Im Gedränge während der Loveparade in Duisburg starben am 24. Juli 2010 16 Menschen, fünf weitere starben später im Krankenhaus. Über 500 Menschen mussten ärztlich behandelt werden.
Samstag: 14.00 Uhr - Beginn der Loveparade
15 Wagen aus sechs Ländern setzen sich in Duisburg in Bewegung. Anders als in den Vorjahren gibt es keine Parade durch die Stadt. Stattdessen umkreisen die Wagen, auch Floats genannt, das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs, wo auch die Bühnen für die Live-Acts aufgebaut sind. Nach Angaben der Polizei sind zwischen neun und 14 Uhr 105.000 Menschen mit dem Zug nach Duisburg angereist. Tausende kamen mit Bussen oder Autos.
Vor dem Beginn der Loveparade sagte der Veranstalter Rainer Schaller der Nachrichtenagentur AP, er rechne trotz der Menschenmassen nicht damit, dass der Platz abgesperrt werden müsse: “Da passen 1,6 Millionen Menschen drauf, die Zahl werden wir heute nicht erreichen, höchstens 1,4 Millionen“, so Schaller. Später wird in Agenturmeldungen die Besucherzahl auf eine Million Menschen geschätzt, teilweise ist auch von 1,4 Millionen die Rede.
16.30 Uhr - Besucherstau und Bahnhofsperrung
Nachrichtenagenturen melden, dass wegen des großen Andrangs der Duisburger Hauptbahnhof gesperrt wurde, um einen geordneten Zugverkehr zu gewährleisten. Zudem ist von einem “Besucherstau” vor dem Gelände die Rede. Dieser Stau ensteht allerdings schon bevor das Veranstaltungsgelände überhaupt geöffnet wird. Spätere Ermittlungen ergeben, dass Besucher erst um zwölf Uhr eingelassen werden. Ursprünglich geplant war elf Uhr, doch zu diesem Zeitpunkt gibt es noch Planierarbeiten im Eingangsbereich, so dass die Besucher sich vor dem verschlossenen Gelände drängen.
17.00 Uhr - Beginn der Abschlussveranstaltung
Tödliche Falle Nottreppe
Auf der Hauptbühne beginnt um 17 Uhr das Programm mit Live-Gigs. Dies zieht weitere Besucher an, die zu diesem Zeitpunkt auf das Gelände wollen.
Zunächst geht man davon aus, dass kurz nach 17 Uhr die tödliche Massenpanik am Haupteingang ausbricht. Zwei Tunnel führen zu diesem Zugang, sie unterqueren die A59 und die Bahngleise. In der drangvollen Enge hinter dem Tunnel macht sich Panik breit. Besucher versuchen verzweifelt, der Menge zu entfliehen, drücken Absperrzäune nieder und klettern Böschungen oder Laternen hoch. An einer schmalen Nottreppe, die an der äußeren Tunnelmauer hochführt, kommt es nach Polizeiangaben zu den tödlichen Unfällen. Besucher fallen auf den Boden, werden niedergetrampelt oder ersticken.
Spätere Ermittlungen, Augenzeugenberichte und Filmaufnahmen von Teilnehmern, führen allerdings zu der Erkenntnis, dass es schon um 16.15, spätestens aber um 16.30 Uhr zu den panikartigen Reaktionen unter den Wartenden im unteren Teil der Rampe kommt. Bereits gegen 17.02 Uhr werden den Einsatzkräften erste Opfer gemeldet.
17.34 Uhr - “Wegen Überfüllung geschlossen”
Die Polizei meldet: “Das Veranstaltungsgelände ist zur Zeit wegen Überfüllung geschlossen.” Die Polizei gibt über Lautsprecher Hinweise an die Teilnehmer und bittet sie zurück in Richtung Hauptbahnhof zu gehen.
