Blei: Ein verkanntes Element? Nicht am Stuttgart-21-Bauzaun!

obenbleien1.jpg Blei ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Pb (lateinisch plumbum) und der Ordnungszahl 82. Es ist ein giftiges Schwermetall und steht in der 4. Hauptgruppe (Kohlenstoffgruppe) und 6. Periode des Periodensystems. Blei ist leicht verformbar und hat einen vergleichsweise niedrigen Schmelzpunkt.

obenbleien.jpgDie Isotope 206Pb, 207Pb und 208Pb sind die schwersten stabilen Atome. Mit der magischen Protonenzahl 82 kann diese Stabilität erklärt werden. Bei 208Pb liegt ein so genannter doppelt magischer Kern vor. Bleiisotope treten als Endprodukte von dreien der vier natürlichen Zerfallsreihen der radioaktiven Elemente auf. Dadurch ist relativ viel Blei entstanden, weshalb es in der Erdkruste im Vergleich zu anderen schweren Elementen (Quecksilber, Gold u. a.) häufig vorkommt.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Blei | Foto: Johannes Zeller

“Imagine a World Without Free Knowledge” – Niemals!

bildschirmfoto-2012-01-18-um-180419.png18. Januar 2012: Der Tag, an dem die englischsprachige Version der Wikipedia schwarz blieb.

Imagine a World Without Free Knowledge

For over a decade, we have spent millions of hours building the largest encyclopedia in human history. Right now, the U.S. Congress is considering legislation that could fatally damage the free and open Internet. For 24 hours, to raise awareness, we are blacking out Wikipedia. Learn more.

Make your voice heard


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Die Schweizer Rechte hat ein neues Feindbild entdeckt: die deutschen Professoren.

Deutsche Professoren sind nicht überall willkommen.

Der Angriff kam erstaunlich spät. Schon seit Jahren übersiedeln immer mehr Deutsche in die Schweiz, angezogen von guten Lebensbedingungen und vielen freien Stellen. In der Schweiz gilt seit 2007 die sogenannte »volle Personenfreizügigkeit« mit den alten Ländern der Europäischen Union. Wer einen Arbeitsvertrag hat, kann kommen. Über eine Viertelmillion meist gut ausgebildeter Deutscher arbeiten heute in der Eidgenossenschaft. Die Schweizer Volkswirtschaft ist froh darüber. Das komfortable Gesundheitswesen etwa würde ohne Deutsche zusammenbrechen.

Links - Rechts

Aber erst letzten November sagte Christoph Blocher, Übervater, abgewählter Bundesrat und 69-jähriger Chefstratege ad infinitum seiner Schweizerischen Volkspartei (SVP): »Es kann doch nicht sein, dass jetzt – mitten in der Rezession – immer noch jeden Monat tausend Deutsche in die Schweiz kommen.« Damit war das Thema gesetzt. Und die Diener folgten dem Herrn. Denn einen braucht ein rechter Schweizer zum Treten. Und Wahlen sind in der Schweiz immer irgendwo. Zum Beispiel die zum Zürcher Stadtrat, im März. Mitte Dezember erschienen in der Tagespresse die ersten großflächigen Inserate: »Deutscher Filz macht sich breit: Denn Deutsche stellen vor allem Deutsche an – an der Uni und in den Spitälern.«

Dann aber passierte etwas, was es so noch nie gegeben hatte. In einem Inserat in der Neuen Zürcher Zeitung wehrte sich eine Zweihundertschaft von Professoren der Universität und der ETH Zürich gegen die Vorwürfe: »Die rassistische und fremdenfeindliche Rhetorik, Ideologie und Politik der SVP torpediert die Ausbildung unserer Jugend und setzt unsere Zukunft aufs Spiel.« Unterschrieben hatten vor allem Schweizer Professoren, darunter so klingende Namen wie der Germanist Peter von Matt oder Dieter Imboden, Präsident des Schweizer Forschungsrates. Ein Bann war gebrochen. Anders als bei der erfolgreichen Anti-Minarett-Initiative, in deren Vorfeld die Muslime die rechte Propaganda fast stillschweigend über sich ergehen ließen, hatte sich Widerstand gegen die Fremdenfeindlichkeit formiert. Weiterlesen

94-Jährige macht Jura-Diplom

An der Universität von Urbino hat eine 94-jährige Italienerin ihr Jura-Diplom erlangt. Nun möchte sich die frischgebackene Juristin in den Rechtwissenschaften weiter spezialisieren.

