Wahl des Bundespräsidenten am 30. Juni 2010: Gratulation an Christian Wulff! Möge er sich als würdiger Nachfolger von Horst Köhler erweisen…

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Christian Wulff im 3. Wahlgang mit absoluter Mehrheit gewählt

Wahl des Bundespräsidenten am 30. Juni 2010 • Namens­liste der 14. Bundes­versammlungZusammensetzung der 14. Bundesversammlung

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Wahlergebnis des 3. Wahlgangs

Kandidat/Kandidatin Unterst. Fraktion/en (anwesende MdBV) Stimmen
Notwendig ist im 3. Wahlgang die relative Mehrheit
Abgegeben (1242) 1242
Davon
   Christian Wulff CDU, CSU, FDP (644) 625
   Joachim Gauck SPD, GRÜNE, SSW (461) 494
   Enthaltung   121
   Ungültig   2

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Wahlergebnis des 2. Wahlgangs

Kandidat/Kandidatin Unterst. Fraktion/en (anwesende MdBV) Stimmen
Notwendige Stimmenzahl im 2. Wahlgang: 623 Stimmen
Abgegeben (1242) 1239
Davon
   Christian Wulff CDU, CSU, FDP (644) 615
   Joachim Gauck SPD, GRÜNE, SSW (461) 490
   Lukrezia Jochimsen DIE LINKE (124) 123
   Frank Rennicke NPD (3) 3
   Enthaltung   7
   Ungültig   1

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Wahlergebnis des 1. Wahlgangs

Kandidat/Kandidatin Unterst. Fraktion/en (anwesende MdBV) Stimmen
Notwendige Stimmenzahl im 1. Wahlgang: 623 Stimmen
Abgegeben (1242) 1242
Davon
   Christian Wulff CDU, CSU, FDP (644) 600
   Joachim Gauck SPD, GRÜNE, SSW (461) 499
   Lukrezia Jochimsen DIE LINKE (124) 126
   Frank Rennicke NPD (3) 3
   Enthaltung   13
   Ungültig   1

Rechtsgrundlagen

Quelle und Weiterlesen: http://www.wahlrecht.de

Überall wird gespart: Auch an guter Redaktionsarbeit, wie der vorliegende Fall aus der Stuttgarter Zeitung zeigt. Und wer ist eigentlich “Markus Roth”?

Junge Liberale Baden-Württemberg – Noten für Erwerbslose gefordert Verfasst von Erik Raidt, veröffentlicht am 11. 06. 2010 in der Stuttgarter Zeitung (StZ) in einem vierspaltigen Artikel und bislang online hier zu finden. Jetzt aber nicht mehr, wie folgender Text zeigt: “Seite nicht verfügbar”

stz.pngAber wer ist überhaupt dieser dort vielzitierte Markus Roth (29), Doktorand an der Uni Stuttgart? Der im Artikel namentlich genannte Demonstrant ist kein Mitglied der Jungen Liberalen. Die Jungen Liberalen haben derweil Strafanzeige bei der Stuttgarter Polizei gestellt. Wie kann es aber sein, dass die Stuttgarter Zeitung den Artikel von Herrn Erik Raidt veröffentlicht, ohne diesen auf seinen Wahrheitsgehalt zu prüfen? Und wie kann es sein, dass Raidt diesen Artikel überhaupt schrieb, ohne den Sachverhalt auf Wahrheitsgehalt überprüft zu haben? Und was bedeutet das bezüglich des Wahrheitsgehalts von Artikeln, die in der Stuttgarter Zeitung generell veröffentlicht werden generell? Es besteht ein gewisser Grund zur Sorge. Als treuer Leser der Stuttgarter Zeitung sehne ich mich nicht nach dem Tag, an dem statt “Seite nicht verfügbar” etwas ganz anderes zu lesen sein könnte: “Zeitung nicht verfügbar”. Dazu darf es nicht kommen. Liebe StZ, sparen sie nicht an der Redaktionsarbeit, sonst sparen sich irgendwann ihre Leser ihre Zeitung!