17.57 Uhr - Erste Meldungen von Toten
“… offenbar zehn Personen getötet.”>
Drei Minuten vor sechs kommt die erste Polizeimeldung: “Im Verlauf einer Massen-Panik im Tunnel der Karl-Lehr-Straße sind nach bisherigen Erkenntnissen offenbar zehn Personen getötet, zehn Personen reanimiert und etwa 15 Personen verletzt worden.” Die Zahl der Opfer, die in der Nähe des Tunnels sterben, steigt später auf 16, drei weitere Menschen sterben noch in der Nacht im Krankenhaus. Die Zahl der Verletzten wird später mit 342 angegeben…
Paul (* 26. Januar2008 im Atlantischen Ozean bei Weymouth, Dorset) ist ein Krake, der als Orakeltier für die Vorhersage von Spielergebnissen bei internationalen Fußballturnieren bekannt wurde. Er lebt in dem Großaquarium Sea Life Centre im nordrhein-westfälischen Oberhausen. Besondere Medienbekanntheit erreichte Paul, als er während der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 als Kraken-Orakel (auch: Oktopus-Orakel oder Okrakel) insgesamt acht Spielausgänge – Sieg oder Niederlage – korrekt „voraussagte“, darunter die sieben aufeinanderfolgenden Begegnungen mit deutscher Beteiligung sowie das Endspiel der WM 2010. Laut Aussagen seiner Betreuer wird es keine weiteren Voraussagen von Paul geben.[1]
Kraken-Orakel
Einsatz als Orakeltier, Mechanismus der Vorhersagen
Paul wurde im Sea Life Centre in Oberhausen als Attraktion für die Besucher des Großaquariums bereits zweimal als Kraken-Orakel bzw. Oktopus-Orakel für die Vorhersage von Spielausgängen bei großen Fußballturnieren eingesetzt: Bei der Fußball-Europameisterschaft 2008 (Euro 2008) und bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 (WM 2010). Bislang erwiesen sich fast alle seine Voraussagen als richtig, lediglich die deutschen Begegnungen gegen Kroatien und gegen Spanien bei der Euro 2008 hat er als Orakel falsch vorhergesagt.
Jeweils einige Tage vor dem Spiel wurden zwei gleichartige Deckelboxen aus Plexiglas in das Aquarium gesenkt. Die Boxen enthielten Wasser und Futter in Form einer Miesmuschel[6]. Auf der Betrachterseite waren die Boxen mit der jeweiligen Nationalflagge der beiden Länder beklebt, deren Fußball-Nationalmannschaften gegeneinander antreten sollten. Pauls Futterauswahl galt dann als Vorhersage des späteren Siegers.
Bei der WM 2010 wählte er acht Mal in Folge die Box mit der richtigen Flagge aus. Darunter fallen die fünf Siege der deutschen Nationalmannschaft gegen Australien, Ghana, England, Argentinien und Uruguay sowie die beiden Niederlagen gegen Serbien in der Vorrunde und Spanien im Halbfinale.[7] Am 9. Juli tippte Paul erstmals ein Spiel ohne deutsche Beteiligung und sagte zutreffend einen Sieg Spaniens im Finale gegen die Niederlande voraus.[8]
Junge Liberale Baden-Württemberg – Noten für Erwerbslose gefordert Verfasst von Erik Raidt, veröffentlicht am 11. 06. 2010 in der Stuttgarter Zeitung (StZ) in einem vierspaltigen Artikel und bislang online hier zu finden. Jetzt aber nicht mehr, wie folgender Text zeigt: “Seite nicht verfügbar”
Aber wer ist überhaupt dieser dort vielzitierte Markus Roth (29), Doktorand an der Uni Stuttgart? Der im Artikel namentlich genannte Demonstrant ist kein Mitglied der Jungen Liberalen. Die Jungen Liberalen haben derweil Strafanzeige bei der Stuttgarter Polizei gestellt. Wie kann es aber sein, dass die Stuttgarter Zeitung den Artikel von Herrn Erik Raidt veröffentlicht, ohne diesen auf seinen Wahrheitsgehalt zu prüfen? Und wie kann es sein, dass Raidt diesen Artikel überhaupt schrieb, ohne den Sachverhalt auf Wahrheitsgehalt überprüft zu haben? Und was bedeutet das bezüglich des Wahrheitsgehalts von Artikeln, die in der Stuttgarter Zeitung generell veröffentlicht werden generell? Es besteht ein gewisser Grund zur Sorge. Als treuer Leser der Stuttgarter Zeitung sehne ich mich nicht nach dem Tag, an dem statt “Seite nicht verfügbar” etwas ganz anderes zu lesen sein könnte: “Zeitung nicht verfügbar”. Dazu darf es nicht kommen. Liebe StZ, sparen sie nicht an der Redaktionsarbeit, sonst sparen sich irgendwann ihre Leser ihre Zeitung!