Adriana Jannilli sei ein “Vorbild an Beharrlichkeit für die anderen Studenten”, kommentierte der Rektor der Universität den Abschluss der 94-Jährigen. Für ihre Arbeit über Gewalt gegen Frauen und ihre Abschlussprüfungen habe sie die Höchstnote bekommen. Mit ihren durchschnittlich 70 Jahre jüngeren Kommilitonen sei sie hervorragend ausgekommen.

Für Jannilli war es nicht das erste Studium. Die Unternehmensberaterin im Ruhestand hat laut Universität bereits ein Sprachen-Diplom und eines in Politikwissenschaften.

Doch auch nach ihrem dritten Diplom will die 94-Jährige ihre Uni-Laufbahn noch nicht beenden. Vielmehr plant sie, sich erneut einzuschreiben, um sich in den Rechtswissenschaften weiter zu spezialisieren.

 http://www.n-tv.de/panorama/94-Jaehrige-macht-Jura-Diplom-article565749.html

What The F***!? – Ein Mantra frei nach Friedrich Nietzsche…

[youtube 6D7rWLzloOI]
„Rajneesh“ Chandra Mohan Jain (* 11. Dezember 1931 in Kuchwada, Madhya Pradesh, Indien; † 19. Januar 1990 in Pune, Maharashtra, Indien) war ein indischer Philosophieprofessor und Begründer der Neo-Sannyas-Bewegung. Er nannte sich zuerst Acharya Rajneesh (Mitte der Sechzigerjahre bis Anfang der Siebzigerjahre), danach Bhagwan Shree Rajneesh (bis Ende 1988) und von 1989 bis zu seinem Tod Osho.

After Friedrich Nietzsche declared that “God is Dead” – the word FUCK has become the most important word in the English language.

Osho used this sketch on the word fuck first in a talk in 1980 and repeated it again in this later talk. We have seen the original of this sketch being attributed to Jack Wagner, George Carlin and Monty Python – no one seems to be sure.

When Friedrich Nietzsche declared, “God is dead,” he himself became utterly helpless no consolation, no hope, no meaning. He had to go through a long process of insanity.

Nietzsche seems to me to be the most important figure that has dominated the world in this century. Without any argument his statement has infiltrated into every mind. But he was not aware of the implications. I have no problem if God is dead. There is no need to mourn his death.

The problem is that if God is dead, then you lose the most important word in your language and you will need a substitute. God was one end, one extreme, and when one extreme disappears from your mental vision, the necessary and inevitable is that you will fall to the other extreme.

And that’s what has happened, Milarepa. Instead of God, `fuck’ has become the most important word in our language. Even if Friedrich Nietzsche comes back, he will be surprised and he will try to resurrect somehow the dead God, because this is stupid. But you will need a whole report on it, a whole research.

One of the most interesting words in the English language today is the word `fuck’. It is a magical word. Just by its sound it can describe pain, pleasure, hate and love. In language it falls into many grammatical categories. It can be used as a verb, both transitive, “John fucked Mary,” and intransitive, “Mary was fucked by John”, and as a noun, “Mary is a fine fuck.” It can be used as an adjective, “Mary is fucking beautiful.”
As you can see, there are not many words with the versatility of fuck. Besides the sexual meaning, there are also the following uses:
Ignorance: Fucked if I know.
Trouble: I guess I am fucked now!
Fraud: I got fucked at the used car lot.
Aggression: Fuck you!
Displeasure: What the fuck is going on here?
Difficulty: I can’t understand this fucking job.
Incompetence: He is a fuck-off.
Suspicion: What the fuck are you doing?
Enjoyment: I had a fucking good time.
Request: Get the fuck out of here.
Hostility: I’m going to knock your fucking head off.
Greeting: How the fuck are you?
Apathy: Who gives a fuck?
Innovation: Get a bigger fucking hammer.
Surprise: Fuck! You scared the shit out of me!
Anxiety: Today is really fucked.
And it is very healthy if every morning you do it as a transcendental meditation just when you get up, first thing, repeat the mantra “fuck you” five times; it clears your throat too!

