18. Januar 2012: Der Tag, an dem die englischsprachige Version der Wikipedia schwarz blieb.
Imagine a World Without Free Knowledge
For over a decade, we have spent millions of hours building the largest encyclopedia in human history. Right now, the U.S. Congress is considering legislation that could fatally damage the free and open Internet. For 24 hours, to raise awareness, we are blacking out Wikipedia. Learn more.
Als ich heute an Neujahr die “Sonderzeitung zu Stuttgart 21″ vom “Bündnis Bahn für Alle” im Briefkasten fand, erblickte ich gleich auf der Titelseite einen Bericht von Walter Sittler mit dem Titel “Verantwortliche ohne Verantwortung?”. Die Zeitung war im Übrigen mit einer persönlichen Widmung versehen, von wem auch immer, vielleicht sogar von diesem Herrn Sittler: “Alles Gute fürs Neue Jahr mag es uns Glück bringen”. Ich las also, was in diesem Artikel steht. Ich zitiere:
Warum eine Sonderbeilage zu Stuttgart21 und zur Volksabstimmung in Baden-Württemberg? Nicht in erster Linie, weil die Projektbefürworter im Vorfeld der Volksabstimmung vom 27. November 2011 Methoden angewandet haben, die fragwürdig sind. Auch nicht primär, weil die Deutsche Bahn AG das markanteste Gebäude der Stadt Stuttgart abreißen will, ohne zu wissen, ob das Projekt S21 je zu Ende gebracht werden kann.”
Hier habe ich dann aufgehört zu lesen. Zumindest bei diesem Artikel. Bei den anderen habe ich nur mal so die Überschriften angeschaut. Auch diese will ich dem geneigten Leser nicht vorenthalten:
“Ein Projekt gegen Recht und Gesetz – Stresstestmanipulation”
“Der Hauptbahnhof in Stuttgart – Ein architektonisches Meisterwerk wird zerstört”
“Unverantwortliche Kulturschande”
“Ein gigantischer technischer Betrug?”
“Das war kein Stresstest”
“Mensch und Versagen”
“Wahnsinn mit Methode…”
Und, das fand ich besonders interessant: “Kretschmann will in die Geschichtsbücher eingehen. Das lässt er sich nicht durch ein Bahnhöfle kaputt machen”
Finde ich es irritierend, dass hier weiterhin bewusst versucht wird, Öl ins Feuer zu gießen? Ja. Und von wem? Steht da alles drin: Attac, BUND, Grüne Jugend, GRÜNE LIGA, IG Metall, Jusos in der SPD, Linksjugend Solid, ProBahn Berlin-Brandenburg, Robin Wood, Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken, VCD Brandenburg, Landesvorstand der Linken in Baden-Württemberg und noch ein paar anderen Organisationen und Privatleuten. Und was halte ich jetzt davon?
Ich kann diese Hetze langsam nicht mehr ab. Herr Sittler, liebe Verfasser der “Sonderzeitung zu Stuttgart 21″, verhalten sie sich endlich wie Demokraten, wenn sie wirklich welche sind, was ich nach Lektüre dieser Sonderzeitung wirklich in Frage stelle und kennen sie das Ergebnis der Volksabstimmung an! Und, lieber Walter Sittler, werfen Sie nie wieder Müll in meinen Briefkasten! Und nein, Ihnen ist es nicht gelungen, mir Neujahr zu versauen. ;-)
Gelungen ist Ihnen aber, dass ich mich so richtig freue. Und zwar auf das hier:
Eine Entdeckung im Rektoramt der Universität Stuttgart auf der Tafel der Ehrenbürger: “2004 Mubarak, S.” Es handelt sich hierbei tatsächlich um Suzanne Mubarak, der Frau des gestürzten ägyptischen Staatspräsidenten Husni Mubarak.
Ob in 2004 Träger dieser Auszeichnung aus Protest gegen die Verleihung ihre Ehrenbürgerwürde zurückgegeben haben, ist dem Verfasser nicht bekannt. Es scheint demnach doch ein Unterschied zum Bambi vorzuliegen.
Es gibt noch andere Themen als Stuttgart 21. Ich bin von da, ich kann das belegen.”
Als ich Sonntag durch Berlin lief, kam ich an mehreren Demonstrationszügen vorbei: Koptische Christen demonstrierten gegen die blutigen Übergriffe auf ihre Landsleute in Ägypten, in Deutschland lebende Jemeniten gegen das Regime in ihrem Heimatland. Mit Demonstrationen kenne ich mich aus, lebe ich in der Region Stuttgart. Nur scheint mir, ist in meiner Heimat der Blick auf das Wesentliche vielmals verdeckt, wird hier allmontäglich doch gegen einen Bahnhofsumbau demonstriert. Weltweite Menschenrechtsverletzungen spielen indes keine Rolle. Ist das Maß verloren gegangen? Kämpfen in Stuttgart Bürger um morsche Bäume und den Erhalt vermuteter Juchtenkäfer, geht es in weiten Teilen der restlichen Welt um ganz existentielle Probleme. Eine Rückbesinnung auf das, was wirklich wichtig ist, erscheint mir persönlich dringend notwendig. Es gibt noch andere Themen als Stuttgart 21. Ich bin von da, ich kann das belegen. In weiten Teilen der Welt gilt wirklich “Nichts ist erledigt!”. Für Stuttgart kann ich das nicht behaupten.
Die Geschichte eines großen Erfinders, von ihm selbst erzählt: Steve Jobs über sein Leben, seine Entscheidungen und seine Krankheit. Ein Ansporn – für jeden von uns:
Erst wenn
der letzte Baum gerodet
der letzte Fluss vergiftet
der letzte Fisch gefangen
werdet Ihr feststellen
daß man Geld
nicht essen kann!”
