Seeking justice-26.02.1992 | Ein Gastbeitrag von Elshan Ganjavi zum Massaker von Khojaly

Elshan Ganjavi

Elshan Ganjavi

“I hope someday you will join us, and the world will live as one…” (C) John Lennon

People present their feeling of justice in different photo frames. Being beyond the limits of history calls people to the future, not to the past. And future sees world united around justice. My thoughts are photo which consists of keyboard and fingers…

The event…

Forces had blockaded the Khojaly city in October 1991. All ways to the city were closed. The only transport way was by air. It seemed that people were within four walls. On January 28, 1992, people breathed last day of their life. Airway were closed. There was no information. The city was as silent as dumb.
The ruins of the Soviet Union were playing dangerous game for the future. And the future force had to be prevented. It seems that the name “Armenia” was created to be used.

Geographical review of Khojaly…

Khojaly had a very favorable geographic position. Khojaly city is located in the 10 km south-east from the central Khankandi city of the Nagorny Karabakh Autonomous Region. Nagorno-Karabakh belongs mountainous range. The city had an important transport role due to the fact that, it’s located on Aghdam-Shusha and Asgaran-Khankendi roads. The Only airport in the Nagorny Karabakh Autonomous Region is in Khojaly city.

Throughout the history, people lived in this city. Historical monuments in the city make it antiquity. Also historical architectural monuments are the most popular. In addition, it is  one of the most advanced cities due to the livestock, farming, weaving, bee-keeping, and growing.
At the beginning of January 1992, electricity was stopped by Armenians and caused fear in the city. Khojaly city was in dark…

The snowy shells…

There was the coldest month of winter, February… Since the second half of February, Armenians started to besiege the town of Khojaly. The sounds of guns and military heavy equipment each day implied that war might start any time.
In 1992, on the night from February 25 to 26 in the town of Khojaly fire balls and tanks were exposed. After long hours of fire, Armenian infantry detachments started to attack. People were trying to escape. One side of the closed city with four walls had been opened. This was the way to Asgaran city. People who ran toward Asgaran were not sure about their future.

Trick…

People who thought that they saved faced a danger. Armenian army blocked the only way of the population. The population was killed by shooting. There were people who saved their lives. During the second half of the night, people were forced to go through the snowy passes.
People had already become exhausted. The effect of frosty winter was threating the lives of people. Simple death was not frightening such people. But the humiliated part of human life was to die by torture. Killing exhausted people by torture is known to Azerbaijanis from Chingiz Mustafayev’s videos.

“Justice for Khojaly”

After the known massacre, in 28th February 1992 group of journalists with 2 helicopters went to the place where people died. Snowy plains was full of dead bodies. The group was forced to leave that place because of Armenians’ fire attack.
In 1st March, local and foreign journalists went there again. Terrible situation were observed again. By taking videos and pictures, journalists delivered information about killed people and how they had been tortured, to the world.

In Conclusion:

February 26, 1992, in Khojaly city the genocide was committed by Armenia. 613 people killed. Everyone knows the truth…
I express a photo to our silence world: I am Azerbaijani from Khojaly!

Elshan Ganjavi
News.Az

————————————————————————————————-

Weiterlesen: http://en.wikipedia.org/wiki/Khojaly_Massacre

Arabischer Frühling auch an der Uni Stuttgart? – “Mubarak, S.” seit 2004 Ehrenbürgerin der Universität Stuttgart


Eine Entdeckung im Rektoramt der Universität Stuttgart auf der Tafel der Ehrenbürger: “2004 Mubarak, S.” Es handelt sich hierbei tatsächlich um Suzanne Mubarak, der Frau des gestürzten ägyptischen Staatspräsidenten Husni Mubarak.

Ob in 2004 Träger dieser Auszeichnung aus Protest gegen die Verleihung ihre Ehrenbürgerwürde zurückgegeben haben, ist dem Verfasser nicht bekannt. Es scheint demnach doch ein Unterschied zum Bambi vorzuliegen.

“Nichts ist erledigt!” – Wogegen es sich wirklich zu demonstrieren lohnt – Eindrücke aus dem sonntäglichen Berlin

Es gibt noch andere Themen als Stuttgart 21. Ich bin von da, ich kann das belegen.”