Hier der Artikel, wie er bis heute Nachmittag im Internet zu lesen war (Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2520704_0_9223_-die-jungen-liberalen-wollen-arbeitslose-benoten.html):
Es ist Tag drei, nachdem die schwarz-gelbe Koalition in Berlin das größte Sparpaket der Geschichte angekündigt hat. In Stuttgart brennt zur Mittagszeit die Sonne auf den nüchternen Bau der Agentur für Arbeit im Nordbahnhofviertel. Vor der Drehtür stehen drei Mitglieder der Jungen Liberalen Baden-Württemberg. Sie tragen gelbe Schals mit dem Parteilogo, sie wollen denjenigen, die Unterstützung vom Staat bekommen, erklären, warum es jetzt völlig richtig sei, dass manche dieser Leistung gekürzt werden sollen.
Markus Roth, 29, schreibt gerade an seiner Doktorarbeit im Fach Philosophie an der Uni Stuttgart. “Guten Tag, ich bin von den Jungen Liberalen und würde gerne mit ihnen über das Sparpaket reden”, sagt Roth und drückt einer Frau einen Zettel in die Hand, auf dem die örtliche Nachwuchsorganisation der FDP fünf Thesen zur großen Politik formuliert hat. Zwei davon lauten: “Streichung des Elterngelds für ALG-II- Empfänger, denn Armut soll sich nicht reproduzieren! Streichung des Heizkostenzuschusses für Wohngeldempfänger, damit alle ökologischer und effizienter Heizen!”
HORST – Präsident von Deutschland – Ein Drama in sechs Jahren
PERSONEN KÖNIG Franz-Josef (der Geist)
HORST, Präsident von Deutschland
ANGELA, HORSTs Kanzlerin
KARL-THEODOR, Verteidigungsminister
Die Szene ist in Berlin.
ERSTER AKT, VIERTE SZENE, Die Terrasse
HORST, ANGELA und KARL-THEODOR treten auf.
HORST
Die Luft geht scharf, es ist entsetzlich kalt.
ANGELA
’s ist eine schneidende und strenge Luft.
HORST
Was ist die Uhr?
ANGELA
Ich denke, nah an zwölf.
KARL-THEODOR
Nicht doch, es hat geschlagen.
ANGELA
Wirklich schon?
Ich hört es nicht; so rückt heran die Stunde, Worin der Geist gewohnt ist umzugehn.
Was stellt das vor, mein Präsident?
HORST
Der König wacht die Nacht durch, zockt vollauf,
Hält Schmaus und taumelt den niedrigen Euro;
Und wie er Züge Rheinweins niedergießt,
Verkünden schmetternd Aktien und Derivate
Den ausgebrachten Markt.
ANGELA
Ist das Gebrauch?
HORST
Nun freilich wohl. Doch meines Dünkens, bin ich eingeboren
Und drin erzogen schon, ists ein Gebrauch, Wovon der Bruch mehr ehrt als die Befolgung.
Dies schwindelköpfge Zocken macht verrufen
und fürwahr, es nimmt
Von unsern Taten, noch so groß verrichtet,
Den Kern und Ausbund unsers Wertes weg.