Okay, Vimal?”

OSHO International Foundation – http://www.osho.com

Und schöne Grüße an Frau Ypsilanti!

Echt oder unecht?Echt oder unecht?

Die SPD will Studiengebühren bundesweit abschaffen. Schönes Ziel: Nur wirbt sie dafür mit der völlig falschen Person.

Ihr Gesicht ist derzeit in jeder Stadt, in jedem Dorf, an jeder größeren Landstraße zu sehen. Blond, sympathisch lächelnd, Kinn auf die Hand gestützt, im Hintergrund unverkennbar ein Hörsaal. Daneben der Satz: “Bildung darf nicht vom Konto der Eltern abhängen. Und deshalb wähle ich SPD.”

Ob die Bildung der jungen Dame vom Konto ihrer Eltern abhängt, ist nicht ganz klar. Klar ist aber: Jennifer M. (23), die auch Juso-Kandidatin in Duisburg für die anstehende Kommunalwahl in NRW ist, zahlt Studiengebühren. Und zwar vollkommen freiwillig.

Die Studentin lernt an einer teuren Privat-Uni in Düsseldorf das Handwerk der Tourismus- und Eventmanagerin. Es ist das Euro Business College in Düsseldorf, das diesen Studiengang anbietet. Werbespruch der Privat-Uni: “Kommen Sie nach Düsseldorf und lassen sich individuell über alle Möglichkeiten des privat zu finanzierenden Studiums informieren.”

Die Kosten liegen weit über dem, was sie an einer staatlichen nordrhein-westfälischen Hochschule hinlegen müsste. Dort kostet ein Semester bis zu 500 Euro, wobei die Universitäten auch einen geringeren Satz verlangen können. Die Uni Bonn etwa verlangt 400 Euro.

Das Semester am European Business College schlägt dagegen mit 590 Euro zu buche – pro Monat. Hinzu kommen Gebühren für Prüfungen und Unterrichtsmaterialien. Die Gesamtkosten belaufen sich laut der Gebührenordnung der Uni, die sueddeutsche.de vorliegt, auf 23.940 Euro. An einer NRW-Uni reicht das für 47,8 Semester.

Das Plakat könnte jetzt dazu beitragen, den Wahlkampf der SPD zu diskreditieren. Der nordrhein-westfälische FDP-Bundestagsabgeordnete Michael Kauch sagte sueddeutsche.de: “Das ist nicht sehr glaubwürdig. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, dass Gebühren den Zugang zu einem guten Studium ermöglichen.”

Quelle: http://www.sueddeutsche.de, SPD

Der letzte Mohikaner-Mineraloge… ;-)

Landesvorsitzender Alexander Schopf sprach mit den Stuttgarter Nachrichten über seinen politischen und akademischen Werdegang und seine Arbeit auf dem Feld der Forschung am CO2-freien Braunkohlekraftwerk.

Bleibt die Frage, warum der Diplom-Mineraloge nicht sofort mit seiner Dissertation loslegt. Schopf hat wichtige Gründe. Für die FDP tritt er als Bundestagskandidat in Ludwigsburg an.”

Quelle: Stuttgarter Nachrichten – 18. August 2009:
“In Asche stochern und auf Kohle hoffen” – Bericht über Alexander Schopf

Bildungsbericht: Problemzone Hauptschule

Rütli-Schule, Berlin-NeuköllnDas deutsche Schulsystem ist ungerecht und schafft Bildungsverlierer. So lautet die Quintessenz des nationalen Bildungsberichts.