Nichts ist erledigt! Demonstration koptischer Christen gegen Übergriffe in Ägypten Demonstration von in Deutschland lebenden Jemeniten gegen das Regime in ihrem Heimatland
Als ich Sonntag durch Berlin lief, kam ich an mehreren Demonstrationszügen vorbei: Koptische Christen demonstrierten gegen die blutigen Übergriffe auf ihre Landsleute in Ägypten, in Deutschland lebende Jemeniten gegen das Regime in ihrem Heimatland. Mit Demonstrationen kenne ich mich aus, lebe ich in der Region Stuttgart. Nur scheint mir, ist in meiner Heimat der Blick auf das Wesentliche vielmals verdeckt, wird hier allmontäglich doch gegen einen Bahnhofsumbau demonstriert. Weltweite Menschenrechtsverletzungen spielen indes keine Rolle. Ist das Maß verloren gegangen? Kämpfen in Stuttgart Bürger um morsche Bäume und den Erhalt vermuteter Juchtenkäfer, geht es in weiten Teilen der restlichen Welt um ganz existentielle Probleme. Eine Rückbesinnung auf das, was wirklich wichtig ist, erscheint mir persönlich dringend notwendig. Es gibt noch andere Themen als Stuttgart 21. Ich bin von da, ich kann das belegen. In weiten Teilen der Welt gilt wirklich “Nichts ist erledigt!”. Für Stuttgart kann ich das nicht behaupten.

“Erst wenn…” – Und welche Wahrheit gilt nun?

Erst wenn...

Und welche Wahrheit gilt nun?

Erst wenn
der letzte Baum gerodet
der letzte Fluss vergiftet
der letzte Fisch gefangen
werdet Ihr feststellen
daß man Geld
nicht essen kann!”
Weissagung der Cree

Erst wenn
das letzte Zukunftsprojekt verhindert,
das letzte Wachstum abgewürgt,
der letzte Arbeitsplatz verjagt ist,
werdet Ihr feststellen,
dass man von Widerstand
nicht leben kann!”

Zwei Aufkleber, gesehen an der Uni Stuttgart.

Kabarettist Hagen Rether und das Thema Umweltbewusstsein – Prädikat wertvoll!

Hagen Rether in der WDR-Sendung Mitternachtsspitzen vom 4. September 2010: Beeindruckend, wie es Rether gelingt, der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten und die Gutmenschen vor den Kadi zu bringen. Prädikat wertvoll! Absolut sehenswert!

Don’t Mess with Südbaden! Ein wenig Landeskunde – inspiriert von einem Aufkleber, gesehen in Freiburg…

sudbaden1.jpgAls ich den Aufkleber mit dem Titel “Südbaden” in bluttriefenden roten Lettern in Freiburg auf einem Mülleimer klebend erblickte, war mir sofort klar, das ist ein Fall für die Reibfläche. Aber was sollte das überhaupt bedeuten, dieses Schwarzwaldmädel mit Bollenhut, Palästinenserschal und Jagdgewehr? Haben da einige etwa den 7. Juni 1970 noch nicht verdaut? Werfen wir einen Blick zurück auf die Entstehungsgeschichte des Landes Baden-Württemberg:

Gründung des Landes Baden-Württemberg

sudbaden2.jpg

Das Land Baden-Württemberg wurde am 25. April 1952 gegründet. Reinhold Maier (FDP/DVP) bildete als erster Ministerpräsident eine Koalition aus SPD, FDP/DVP und BHE und schloss die CDU als stärkste Fraktion aus. Das erzeugte Unmut sowohl bei den zwei südlichen Landesteilen Südbaden und Südwürttemberg-Hohenzollern, die sich in der neuen Regierung nicht oder nur unzureichend vertreten fühlten, als auch bei Gebhard Müller, dem neuen CDU-Fraktionsvorsitzenden, welcher die Nichtbeteiligung der CDU als persönlichen Affront empfand.