So geht es oft mit einzeln Menschen auch,
Das Dämm und Schanzen der Vernunft oft einbricht,
Auch wohl durch Angewöhnung, die zu sehr
Den Schein gefällger Sitten überrostet -
Daß diese Menschen, sag ich,
Und wären ihre Tugenden so rein
Wie Gnade sonst, so zahllos wie ein Mensch
Sie tragen mag: in dem gemeinen Tadel
Steckt der besondre Fehl sie doch mit an,
Der Gran von Schlechtem zieht des edlen Wertes
Gehalt herab in seine eigne Schmach. Den Rest lesen »
Laura Schlessinger ist eine US-Radio-Moderatorin, die Leuten, die in ihrer Show anrufen, Ratschläge erteilt. Kürzlich sagte sie, als achtsame Christin, daß Homosexualität unter keinen Umständen befürwortet werden kann, da diese nach Leviticus 18:22 ein Greuel wäre.
vielen Dank, daß Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen. Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Moses 3, Leviticus 18:22, wo klargestellt wird, daß es sich dabei um ein Greuel handelt.
Ende der Debatte.
Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind,
a) Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich,daß dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev.1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?
b) Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?
c) Ich weiß, daß ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev.15:19-24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich hab versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.
d) Lev. 25:44 stellt fest, daß ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, das würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?
RALEIGH, NC—A coalition of geologists are challenging the way we look at global stone reserves, claiming that, unless smarter methods of preservation are developed, mankind will eventually run out of rocks.
“If we do not stop using them up at our current rate, rocks as we know them will be a thing of the past,” renowned geologist Henry Kaiser said at a press conference Tuesday. “Igneous, metamorphic, even sedimentary: all of them could be gone in as little as 500,000 years.”
“Think about it,” Kaiser added. “When was the last time you even saw a boulder?”
The scientists warned that, although people have long considered the world’s rock supply to be inexhaustible, it has not created a significant number of new rocks since the planet cooled some 3.5 billion years ago. Moreover, the earth’s rocks have been very slowly depleting in the last century due to growing demand for fireplace mantels, rock gardens, gravel, and paperweights.
Kaiser claims that humanity has “wreaked havoc” on the earth’s stones by picking them up, carrying them around, and displacing them from their natural habitat.
“A rock can take millions of years to form, but it only takes a second for someone to skip a smooth pebble into a lake, and then it is gone.” Dr. Kaiser said. “Perhaps these thoughtless rock-skippers don’t care if they leave our planet completely devoid of rocks, but what about our children? Don’t they deserve the chance to hold a rock and toss it up and down a few times?”
Continued Kaiser, “We are on a collision course to a world without rocks.”
Das Foto links zeigt, wie der Himmel vor der Erfindung des Flugzeugs aussah, das rechte Foto, wie er nach dem Ausbruch des Vulkans unter dem Gletscher Eyjafjallajökull auf Island derzeit aussieht. Der letzte Ausbruch ereignete sich von 1821 bis 1823. Es bleibt zu hoffen, dass der jetzige nicht auch wieder mehrere Jahre anhält und die Kondensstreifen auch irgendwann mal wiederkehren.
Interessant dürfte durchaus sein, ob sich nach dem Vulkanausbruch Auswirkungen auf das Weltklima zeigen. Eine komplette Einstellung des Flugverkehrs und die anthropogene Ausbringung von Aerosolen in diesen Mengen in die Atmosphäre zu Testzwecken, hätte die Deutsche Forschungsgemeinschaft garantiert nicht gefördert.
Um eine gleichmäßige
Abnutzung des textilen
Bodenbelags zu gewährleisten,
bitten wir alle Benutzerinnen
und Benutzer, diesen Gangabschnitt nur noch mittig zu betreten.
