in der Uni endlich #voran. In den nächsten Semestern sollen Vorlesungsaufzeichnungen in den größeren Hörsälen vollautomatisiert werden. Ob für das ganze Thema „Digitale Lehre“ an einer 12.000-Studierenden-Uni eine einzige Vollzeitstelle ausreichend ist, halten wir für mehr als fraglich. Wir finden es schade, dass hier Dozierende im Stich gelassen werden.
Schockiert wurden wir allerdings beim Thema Ausbildungsanerkennung. Hier werde kein Mehrwert gesehen, Erleichterungen für Studierende mit abgeschlossener Berufsausbildung anzubieten. Es gäbe vielmehr die Sorge, dass dadurch der gute Ruf/der Stempel der Uni zugrunde geht. Den Weg finden wir absolut falsch. KMK, HRK, Bundesregierung und sonstige Akteure haben seit Jahren darauf hingewirkt, dass die Landeshochschulgesetze mehr Anerkennung zulassen. Der Ball liegt bei den Hochschulen. Wie geil wäre es, wenn die Uni Mannheim hier als eine der ersten Universitäten Deutschlands vorlegt und bei der Zulassung und bei Modulen mehr (am besten auch noch bei gewissen Abschlüssen standardisiert) anerkennt. Es ist ja wohl ein schlechter Scherz, wenn man für die Zulassung ganze 4 von 135 Punkten für eine abgeschlossene (eigentlich dreijährige) Berufsausbildung bekommt und einzelne Grundlagenmodule 1 zu 1 doppelt belegen muss. Niemand möchte irgendwelche Mastermodule oder weitergehende Module ersetzen; die Qualität der Lehre ist überhaupt nicht in Gefahr. Und was für ein toller Stempel wäre das denn für die Uni Mannheim, wenn sie hier Vorreiter wäre?! Ausbildungsordnungen beinhalten meistens bereits standardisierte Leistungskataloge. Lasst es uns doch mal Ernst meinen mit der Anerkennung beruflicher Bildung – hier im akademischen Elfenbeinturm.
Auch beim Thema Raumvergabe an politische Hochschulgruppen sind wir mehr als unzufrieden. Uns wurden in den letzten Wochen mehrere Veranstaltungen untersagt. Das geschah ohne allgemein zugängliche Richtlinien (Was dürfen wir eigentlich?), kurzfristig und ohne Begründung, geschweige denn Ansprechpartner. Wir können allgemein die Geisteshaltung der Universität überhaupt nicht nachvollziehen, sechs Monate vor Wahlen jegliche Veranstaltungen von politischen HSGen zu untersagen. Eine Staatssekretärin durfte nicht kommen. Christian Lindner durfte nicht kommen. Genauso wenig wie der Polizeipräsident, der über das neue Überwachungspilotprojekt in Mannheim reden wollte. Wir finden: Wir wollen doch gar keine Dauerwahlkampfveranstaltung. Wir wollen, dass Lehre immer vorgeht. Wir wollen allerdings eine sinnvolle Ergänzung zum Lehrangebot, sodass genug Möglichkeiten bestehen, sich zu informieren, über den Tellerrand zu blicken oder auch Gegenmeinungen zu hören. Das macht doch gerade eine demokratische Streitkultur aus?! Es sollte grundsätzlich alles zugelassen werden, solange unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung gewahrt wird. Im Zeitraum von zwei Wochen vor Wahlen finden wir es – aufgrund des direkten wahlkampfähnlichen Charakters – legitim, politische Veranstaltungen zu untersagen. Aber sonst grundsätzlich nicht.
Zumindest wurde uns zugesichert, dass das in Zukunft anders laufen soll.
Nichtsdestotrotz haben wir uns sehr gefreut, dass Herr Puhl zu Gast war und sich den kritischen Fragen und Anmerkungen gestellt hat. Wir hoffen das wird zur #Regelmäßigkeit. 🙂