Weissagung der Cree
Erst wenn
das letzte Zukunftsprojekt verhindert,
das letzte Wachstum abgewürgt,
der letzte Arbeitsplatz verjagt ist,
werdet Ihr feststellen,
dass man von Widerstand
nicht leben kann!”
Neue Stuttgart-21-Umfrage im Auftrag der FU Berlin – Falscher Film?
Es soll mal wieder eine neue Umfrage zu Stuttgart 21 vorliegen. Diesmal von TNS Infratest Politikforschung im Auftrag der Freien Universität Berlin, genauer Prof. Dr. Peter Grottian von ebendieser, laut Wikipedia“ein deutscher Sozialwissenschaftler und politischer Aktivist des linken Spektrums” und wer´s nicht glaubt, hier eine Kostprobe seines Wirkens bei einer Gegen-Stuttgart-21-Großdemo:
Zitat aus der Stuttgarter Zeitung online vom 7. August, die Umfrage betreffend:
Laut Umfrage befürworten - ähnlich wie in früheren Untersuchungen - rund 50 Prozent der Befragten das Projekt, 35 Prozent sind dagegen, 15 Prozent unentschieden. […] 69 Prozent der rund 1000 Befragten sprachen sich Anfang August für eine ernsthafte Verhandlung des Vorschlages (von Heiner Geißler) aus.“
Die Meldung läuft derzeit überall in den Medien. Die Umfrage selbst habe ich nur nirgends gefunden. Wer wurde da befragt und warum sieht das Ergebnis bei der Umfrage der Stuttgarter Zeitung bei facebook doch etwas anders aus und warum wird diese Umfrage nicht medienweit zitiert? Da kann sich fast niemand die Geißlersche Lösung vorstellen: 65,68 % für S21, 26,38 % dagegen und nur 7,94 % für den Vorschlag von Heiner Geißler. Und dies bei 2.961 Antworten. Ich bin wirklich sehr verwundert, nach welchen Kriterien Nachrichten zu S21 in heutigen Tagen forciert werden…
Es gibt Fotos, da glaubt man gar nicht, dass es sie wirklich gibt. Und da es solche Fotos nun eben mal doch gibt, sollte tunlichst darauf geachtet werden, dass sie vielleicht besser nicht veröffentlicht werden. Hier ist so eines. Untertitel:
“Ministerpräsident Winfried Kretschmann MdL bekommt von Nobelpreisträger eine voll auf die…”
Zeigen können wir das Foto leider nicht, da das Copyright beim Staatsministerium liegt. Den Link zum Bild geben wir aber gerne an.
Und die Moral von der Geschicht? Sortiere weiter Bilder nicht. Ist doch auch viel lustiger so, liebes Staatsministerium… ;-)
Beitrag auf der Reibfläche von vor gut 13 Monaten zum Ausbruch des Eyjafjallajökull. Ein Rückblick:
Der Blick nach oben: Der Himmel vor den Gebrüdern Wright und nach dem Ausbruch des Vulkans unter dem Gletscher Eyjafjallajökull ähnelte sich auf interessante Art…
Das Foto links zeigt, wie der Himmel vor der Erfindung des Flugzeugs aussah, das rechte Foto, wie er nach dem Ausbruch des Vulkans unter dem Gletscher Eyjafjallajökull auf Island derzeit aussieht. Der letzte Ausbruch ereignete sich von 1821 bis 1823. Es bleibt zu hoffen, dass der jetzige nicht auch wieder mehrere Jahre anhält und die Kondensstreifen auch irgendwann mal wiederkehren.
Interessant dürfte durchaus sein, ob sich nach dem Vulkanausbruch Auswirkungen auf das Weltklima zeigen. Eine komplette Einstellung des Flugverkehrs und die anthropogene Ausbringung von Aerosolen in diesen Mengen in die Atmosphäre zu Testzwecken, hätte die Deutsche Forschungsgemeinschaft garantiert nicht gefördert.
Sollte dem Hochschulsystem in Baden-Württemberg grün-rote Politik nicht bekommen, dann können Studenten ja immer noch ins Ausland wechseln. Aber nicht mehr nach Österreich, wie dieser Film belegt. Selten so gelacht. ;-)
Hagen Rether in der WDR-Sendung Mitternachtsspitzen vom 4. September 2010: Beeindruckend, wie es Rether gelingt, der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten und die Gutmenschen vor den Kadi zu bringen. Prädikat wertvoll! Absolut sehenswert!
Vielleicht eine Mahnung des Bürgers, vielleicht nur ein frommer Wunsch, der da zu lesen ist… Und doch gilt der alte Satz “Veritas vincit – Die Wahrheit siegt”. Würde er nicht mehr gelten, dann hätte niemand jemals auch nur im Traum daran gedacht, “Guttbye” zu rufen!
Die griechische Finanzkrise ist eine Haushaltskrise Griechenlands, die mit der Verschuldung des griechischen Staates in der Folge der Finanzkrise ab 2007 zusammenhängt und mit einer Destabilisierung der europäischen Gemeinschaftswährung einher ging. Um einen Staatsbankrott Griechenlands abzuwenden, einigten sich die europäischen Staats- und Regierungschefs auf ein Rettungspaket aus Krediten. Diese werden am Markt aufgenommen und mit einem Risikoaufschlag an Griechenland weitergegeben.
Genau so muss Selbstkritik aussehen, zumindest aus Sicht vieler Journalisten, um nochmals die Selbstkritikdebatte um Guido Westerwelle aufzumachen… Und Demut, ja Demut… Der Jürgen Klopp, also der hat das ja echt voll drauf. ;-)