Schon wieder schlechte Noten für das deutsche Bildungssystem. Nach Pisa, Iglu und Co. belegt nun auch der neueste nationale Bildungsbericht das, was eigentlich schon alle wissen: Das deutsche Schulsystem ist ungerecht und schafft eine wachsende Gruppe an Bildungsverlierern, die in der Gesellschaft nur schwer Platz finden. Die „Risikolage“ vieler Kinder nehme in Deutschland immer mehr zu, heißt es im Bildungsbericht.

Der überwiegende Teil dieser Kinder und Jugendlichen in „Risikolage“ stammt aus bildungsfernen Familien und landet nach der gemeinsamen Grundschulzeit mit den Kindern aus Akademikerhaushalten auf der Haupt- oder sogar Förderschule. So entstehen riesige Sammelbecken für Bildungsverlierer ohne Perspektiven, die sich im weiteren Verlauf der Schulzeit gegenseitig nach unten ziehen. Forscher bezeichnen etwa 16 Prozent der deutschen Hauptschulen als regelrechte „Schulgettos“. In Großstädten wie Hamburg erhöht sich der Anteil sogar auf bis zu 70 Prozent. „An diesen Schulen herrschen Bedingungen, bei denen jeder die Lernmotivation verlieren würde“, weiß Heike Solga, Bildungsforscherin am Wissenschaftszentrum für Sozialforschung in Berlin.

Trotz Abschluss kaum Chancen auf eine Lehrstelle

Kein Wunder, dass mit 80 Prozent der Löwenanteil der deutschen Schulabbrecher aus den Haupt- und Förderschulen stammt. „Die Hauptschüler wissen, dass sie aussortiert wurden“, sagt Solga. Dementsprechend verlieren sie häufiger als andere Jugendliche die Lust auf Schule. Den meisten Hauptschülern ist zudem bewusst, dass auch ein Abschluss ihre Aussichten auf einen Job nur bedingt steigert. Laut Bildungsbericht hat jeder zweite Hauptschüler auch 13 Monate nach Schulende immer noch keine berufliche Ausbildung gefunden. Konsequenz: Die Jugendlichen rutschen in eine berufliche Wartschleife aus Nachqualifizierungs- und Überbrückungsmaßnahmen.

Mit 3,7 Milliarden Euro beziffert das Institut der deutschen Wirtschaft Köln die jährlichen Folgekosten der „mangelnden Effizienz“ des Schulsystems für den Bund. Viel Geld für Maßnahmen, deren „Effektivität und Effizienz“ die Wissenschaftler des Bildungsberichts erheblich anzweifeln. Zu Recht: Denn trotz Weiterbildung warten 40 Prozent der Hauptschüler auch zweieinhalb Jahre nach ihrem Abschluss noch immer auf eine Ausbildungsstelle. Im Vergleich: Jeder zweite Realschüler findet bereits drei Monate nach seinem Schulende eine Lehrstelle.

Realschulabschluss als Standardqualifikation?

„Der Hauptschulabschluss ist nichts mehr wert,“ schlussfolgert Heike Solga und kritisiert gleichzeitig die Pläne von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) einen Rechtsanspruch auf einen Hauptschulabschluss einzuführen. Welchen Sinn mache es, ein Zertifikat an alle zu vergeben, mit dem am Ende doch keiner etwas anfangen könne? In anderen Ländern sei die Quote der Jugendlichen mit Realschulabschluss wesentlich höher. Dies müsse auch das Ziel in Deutschland sein, fordert die Bildungsforscherin.”

Quelle: focus.de

Eliteuniversität Harvard verliert 8 Milliarden Dollar!