Satzungsbeauftragter:
Kurz zum Hintergrund: Nachdem die LISTE letzte Sitzung einen nicht gewählten Abgeordneten untergemogelt hatte (Was wir definitiv nicht gutheißen) und auch noch andere Zweifel an Abstimmungen hatte, wurde dieses Thema auf die Tagesordnung gebracht. Wir finden es – ungeachtet von der Meinung zu diesem Thema – sinnvoll, solche Angelegenheiten im Parlament zu klären, wenn diese bilateral – zwischen Präsidium und Satzungsbeauftragten – nicht lösbar sind. Es geht hier nicht darum, irgendwem Manipulation oder sonstiges Verschulden zu unterstellen, sondern viel eher darum, so etwas ernst zu nehmen und im Zweifel Abstimmungen zu wiederholen. Bei uns sollte jede Stimme zählen; das muss Teil unseres demokratischen Grundverständnisses sein. Wir finden es schade, dass die zweifelhaften Abstimmungen nicht direkt wiederholt wurden, freuen uns aber dennoch, dass erreicht wurde, dass sich die Konfliktparteien nochmal zusammensetzen und nach einer Lösung suchen. Das ist in unser aller Interesse. 🙂

Anträge:
Wie bereits erwähnt haben wir – zusammen mit der Juso HSG Mannheim und dem RCDS Mannheim – einen Antrag zur Raumvergabe an politische Hochschulgruppen eingebracht. Wir fordern im Prinzip genau das, was schon weiter oben zu lesen ist: Gleichbehandlung von Initiativen/HSGen und anderen Organen der VS, grundsätzliche Zulassung aller Veranstaltungen von uniinternen Gruppierungen, Verbot von Veranstaltungen im Zeitraum von zwei Wochen vor Wahlen sowie eine Begründung bei Ablehnung. Hinzugefügt wurde lediglich, dass die Gleichbehandlung auch für religiöse Gruppierungen sowie die Promovierenden gelten sollte. Für uns selbstverständlich. Wir fragen uns ohnehin, warum man eine solche Sorge vor studentischen religiösen Hochschulgruppen hat, die sich nicht mal akkreditieren dürfen. Wir dachten wir sehen die Studierenden als mündige Bürger an?! Unser gemeinsamer Antrag wurde schließlich einstimmig angenommen. Danke an dieser Stelle für die Zusammenarbeit!
Zudem haben wir noch zwei Anträge zur Mensa beraten.
1. Es wurde beantragt, die Salz-/Pfeffertütchen durch Pfeffer- und Salzstreuer zu ersetzen. Das finden wir richtig! Die Tütchen sind doppelt beschichtet und produzieren #unnötig Müll. Wir finden es daher nur folgerichtig, Pfeffer- und Salzstreuer an der Essensausgabe aufzustellen, da diese niemanden in seinen Essensgewohnheiten einschränken.
2. Der andere Antrag bezog sich auf die aktuelle Lage bei veganen und vegetarischen Gerichten. Wir vertreten die Auffassung, dass vegane und vegetarische Gerichte – trotz hoher Nachfrage – viel zu wenig berücksichtigt werden. Gleichzeitig möchten wir anderen Studierenden nicht ihre Wahlfreiheit einschränken. Daher finden wir die Idee super, bei Menü 1 und Menü 2 einfach immer eine vegetarische Variante (neben dem eigentlichen Menü) anzubieten. Das selbstständige vegetarische Gericht möchten wir dagegen durch ein veganes Menü ersetzen, damit wirklich alle frei wählen können. Es ist schon eine Unverschämtheit, Veganern entweder patatas bravas, vegane Schnitzel ohne veganer Sauce oder Salat als einzige Essensmöglichkeit zu verkaufen. Dann doch bitte richtig und preiswert für alle. Von einer Aktionswoche, in der ausschließlich vegane und vegetarische Gerichte angeboten werden, halten wir überhaupt nichts. Wir vertreten die Auffassung, dass jede Person – basierend auf umfassender Information (Wo kommt das Fleisch her? Wie wurden die Tiere gehalten? Aber auch: Wo wurden dies und jenes angebaut? Wie viele Emissionen hat solches verursacht?) – selbst entscheiden sollte, was sie isst und was nicht. Alles andere ist Paternalismus und appeliert nicht an das #Verantwortungsgefühl der Menschen. 🙂

#lhgmannheim