Hier der Artikel, wie er bis heute Nachmittag im Internet zu lesen war (Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2520704_0_9223_-die-jungen-liberalen-wollen-arbeitslose-benoten.html):

Es ist Tag drei, nachdem die schwarz-gelbe Koalition in Berlin das größte Sparpaket der Geschichte angekündigt hat. In Stuttgart brennt zur Mittagszeit die Sonne auf den nüchternen Bau der Agentur für Arbeit im Nordbahnhofviertel. Vor der Drehtür stehen drei Mitglieder der Jungen Liberalen Baden-Württemberg. Sie tragen gelbe Schals mit dem Parteilogo, sie wollen denjenigen, die Unterstützung vom Staat bekommen, erklären, warum es jetzt völlig richtig sei, dass manche dieser Leistung gekürzt werden sollen.

Markus Roth, 29, schreibt gerade an seiner Doktorarbeit im Fach Philosophie an der Uni Stuttgart. “Guten Tag, ich bin von den Jungen Liberalen und würde gerne mit ihnen über das Sparpaket reden”, sagt Roth und drückt einer Frau einen Zettel in die Hand, auf dem die örtliche Nachwuchsorganisation der FDP fünf Thesen zur großen Politik formuliert hat. Zwei davon lauten: “Streichung des Elterngelds für ALG-II- Empfänger, denn Armut soll sich nicht reproduzieren! Streichung des Heizkostenzuschusses für Wohngeldempfänger, damit alle ökologischer und effizienter Heizen!” Weiterlesen

Horst – Präsident von Deutschland

HORST – Präsident von Deutschland – Ein Drama in sechs Jahren

PERSONEN
KÖNIG Franz-Josef (der Geist)
HORST, Präsident von Deutschland
ANGELA, HORSTs Kanzlerin
KARL-THEODOR, Verteidigungsminister

Die Szene ist in Berlin.

ERSTER AKT, VIERTE SZENE, Die Terrasse

HORST, ANGELA und KARL-THEODOR treten auf.

HORST
Die Luft geht scharf, es ist entsetzlich kalt.

ANGELA
’s ist eine schneidende und strenge Luft.

HORST
Was ist die Uhr?

ANGELA
Ich denke, nah an zwölf.

KARL-THEODOR
Nicht doch, es hat geschlagen.

ANGELA
Wirklich schon?
Ich hört es nicht; so rückt heran die Stunde,
Worin der Geist gewohnt ist umzugehn.
Was stellt das vor, mein Präsident?

HORST
Der König wacht die Nacht durch, zockt vollauf,
Hält Schmaus und taumelt den niedrigen Euro;
Und wie er Züge Rheinweins niedergießt,
Verkünden schmetternd Aktien und Derivate
Den ausgebrachten Markt.

ANGELA
Ist das Gebrauch?

HORST
Nun freilich wohl.
Doch meines Dünkens, bin ich eingeboren
Und drin erzogen schon, ists ein Gebrauch,
Wovon der Bruch mehr ehrt als die Befolgung.
Dies schwindelköpfge Zocken macht verrufen
und fürwahr, es nimmt
Von unsern Taten, noch so groß verrichtet,
Den Kern und Ausbund unsers Wertes weg.
So geht es oft mit einzeln Menschen auch,
Das Dämm und Schanzen der Vernunft oft einbricht,
Auch wohl durch Angewöhnung, die zu sehr
Den Schein gefällger Sitten überrostet -
Daß diese Menschen, sag ich,
Und wären ihre Tugenden so rein
Wie Gnade sonst, so zahllos wie ein Mensch
Sie tragen mag: in dem gemeinen Tadel
Steckt der besondre Fehl sie doch mit an,
Der Gran von Schlechtem zieht des edlen Wertes
Gehalt herab in seine eigne Schmach. Weiterlesen