Die Finanzkrise schlägt auch dort zu, wo man es zunächst nicht vermutet. Der Absturz an den Börsen kostet auch die Eliteuniversität Harvard ein paar Milliarden.Die reichste Hochschule der USA, die Harvard-Universität im Bundesstaat Massachusetts, verlor nach eigenen Angaben vom Mittwoch binnen vier Monaten etwa acht Milliarden Dollar. Der Uni-Investmentfonds Harvard Management Company, aus dem die Hochschule mehr als ein Drittel ihrer operativen Kosten finanziert, habe zwischen Juli und November 22 Prozent an Wert verloren, teilte Harvard-Präsidentin Drew Faust mit.

Der bislang höchste Wertverlust war den Angaben zufolge im Jahr 1974 mit einem Minus von zwölf Prozent verzeichnet worden. Trotz ihres großen Vermögens berechnet die prestigeträchtige Universität ihren Studenten inzwischen 45 000 Dollar Studiengebühren pro Jahr.

Quelle: focus.de

Bildungsnotstand: Schlechtes Niveau an Hauptschulen

Rütli-SchuleHintergrund bilden dabei alarmierende Meldungen über das schlechte Leistungsniveau an vielen Hauptschulen. Nach neuen Ergebnissen schafft rund die Hälfte der Hauptschüler in Mathematik nicht das für diese Schulform bundesweit vereinbarte Mindestniveau. Ein Jahr vor Schulabgang kann jeder Vierte nur “unterhalb der Grundschulstandards” rechnen, heißt es in einem als “vertraulich” gekennzeichneten Papier der Kultusministerkonferenz (KMK), wie die Deutsche Presse-Agentur dpa unter Berufung auf das ihr vorliegende Dokument berichtet. 75 Prozent der Hauptschüler verfehlen zudem mit ihren Schreibleistungen in Englisch die von der EU festgelegten Lernkriterien.

Quelle: n-tv.de

Blauer Brief für Kultusminister

In einer unveröffentlichten Studie fordern Deutschlands führende Bildungsforscher einen grundlegenden Strategiewandel: Die Schulpolitik muss sich endlich der Sorgenkinder annehmen

Komm her, Knab! Lerne Weißheit.Gib kein Gutachten in Auftrag, dessen Ergebnisse du nicht vorher kennst. So lautet Regel Nummer eins für den politischen Umgang mit wissenschaftlichen Expertisen. Wenn sie nicht greift, tritt Regel Nummer zwei in Kraft: Deklariere die Erkenntnisse von vornherein als »nicht zur Veröffentlichung bestimmt«. Diese Strategie verfolgten die Kultusminister von Bund und Ländern Ende vergangenen Jahres, als sie einen Kreis führender Bildungsforscher um Rat baten. Die Professoren sollten die Ergebnisse der jüngsten internationalen Leistungsvergleiche Pisa und Iglu interpretieren und Empfehlungen für die zukünftige Schulpolitik geben.

Die Wissenschaftler nutzten ihre Chance, keine allzu große diplomatische Rücksicht nehmen zu müssen, und formulierten eine Stellungnahme, die sich streckenweise wie ein blauer Brief an die Kultusminister liest. Seit Anfang Januar liegt das Gutachten vor, in dem die Forscher ihre Auftraggeber angesichts ungelöster Probleme zu schnellem Handeln drängen. Doch bislang haben die Kultusminister sich mit dem brisanten Gutachten nicht befasst.

Die Kernforderung des 24-seitigen Papiers, das der ZEIT vorliegt, lautet: Die Bildungsgewaltigen in den Ländern müssen endlich beginnen, die leistungsschwächsten Schüler »systematisch und massiv zu fördern«. Unter anderem fordern die Experten für die betroffenen Jugendlichen Unterricht an Nachmittagen, Wochenenden und in den Ferien. Ohne solche zusätzlichen Lerngelegenheiten werde »sich kein Erfolg einstellen«.