Erneute Abstimmung in Baden

Die badischen Vereinigungsgegner gaben den Kampf gegen den Südweststaat auch nach 1952 nicht auf. Im Heimatbund Badnerland organisiert, erstrebten sie weiterhin die Wiederherstellung Badens. Artikel 29 (2) des Grundgesetzes sah vor, dass in Gebieten, deren Landeszugehörigkeit nach Ende des Zweiten Weltkriegs ohne Volksabstimmung geändert worden war, ein Volksbegehren über die Neugliederung möglich sei. Nachdem dieser Passus infolge des Deutschlandvertrags 1955 in Kraft trat, stellte der Heimatbund einen Antrag auf ein Volksbegehren zur Wiederherstellung des Landes Baden in den Grenzen von 1945. Das Bundesinnenministerium lehnte diese Forderung unter anderem mit der Begründung ab, das neue Bundesland sei bereits durch eine Volksabstimmung zustande gekommen. In der darauf folgenden Klage vor dem Bundesverfassungsgericht bekam der Heimatbund Recht. Das Gericht argumentierte, dass die Abstimmung von 1951 keine Abstimmung in Sinne von Artikel 29 gewesen sei, da hierbei die zahlenmäßig stärkere Bevölkerung Württembergs und Hohenzollerns die zahlenmäßig schwächere Badens habe überstimmen können. Der Wille der badischen Bevölkerung sei durch die Besonderheit der politisch-geschichtlichen Entwicklung überspielt worden, weshalb ein Volksbegehren nach Artikel 29 zulässig sei.

sudbaden2.jpg

Das Bundesverfassungsgericht setzte in seinem Urteil keine Frist für die Abstimmung, weshalb sie immer wieder verschleppt wurde. Es bedurfte einer weiteren Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes im Jahre 1969, in der es die Abstimmung bis spätestens zum 30. Juni 1970 anordnete. Diese wurde am 7. Juni 1970 durchgeführt und ergab mit 81,9 % eine große Zustimmung zum Verbleib von Baden im gemeinsamen Land Baden-Württemberg. Die Wahlbeteiligung lag bei 62,5 %.

Weiterlesen: Wikipedia

Die Schweizer Rechte hat ein neues Feindbild entdeckt: die deutschen Professoren.

Deutsche Professoren sind nicht überall willkommen.

Der Angriff kam erstaunlich spät. Schon seit Jahren übersiedeln immer mehr Deutsche in die Schweiz, angezogen von guten Lebensbedingungen und vielen freien Stellen. In der Schweiz gilt seit 2007 die sogenannte »volle Personenfreizügigkeit« mit den alten Ländern der Europäischen Union. Wer einen Arbeitsvertrag hat, kann kommen. Über eine Viertelmillion meist gut ausgebildeter Deutscher arbeiten heute in der Eidgenossenschaft. Die Schweizer Volkswirtschaft ist froh darüber. Das komfortable Gesundheitswesen etwa würde ohne Deutsche zusammenbrechen.

Links - Rechts

Aber erst letzten November sagte Christoph Blocher, Übervater, abgewählter Bundesrat und 69-jähriger Chefstratege ad infinitum seiner Schweizerischen Volkspartei (SVP): »Es kann doch nicht sein, dass jetzt – mitten in der Rezession – immer noch jeden Monat tausend Deutsche in die Schweiz kommen.« Damit war das Thema gesetzt. Und die Diener folgten dem Herrn. Denn einen braucht ein rechter Schweizer zum Treten. Und Wahlen sind in der Schweiz immer irgendwo. Zum Beispiel die zum Zürcher Stadtrat, im März. Mitte Dezember erschienen in der Tagespresse die ersten großflächigen Inserate: »Deutscher Filz macht sich breit: Denn Deutsche stellen vor allem Deutsche an – an der Uni und in den Spitälern.«

Dann aber passierte etwas, was es so noch nie gegeben hatte. In einem Inserat in der Neuen Zürcher Zeitung wehrte sich eine Zweihundertschaft von Professoren der Universität und der ETH Zürich gegen die Vorwürfe: »Die rassistische und fremdenfeindliche Rhetorik, Ideologie und Politik der SVP torpediert die Ausbildung unserer Jugend und setzt unsere Zukunft aufs Spiel.« Unterschrieben hatten vor allem Schweizer Professoren, darunter so klingende Namen wie der Germanist Peter von Matt oder Dieter Imboden, Präsident des Schweizer Forschungsrates. Ein Bann war gebrochen. Anders als bei der erfolgreichen Anti-Minarett-Initiative, in deren Vorfeld die Muslime die rechte Propaganda fast stillschweigend über sich ergehen ließen, hatte sich Widerstand gegen die Fremdenfeindlichkeit formiert. Weiterlesen

Urteil gegen Liu Xiaobo – Elf Jahre Haft für das freie Wort


Das ungewöhnlich harte Urteil gegen den chinesischen Dissidenten Liu Xiaobo ist international scharf kritisiert worden. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich wegen der Verhängung der langen Haftstrafe gegen den chinesischen Bürgerrechtler Liu “bestürzt”.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8b/VOA_CHINESE_liuxiaobo.jpg“Ich bedauere, dass die chinesische Regierung trotz großer Fortschritte in anderen Bereichen die Meinungs- und Pressefreiheit immer noch massiv einschränkt”, sagte Merkel. Sie hoffe auf eine Revision des Urteils.

