[Westerwelle, die] oder “Politischer Aschermittwoch in den Kommunikationswissenschaften” ;-)

Zur Autorin: Prof. Dr. Miriam Meckel, geb. 1967, ist Professorin für Corporate Communication und geschäftsführende Direktorin am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen, Schweiz und Beraterin für Kommunikationsmanagement und Public Affairs und war einst Staatssekretärin unter Peer Steinbrück in NRW.

[Westerwelle, die] Argumentkonstrukt, das vornehmlich in auf öffentliche Aufmerksamkeit und Erregung ausgerichteten deutschen politischen Debatten verwendet wird und auf kurzfristige Wirkeffekte zielt.

Die Westerwelle besteht in ihrer Grundform aus drei Phasen:

1. Exposition: Oft eingeführt mit dem Satzbestandteil „Es kann nicht sein dass …“. Der Verwender der Westerwelle formuliert damit eine Selbstverständlichkeit als provokante These, die den Beginn des sich räumlich und zeitlich verändernden Diskursfeldes markiert.

2. Eskalation: Wenn es doch sein kann, dass die öffentlich zur Diskussion gestellte These auf Widerspruch trifft, wird im zweiten Anlauf mit dem Ziel, mehr Wortmaterie durch den virtuellen Raum zu transportieren, die These durch ein behauptetes Sprechverbot verstärkt („Man wird ja wohl noch sagen dürfen, dass …“).

3. Endphase: Die These wird teilweise zurückgenommen, modifiziert, ins Allgemeine verwässert oder ins Gegenteil verkehrt. Inhaltlicher Bestandteil des Argumentkonstrukts sind dann lediglich noch Allgemeinplätze, die allerdings durch eine vermeintlich verstärkende Formulierung eingeleitet werden (z.B. „Ich bleibe dabei ….“). Diese sollen – wenngleich dem ursprünglichen Argumentkonstrukt widersprechend – rhetorische und inhaltliche Konsistenz suggerieren.

Die Westerwelle wird als Sprach- und Erregungskonstrukt bevorzugt in solchen politischen Debatten eingesetzt, mit denen die Debattenführer von anderen Themen ablenken oder diese aus dem Aufmerksamkeitsfokus der Öffentlichkeit hinausdrängen wollen. In physikalischer Hinsicht gehört die Westerwelle im Gegensatz zur mechanischen Welle in die Kategorie der Gravitationswellen, die sich in einem Vakuum ausbreiten können.”

Quelle: http://www.miriammeckel.de

Stofftiere im Kommen: Goll schenkt Mappus Stoffkrokodil!


SchnappiStefan Mappus ist nun Ministerpräsident in Baden-Württemberg und möchte Landesvater sein, nicht Feindbild. Vor allem aber will er Pannen wie die seines Vorgängers Oettinger vermeiden.
Anhand der Geschenke konnte man ganz gut erkennen, was für ein Mensch Stefan Mappus ist, der neue Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Ulrich Goll, Justizminister vom Koalitionspartner FDP schenkte ihm zur Wahl am Mittwoch ein grünes Stoffkrokodil. “Mappi-Schnappi, das kleine Krokodil” hatte Goll den neuen Regierungschef genannt, der dem Vorgänger Günther Oettinger ganz gern das Leben schwermachte mit seiner Art.”

Quelle: sueddeutsche.de

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Umfrage zur Parteineigung von Journalisten

parteineigung.jpgUmfrage zur Parteineigung von Journalisten aus dem Jahre 2005

CDU…………………………………………8,7
SPD………………………………………..26,0
FDP………………………………………….6,3
Bündnis 90/Die Grünen………………35,5
PDS………………………………………….0,8
Sonstige……………………………………3,2
ich neige keiner Partei zu…………….19,6

Quelle: Studie „Journalismus in Deutschland 2005″ (http://www.wiso.uni-hamburg.de/fileadmin/wiso_dsw_ijk/PDFs/jouridmp.pdf)