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Quelle: http://www.zeit.de/2008/24/B-Blauer-Brief?page=1

Hochqualifizerte Migranten wandern aus

Auch das noch: Viel zu wenige Migrantenkinder studieren. Und die, die es zum Abschluss schaffen, verlassen das Land. Spiegel Online berichtet:

Jung, gut und unerwünscht

Hochqualifizierte türkischstämmige Akademiker wandern aus, weil sie sich in Deutschland missachtet fühlen – in anderen Ländern werden die Talente umworben.

Hochqualifizerte Migranten wandern ausFür das Bewerbungsgespräch bei einer großen Möbelfirma in der Nähe von Mönchengladbach hatte sich Oguz-Han Yavuz ordentlich in Schale geworfen: feiner Anzug, weißes Hemd, silberfarbene Krawatte. Als dem Betriebswirt der Bus vor der Nase wegfuhr, beschloss er, ein Stück zu Fuß zu gehen. Doch er kam nicht weit. “Was lungern Sie hier herum?”, sagt Yavuz, habe ihn ein Polizist angeherrscht, der seinen Streifenwagen neben ihm zum Stehen gebracht hatte. Obwohl Yavuz keineswegs wie ein Stadtstreicher aussah, bestand der Beamte darauf, dessen Personalien zu überprüfen. Nachdem er seinen Ausweis zurückbekommen hatte, sagte Yavuz “Tschüs”. Der Polizist sagte nichts. Das war der Moment, so erzählt es Yavuz, 30, in dem er genug hatte. Genug von diesem Land, genauer gesagt: genug davon, in diesem Land Türke zu sein. Er ist in Neuss geboren und besitzt seit 13 Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft. Aber er hat eine dunklere Haut als die meisten Deutschen. Deshalb wird er beim Einkaufen oder in der Bank immer wieder gefragt: “Verstehen Sie Deutsch?” Der Betriebswirt will nun das Land, in dem er geboren wurde und aufgewachsen ist, verlassen. Er plant, in die Türkei auszuwandern. Sein älterer Bruder ist Pilot bei der Fluglinie Emirates und wohnt in Dubai. “Aber ich würde auch nach China gehen”, sagt Yavuz. “Ob ich am Ende in Deutschland oder im Ausland Ausländer bin, spielt keine große Rolle.” Yavuz ist Teil einer Bewegung, die türkischstämmige Akademiker in Deutschland erfasst hat. Viele der klügsten Köpfe der rund 2,7 Millionen Menschen starken türkischen Community werden, wie einst ihre Eltern, zu Migranten – allerdings in entgegengesetzter Richtung: Sie kehren Deutschland den Rücken, weil sie sich hier unerwünscht fühlen und anderswo bessere Chancen sehen. Aus Kindern von Einwanderern werden Auswanderer.

[...] Das Krefelder Institut futureorg hat gerade 250 türkische und türkischstämmige Akademiker befragt, von denen knapp drei Viertel in der Bundesrepublik geboren wurden. Laut einer Zwischenauswertung erklärten 38 Prozent, sie wollten in die Türkei auswandern. Als Begründung gaben 42 Prozent an, in Deutschland fehle ihnen das “Heimatgefühl”. Fast vier Fünftel bezweifelten, “dass in Deutschland eine glaubwürdige Integrationspolitik betrieben wird”.

Welche Migrantenkinder dann hier bleiben ist klar. So funktioniert Integration garantiert nicht:

Denn die, die hier bleiben, das seien auf jeden Fall die Ungebildeten, die weder richtig Deutsch können noch richtig Türkisch. “Die bleiben schon deshalb”, meint Bökli, “weil nirgendwo sonst ein vergleichbares Sozialsystem verfügbar ist.”

Wissenschaftler des Essener Zentrums für Türkeistudien gehen davon aus, dass im Schuljahr 2004/05 viermal mehr Schüler mit türkischem Hintergrund Hauptschulen besuchten als Gymnasien. “Die Hartz-IV-Empfänger wandern nicht aus”, sagt die Kölner SPD-Bundestagsabgeordnete Lale Akgün. Für sie ist die Abwanderung der Akademiker “ein Horrorszenario”. Es verschwänden genau diejenigen, die Brücken zur deutschen Mehrheitsgesellschaft schlagen könnten.

Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,554163-2,00.html

Na klasse. Erst bilden wir sie aus und dann lassen wir sie fallen. Und die auf der Strecke gebliebenen zahlen wir aus unseren Steuermitteln auch noch. Das grenzt an politisches Totalversagen.

Die Liberalen Forderungen sind klar: Mehr Einwanderung klar nach Punkten, garantierte Bleiberechte und bessere Bildungsperspektiven.

Arbeiterkinder haben geringere Chancen aufs Studium

Studentenwerk präsentiert Sozialerhebung – Bafög-Erhöhung gefordert – Jeder Fünfte hat weniger als 585 Euro

Kinder aus Beamtenfamilien, in denen mindestens ein Elternteil studiert hat, haben eine fünfeinhalb Mal so hohe Studierchance wie Kinder aus Arbeiterfamilien. Dies zeigt die heute in Berlin präsentierte 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW). Um mehr Studenten aus hochschulfernen Schichten zu gewinnen, forderten DSW, Grüne, Die Linke und SPD eine Bafög-Erhöhung.

In der vom Bildungsministerium finanzierten Studie wurden im Sommersemester 2006 rund 17.000 Studenten befragt. Sie wird alle drei Jahre vom Hochschul-Informations-System durchgeführt. Die Bundesregierung hatte in ihrer Koalitionsvereinbarung das Ziel gesetzt, dass 40 Prozent eines Jahrgangs studieren sollen. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts kam Deutschland 2005 wie in den Vorjahren auf eine Studienanfängerquote von 37 Prozent.

Laut Erhebung schaffen von 100 Akademikerkindern 83 den Hochschulzugang, dagegen nur 23 von 100 Kindern aus Familien ohne akademische Tradition. Viele Studenten haben nicht viel Geld zur Verfügung: Jeder Fünfte muss der Erhebung zufolge mit weniger als dem Bafög-Höchstsatz von 585 Euro im Monat auskommen. Jeder Dritte hat weniger als 640 Euro – das ist der Betrag, den Familiengerichte als Orientierungswert für den Elternunterhalt festgelegt haben. Im Durchschnitt haben die Studenten 770 Euro zur Verfügung.

Der Präsident des Deutschen Studentenwerks, Rolf Dobischat, forderte die Bundesregierung auf, das Bafög nach sechs Jahren Stillstand zu erhöhen. Die Freibeträge müssten um 8,7 Prozent, die Bedarfssätze um 10,3 Prozent angehoben werden. Derzeit beziehen rund ein Viertel der zwei Millionen Studenten Bafög. Laut Sozialerhebung könnten 79 Prozent der Geförderten ohne Bafög nicht studieren.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hatte Anfang Juni angekündigt, dass Bafög-Empfänger erst ab 2008 mehr Geld bekommen sollen. Die Bafög-Sätze sollten in den nächsten zwei Jahren um insgesamt zehn Prozent erhöht werden. 2008 solle es die erste Erhöhung geben, die zweite Stufe sei für 2009 geplant. Die Freibeträge beim Bafög sollen zeitgleich um acht Prozent steigen.

„Beschämend für eine Demokratie“

DSW-Präsident Rolf Dobischat nannte die soziale Selektivität des deutschen Hochschulsystems „beschämend für eine Demokratie“. Die Rekrutierungspotenziale für mehr Akademiker aus den hochschulnahen Bildungsmilieus seien ausgeschöpft. Die zusätzlichen Hochqualifizierten, die Deutschland dringend benötige, müssten aus den hochschulfernen und einkommensschwächeren Schichten durch eine Bafög-Stärkung mobilisiert werden.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bildungsministerium, Andreas Storm, sagte, um die Zahl der Studierenden zu erhöhen, sei erst vor wenigen Tagen der Hochschulpakt von Bund und Ländern unterschrieben worden. „Mit dem Pakt wird der Bund die Länder und die Hochschulen finanziell in die Lage versetzen, bis 2010 insgesamt 91.370 zusätzliche Studienanfänger aufzunehmen.“

Grüne, Die Linke und SPD-Politiker forderten angesichts der Ergebnisse eine Bafög-Erhöhung. Der forschungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Jörg Tauss, und die zuständige Berichterstatterin Renate Schmidt kritisierten die Einführung von Studiengebühren in unionsgeführten Bundesländern.