Bundestagspräsident Norbert Lammert nannte das Urteil “erschreckend”. Es sei im Anlass, im Verfahren wie im Strafmaß ein “deprimierender Beleg für die nach wie vor demonstrative Distanz Chinas von westlichen Maßstäben für Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechte”, sagte der CDU-Politiker.

Auch Außenminister Guido Westerwelle äußerte sich “tief besorgt”. Die Regierung in Peking habe den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte unterzeichnet, in dem die grundlegenden Menschenrechte, auch das Recht auf Meinungsfreiheit, garantiert seien. Westerwelle sagte, er ermutige daher die chinesische Regierung, den Weg der Öffnung ihres Landes fortzusetzen und “die Einhaltung der Menschenrechte zu gewährleisten”.

“Diese Strafe wird Diskussionen auslösen”

Auch die Europäische Union kritisierte die Verurteilung. Die elfjährige Haftstrafe sei “unverhältnismäßig”, erklärte die schwedische EU-Ratspräsidentschaft. Das Urteil löse Sorge um die Meinungsfreiheit und das Recht auf einen fairen Prozess in China aus. Die US-Regierung zeigte sich angesichts des harten Urteils “tief besorgt”. Vor dem Gerichtsgebäude forderte der US-Diplomat Gregory May am Freitag erneut die sofortige Freilassung des Dissidenten. Peking müsse das “Recht aller Bürger respektieren, ihre politischen Ansichten friedlich zu äußern”.

Das britische Außenministerium schloss sich diesen Forderungen an. Eine Sprecherin teilte mit, die Beschuldigungen, Xiaobo wolle die chinesischen Staatsmächte und das sozialistische System umstürzen, seien haltlos. Eine Bestrafung von Menschen, die die Demokratie stärken, sei ebenso wie das hohe Haftmaß “völlig unangemessen”.

Der chinesischen Künstler Ai Weiwei sagte, ein solches Urteil diene dazu, “all jenen eine Warnung zu geben, die kein Blatt vor den Mund nehmen”. Der Versuch werde aber das Gegenteil erreichen: “Die heutige Welt ist anders. Eine solche Strafe wird noch mehr umfassende Diskussionen auslösen und mehr Aufmerksamkeit für solche Fälle schaffen”, sagte Ai, der zu den bedeutendsten chinesischen Künstlern der Gegenwart gehört. Scharfe Kritik an dem Urteil kam auch von Menschenrechtsorganisationen.

Zu elf Jahren Haft verurteilt

Ein Gericht in Peking hatte Liu zu einer ungewöhnlich hohen Haftstrafe von elf Jahren verurteilt. Der Prozess dauerte nur wenige Stunden. Die Richter befanden den 53-Jährigen der “Agitation mit dem Ziel des Umsturzes der Regierung” für schuldig. Es ist nach Erkenntnissen von Menschenrechtlern die höchste Haftstrafe, die ein Gericht in China bisher wegen dieses Tatbestandes verhängt hat.

Dem Ehrenvorsitzenden des chinesischen Pen-Clubs unabhängiger Schriftsteller wurde unter anderem vorgeworfen, einer der Initiatoren eines “Charta 08″ genannten Appells für Demokratie und Menschenrechte in China gewesen zu sein. Nachdem er das kritische Manifest am 10. Dezember 2008 zusammen mit 300 weiteren Dissidenten unterzeichnet hatte, wurde er festgenommen. Zusätzlich wurden Liu laut Anklage sechs Aufsätze angelastet, in denen er die Ein-Parteien-Herrschaft scharf kritisiert hatte. Wegen seiner Rolle bei den Protesten auf dem Platz des Himmlischen Friedens im Jahr 1989 war Liu seit langem von der Lehrtätigkeit ausgeschlossen und wurde drei Jahre lang in ein Straflager verbannt.

“Öffentlicher” Prozess ohne ausländische Beobachter

Sein Anwalt, der auf “unschuldig” plädiert hatte, zeigte sich enttäuscht. “Die Strafe ist höher, als wir erwartet haben”, sagte er. Auf Bitten der Anwälte hin habe der Richter Liu am Ende ein paar Minuten für ein paar Worte mit seiner Frau Liu Xia gewährt. Das Gericht verteidigte das Urteil: Man habe sich “strikt an rechtliche Verfahren gehalten und Liu Xiaobos Rechte in dem Prozess umfassend geschützt.”