Philipp Rösler bei der Tagung der Deutschen Krankenhausgesellschaft:
Es heißt dann, aus gut informierten Kreisen haben wir gehört, der Bundesminister für Gesundheit plant demnächst, nackt über die Friedrichstraße zu laufen. Bevor sie die Chance haben, darauf zu reagieren, kommt gleich die Stellungnahme aus den Fraktionen. Mein neuer Kumpel Dr. Lauterbach meldet sich als allererster zu Wort. Soso, nackt über die Friedrichstraße laufen, so ist der Rösler von der FDP, das ist die gelebte soziale Kälte. Der Koalitionspartner, lieber Jens Span, ist zwar netter, aber nicht ohne Kritik, der sagt, das hat der junge Minister falsch verstanden, wir wollen nicht nackt rennen, wir wollen nackt scannen. Breite Unterstützung von meiner eigenen Fraktion, liebe Frau Flach. Wenn die Steuern gesenkt werden und die Rahmenbedingungen stimmen, dann wird der Rösler auch bald wieder was zum Anziehen haben, dafür wird der Markt schon sorgen. Und wenn ich dann versuche, das klarzustellen und sage, hört mal zu, Freunde, dass ihr es gleich wisst, ich hatte nie vor, nackt über die Friedrichstraße zu laufen, dann heißt es, aha, haben wir uns gleich gedacht, so jung und frisch ist der gar nicht mehr, der traut sich ja nichtmal im kommenden Frühling nackt über die Friedrichstraße zu laufen, Rösler rudert zurück.”
Einfach nur peinlich oder perfektes virales Marketing? Rekrutierungsvideos im Vergleich. Heute: Österreich gegen Ukraine! Selber Plot und gar nicht so verschieden…
Zur Autorin:Prof. Dr. Miriam Meckel, geb. 1967, ist Professorin für Corporate Communication und geschäftsführende Direktorin am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen, Schweiz und Beraterin für Kommunikationsmanagement und Public Affairs und war einst Staatssekretärin unter Peer Steinbrück in NRW.
[Westerwelle, die] Argumentkonstrukt, das vornehmlich in auf öffentliche Aufmerksamkeit und Erregung ausgerichteten deutschen politischen Debatten verwendet wird und auf kurzfristige Wirkeffekte zielt.
Die Westerwelle besteht in ihrer Grundform aus drei Phasen:
1. Exposition: Oft eingeführt mit dem Satzbestandteil „Es kann nicht sein dass …“. Der Verwender der Westerwelle formuliert damit eine Selbstverständlichkeit als provokante These, die den Beginn des sich räumlich und zeitlich verändernden Diskursfeldes markiert.
2. Eskalation: Wenn es doch sein kann, dass die öffentlich zur Diskussion gestellte These auf Widerspruch trifft, wird im zweiten Anlauf mit dem Ziel, mehr Wortmaterie durch den virtuellen Raum zu transportieren, die These durch ein behauptetes Sprechverbot verstärkt („Man wird ja wohl noch sagen dürfen, dass …“).
3. Endphase: Die These wird teilweise zurückgenommen, modifiziert, ins Allgemeine verwässert oder ins Gegenteil verkehrt. Inhaltlicher Bestandteil des Argumentkonstrukts sind dann lediglich noch Allgemeinplätze, die allerdings durch eine vermeintlich verstärkende Formulierung eingeleitet werden (z.B. „Ich bleibe dabei ….“). Diese sollen – wenngleich dem ursprünglichen Argumentkonstrukt widersprechend – rhetorische und inhaltliche Konsistenz suggerieren.
Die Westerwelle wird als Sprach- und Erregungskonstrukt bevorzugt in solchen politischen Debatten eingesetzt, mit denen die Debattenführer von anderen Themen ablenken oder diese aus dem Aufmerksamkeitsfokus der Öffentlichkeit hinausdrängen wollen. In physikalischer Hinsicht gehört die Westerwelle im Gegensatz zur mechanischen Welle in die Kategorie der Gravitationswellen, die sich in einem Vakuum ausbreiten können.”
Stefan Mappus ist nun Ministerpräsident in Baden-Württemberg und möchte Landesvater sein, nicht Feindbild. Vor allem aber will er Pannen wie die seines Vorgängers Oettinger vermeiden.
Anhand der Geschenke konnte man ganz gut erkennen, was für ein Mensch Stefan Mappus ist, der neue Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Ulrich Goll, Justizminister vom Koalitionspartner FDP schenkte ihm zur Wahl am Mittwoch ein grünes Stoffkrokodil.“Mappi-Schnappi, das kleine Krokodil” hatte Goll den neuen Regierungschef genannt, der dem Vorgänger Günther Oettinger ganz gern das Leben schwermachte mit seiner Art.”