[19.06.2007]  AP

Ex-Direktorin der Rütli-Schule schreibt “Kopfschüsse”

PickDie gewaltsamen Vorkommnisse an der Berliner Rütli-Schule sorgten vor einem Jahr für große Aufregung in den Medien. Jetzt hat die frühere Schulleiterin Brigitte Pick ein Buch mit dem vielsagenden Titel “Kopfschüsse” über ihre Zeit an der Schule geschrieben. Sie beschreibt darin den allmählichen Niedergang der Schule, die noch bis ins Jahr 1974 keine Migrantenkinder hatte. “Auf alten Fotos sehe ich fröhliche Gesichter”, berichtet Pick. Bei ihrem Ausscheiden vor einem Jahr hatte die Schule einen Migrantenanteil von 80%, was zur Folge hatte, dass auf dem Schulhof kein Deutsch mehr gesprochen wurde, Klassenfahrten nicht mehr stattfanden, Mädchen sich dem Sportunterricht entzogen und Weihnachtsbasare einschliefen. “Die wenigen verbliebenen deutschen Kinder konnten ihre Interessen an weihnachtlicher Gemütlichkeit nicht mehr durchsetzen.” Weitere Auszüge des Buches gibt es hier.

Allahs Avantgarde?


//www.berkeley.edu
Aus dem Uni-Spiegel Februar 2007:

Rotes Tuch / Viele muslimische Studentinnen tragen das Kopftuch. Warum?
Die Zahl der Kopftuch tragenden muslimischen Studentinnen wächst. Sie wollen allerdings keinen Gottesstaat errichten, sondern Karriere machen.

Was das Stück Stoff auf dem Kopf einer muslimischen Frau bedeutet, darüber streiten seit Jahrzehnten Forscher und Feministinnen. Für Emma-Herausgeberin Alice Schwarzer, die frühere niederländische Abgeordnete Ayaan Hirsi Ali und die Autorin Seyran Ates ist es ein Zeichen der Unterdrückung der Frau und gehört abgeschafft. Die Bremer Forscherin Karakaüsoÿglu sah das Kopftuch in einem Gutachten für das Bundesverfassungsgericht im Fall der Kopftuch tragenden Lehramtsanwärterin Fereshta Ludin 2003 dagegen vorrangig als religiöses Symbol. Entscheidend sei im Einzelfall, warum es getragen werde. Die Interpretationsschlacht hat längst auch die Campus-Politiker erreicht. Der Landesverband Baden-Württemberg der Liberalen Hochschulgruppen forderte schon 2004 ein Kopftuch-Verbot an Universitäten. Bedeckte Häupter seien ein “Zeichen für die Unterdrückung der Frau”, so der Landesvorsitzende Alexander Schopf, 29. Sein eigener Bundesverband freilich hat nichts gegen Kopftücher, Kippa oder Kreuze an den Hochschulen. Iman Hadji, Vorstandsmitglied der Islamischen Hochschulvereinigung in Köln, sagt: “Viele suchen gerade deshalb stärker Halt in der Religion,weil der Islam von aussen in die Kritik geraten ist.” Hadji, die Islamwissenschaft studiert, trägt selbst kein Kopftuch. Sie kennt mehrere Studienanfängerinnen, die ihr Haar künftig bedecken wollen.

HIER gibt’s den ganzen Artikel: http://service.spiegel.de/digas/servlet/epaper?Q=USP&JG=2007&AG=1&SE=1 (nach kosteloser Registrierung)