Während des Prozesses war das Gericht weiträumig abgeriegelt. Ausländische Diplomaten aus Deutschland, anderen EU-Staaten und den USA waren als Beobachter nicht zugelassen. Die amtliche Nachrichtenagetur Xinhua sprach dennoch von einem “öffentlichen” Prozess.

Quelle: http://www.tageschau.de/ausland/chinaprozess106.html

Über die Absurdität von Arbeitserlaubnissen…

Surprise nennt sich ein Schweizer Straßenmagazin, das den Anspruch verfolgt, Menschen in sozialen Schwierigkeiten zu helfen,

sich aus eigener Kraft aus Abhängigkeiten zu befreien. [...] Rund dreihundert Menschen in der deutschen Schweiz, denen der Arbeitsmarkt verschlossen bleibt, erhalten damit eine Tagesstruktur, selbst verdientes Geld und Selbstvertrauen.

Vom Grundsatz her kein schlechter Ansatz, wäre es denn politisch gewollt, dass sich jeder ein eigenständiges Einkommen erwirtschaften kann:

Das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) verbietet Asylbewerbern seit November, das Strassenmagazin zu verkaufen.

«Eine absurde Politik», findet Fred Lauener von «Surprise». Der Staat verbiete es Personen mit Eigeninitiative, sich ein bescheidenes Einkommen zu erwirtschaften. Leidtragender sei auch der Staat – denn die Asylsuchenden benötigten nun wieder mehr Unterstützung von der Sozialhilfe. «Wer kann das wollen?», fragt Lauener.

Der Kanton beruft sich bei seinem Verbot auf die sogenannte Branchenregelung: Asylbewerber mit der Bewilligung N dürfen nur in bestimmten Branchen wie der Landwirtschaft oder der Pflege arbeiten, nicht aber im Verkauf. Bis anhin hat der Kanton den «Surprise»-Mitarbeitern Ausnahmen gewährt. Damit ist nun Schluss. «Unser Amt hat sich für die Praxisänderung entschieden, weil nicht garantiert ist, dass die ‹Surprise›-Verkäufer den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn erreichen», sagt AWA-Sprecher Can Arikan. Das hat zur Folge, dass auch vorläufig aufgenommene Ausländer mit der Bewilligung F vom Verbot betroffen sind – obwohl sie eigentlich in allen Branchen arbeiten dürften.

Die Argumentation mit dem Mindestlohn findet Thomas Kunz, Direktor der AOZ (Asyl-Organisation Zürich), «etwas gesucht». Es sei absurd, für den Verkauf von «Surprise» einen branchenüblichen Lohn zu fordern. Die Verkäufer kaufen die Hefte für 3.30 Franken und verkaufen sie für 6 Franken weiter. «Davon kann man nicht leben», sagt Kunz. Auch der auf Asyl- und Ausländerrecht spezialisierte Rechtsanwalt Marc Spescha kritisiert das Amt: «Der Entscheid ist höchst stossend und kleinkariert.» Der Kanton habe einen Ermessensspielraum, der es ihm ermöglichen würde, den Verkauf von Strassenmagazinen zuzulassen. Insbesondere, weil bei «Surprise» nicht die Erwerbstätigkeit im Vordergrund stehe, sondern das Schaffen einer Tagesstruktur. «Wenn die Leute eine Beschäftigung haben, kann man verhindern, dass sie in die Kriminalität abrutschen», sagt Spescha.”

Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Kanton-stoppt-40-SurpriseVerkaeufer/story/20445218

Glücklicherweise haben die 40 betroffenen Asylanten einen starken Verbündeten, niemanden Geringeren als die wählerstärkste schweizer Partei:

Die Menge an Gesetzen und Vorschriften sowie der Verwaltungsaufwand sind zu reduzieren, da sie die wirtschaftliche Entwicklung, Wachstum und Kreativität sowie die Eigenverantwortung erwürgen.”

Wie Gysi einen DDR-Flüchtling nach Ostberlin zurücklotsen wollte

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Bundesarchiv_Bild_183-1989-1208-039,_Berlin,_SED-Sonderparteitag.jpg&filetimestamp=20081209173646Von Peter Wensierski im Spiegel

Furchtloser Dissidentenanwalt oder treuer SED-Funktionär? Akten aus den letzten Jahren der DDR belegen, dass sich der heutige Linke-Spitzenpolitiker Gregor Gysi beflissen Staat und Zentralkomitee andiente. So versuchte er 1988, einen Flüchtling zurück nach Ost-Berlin zu holen.

