Allahs Avantgarde?


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Aus dem Uni-Spiegel Februar 2007:

Rotes Tuch / Viele muslimische Studentinnen tragen das Kopftuch. Warum?
Die Zahl der Kopftuch tragenden muslimischen Studentinnen wächst. Sie wollen allerdings keinen Gottesstaat errichten, sondern Karriere machen.

Was das Stück Stoff auf dem Kopf einer muslimischen Frau bedeutet, darüber streiten seit Jahrzehnten Forscher und Feministinnen. Für Emma-Herausgeberin Alice Schwarzer, die frühere niederländische Abgeordnete Ayaan Hirsi Ali und die Autorin Seyran Ates ist es ein Zeichen der Unterdrückung der Frau und gehört abgeschafft. Die Bremer Forscherin Karakaüsoÿglu sah das Kopftuch in einem Gutachten für das Bundesverfassungsgericht im Fall der Kopftuch tragenden Lehramtsanwärterin Fereshta Ludin 2003 dagegen vorrangig als religiöses Symbol. Entscheidend sei im Einzelfall, warum es getragen werde. Die Interpretationsschlacht hat längst auch die Campus-Politiker erreicht. Der Landesverband Baden-Württemberg der Liberalen Hochschulgruppen forderte schon 2004 ein Kopftuch-Verbot an Universitäten. Bedeckte Häupter seien ein “Zeichen für die Unterdrückung der Frau”, so der Landesvorsitzende Alexander Schopf, 29. Sein eigener Bundesverband freilich hat nichts gegen Kopftücher, Kippa oder Kreuze an den Hochschulen. Iman Hadji, Vorstandsmitglied der Islamischen Hochschulvereinigung in Köln, sagt: “Viele suchen gerade deshalb stärker Halt in der Religion,weil der Islam von aussen in die Kritik geraten ist.” Hadji, die Islamwissenschaft studiert, trägt selbst kein Kopftuch. Sie kennt mehrere Studienanfängerinnen, die ihr Haar künftig bedecken wollen.

HIER gibt’s den ganzen Artikel: http://service.spiegel.de/digas/servlet/epaper?Q=USP&JG=2007&AG=1&SE=1 (nach kosteloser Registrierung)

Geposted von Alexander Schopf am 24.02.2007 | In Islamismus, Bildung |

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