Berlin – Gregor Gysi redet gern und viel über das Leben in der DDR. Nur über seine eigene Arbeit als Anwalt und SED-Parteigenosse hat er wenig zu berichten. Dabei war Gysi in der DDR seit 1971 als Jurist tätig, 1988 stieg er sogar zum Vorsitzenden des Ost-Berliner Rechtsanwaltskollegiums auf. Neue Akten aus den letzten Jahren der DDR zeigen jetzt einen ganz unbekannten Fraktionschef der Linken: Neben dem Bild des Dissidentenanwalts, der angeblich furchtlos für seine Mandanten stritt, tritt das eines treuen SED-Funktionärs, der sich beflissen Staat und Zentralkomitee andiente.

So war Gysi im Mai 1988 an dem Versuch hoher SED-Funktionäre beteiligt, einen DDR-Flüchtling zurück nach Ost-Berlin zu lotsen. Dabei ging es um einen Wissenschaftler, der nach einer Besuchsreise in den Westen nicht mehr zurückgekehrt war. Gysi fuhr dazu eigens zum West-Berliner Ku’damm, um ein Angebot zu unterbreiten, welches er mit einem ZK-Genossen besprochen hatte.
Weiterlesen

Zum Christentum konvertiert: Frauen im Iran droht der Tod

Aus der “BILD”: Mariam (27) und Marzieh (30) lächeln. Es ist das letzte Foto der Iranerinnen in Freiheit. Jetzt sitzen die Frauen im schlimmsten Knast von Teheran. Ihr Verbrechen: Sie sind vom Islam zum Christentum übergetreten.

Menschenrechtlerin und Autorin Sabatina James (27) kämpft für die Freilassung der jungen Christinnen, berichtet: „Sie sitzen in Einzelhaft, werden mit verbundenen Augen verhört, fünf Mal am Tag ausgepeitscht. Wasser und Essensrationen sind auf das Minimum reduziert.“

Unglaublich: Diese Foltermaßnahmen stehen im iranischen Gesetz für Frauen!

Unter §225.10 für „den Abfall vom Islam“ ist dort zu lesen: „An den fünf täglichen Gebetszeiten muss die Frau ausgepeitscht werden. Ihre Lebensqualität, die Menge des Essens, der Bekleidung und des Wassers muss herabgesetzt werden, bis die Frau Reue zeigt.“

http://www.bild.de/BILD/news/2009/08/31/hinrichtung-iran-frauen/droht-tod-weil-sie-zum-christentum-konvertiert-sind.html

“Fat Tax” oder: Ist denn jeden Tag 1. April?

Der irische Billigflieger Ryanair denkt über eine zusätzliche Gebühr für übergewichtige Passagiere nach. Derzeit werde geprüft, wie dies umgesetzt werden könne. Die Idee für eine “Fat Tax” habe die Fluglinie aus einer europaweiten Umfrage unter 100.000 Kunden bekommen. Immerhin 29 Prozent von ihnen hätten eine Zusatzgebühr für Übergewichtige befürwortet.

flugzeug.jpgDie Fluggesellschaft fordert ihre Kunden auf, ein zweites Mal abzustimmen – und zwar darüber, wie der Gewichtszuschlag bemessen werde solle. Zur Wahl stünden etwa ein Zuschlag pro Kilogramm ab 130 Kilo bei Männern und ab 100 Kilo bei Frauen, nach Körperumfang ab 115 Zentimetern bei Männern und ab 101 Zentimetern bei Frauen. Möglich sei auch eine Gebühr für einen zweiten Sitzplatz, wenn der Körperumfang des Passagiers beide Armlehnen berühre.

“Vielleicht Ansporn für besonders ‘große’ Passagiere”

Die mögliche Gebühr werde “vielleicht ein Ansporn für unsere besonders ‘großen’ Passagiere, ein wenig abzunehmen und sich so leichter und gesünder zu ernähren”, erklärte Ryanair. Die Umsätze aus Servicegebühren wie der “Fat Tax” sollten Preissenkungen ermöglichen.

Ryanair bedient derzeit mehr als 800 Strecken in 26 Ländern und fliegt 146 Flughäfen an. 2009 will die Gesellschaft bis zu 67 Millionen Passagiere transportieren.”

Quelle: http://www.tagesschau.de/ryanair116.html