Duisburg, 24. Juli 2010, 17.57 Uhr

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loveparade_logo.jpg21 Tote bei der Loveparade 2010 in Duisburg

Die Ereignisse von Samstag und Sonntag

Im Gedränge während der Loveparade in Duisburg starben am 24. Juli 2010 16 Menschen, fünf weitere starben später im Krankenhaus. Über 500 Menschen mussten ärztlich behandelt werden.

Samstag: 14.00 Uhr – Beginn der Loveparade

15 Wagen aus sechs Ländern setzen sich in Duisburg in Bewegung. Anders als in den Vorjahren gibt es keine Parade durch die Stadt. Stattdessen umkreisen die Wagen, auch Floats genannt, das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs, wo auch die Bühnen für die Live-Acts aufgebaut sind. Nach Angaben der Polizei sind zwischen neun und 14 Uhr 105.000 Menschen mit dem Zug nach Duisburg angereist. Tausende kamen mit Bussen oder Autos.

Vor dem Beginn der Loveparade sagte der Veranstalter Rainer Schaller der Nachrichtenagentur AP, er rechne trotz der Menschenmassen nicht damit, dass der Platz abgesperrt werden müsse: “Da passen 1,6 Millionen Menschen drauf, die Zahl werden wir heute nicht erreichen, höchstens 1,4 Millionen“, so Schaller. Später wird in Agenturmeldungen die Besucherzahl auf eine Million Menschen geschätzt, teilweise ist auch von 1,4 Millionen die Rede.

16.30 Uhr – Besucherstau und Bahnhofsperrung

Nachrichtenagenturen melden, dass wegen des großen Andrangs der Duisburger Hauptbahnhof gesperrt wurde, um einen geordneten Zugverkehr zu gewährleisten. Zudem ist von einem “Besucherstau” vor dem Gelände die Rede. Dieser Stau ensteht allerdings schon bevor das Veranstaltungsgelände überhaupt geöffnet wird. Spätere Ermittlungen ergeben, dass Besucher erst um zwölf Uhr eingelassen werden. Ursprünglich geplant war elf Uhr, doch zu diesem Zeitpunkt gibt es noch Planierarbeiten im Eingangsbereich, so dass die Besucher sich vor dem verschlossenen Gelände drängen.

17.00 Uhr – Beginn der Abschlussveranstaltung

Tödliche Falle Nottreppe
Auf der Hauptbühne beginnt um 17 Uhr das Programm mit Live-Gigs. Dies zieht weitere Besucher an, die zu diesem Zeitpunkt auf das Gelände wollen.

Zunächst geht man davon aus, dass kurz nach 17 Uhr die tödliche Massenpanik am Haupteingang ausbricht. Zwei Tunnel führen zu diesem Zugang, sie unterqueren die A59 und die Bahngleise. In der drangvollen Enge hinter dem Tunnel macht sich Panik breit. Besucher versuchen verzweifelt, der Menge zu entfliehen, drücken Absperrzäune nieder und klettern Böschungen oder Laternen hoch. An einer schmalen Nottreppe, die an der äußeren Tunnelmauer hochführt, kommt es nach Polizeiangaben zu den tödlichen Unfällen. Besucher fallen auf den Boden, werden niedergetrampelt oder ersticken.

Spätere Ermittlungen, Augenzeugenberichte und Filmaufnahmen von Teilnehmern, führen allerdings zu der Erkenntnis, dass es schon um 16.15, spätestens aber um 16.30 Uhr zu den panikartigen Reaktionen unter den Wartenden im unteren Teil der Rampe kommt. Bereits gegen 17.02 Uhr werden den Einsatzkräften erste Opfer gemeldet.

17.34 Uhr – “Wegen Überfüllung geschlossen”

Die Polizei meldet: “Das Veranstaltungsgelände ist zur Zeit wegen Überfüllung geschlossen.” Die Polizei gibt über Lautsprecher Hinweise an die Teilnehmer und bittet sie zurück in Richtung Hauptbahnhof zu gehen.

17.57 Uhr – Erste Meldungen von Toten

“… offenbar zehn Personen getötet.”>
Drei Minuten vor sechs kommt die erste Polizeimeldung:
“Im Verlauf einer Massen-Panik im Tunnel der Karl-Lehr-Straße sind nach bisherigen Erkenntnissen offenbar zehn Personen getötet, zehn Personen reanimiert und etwa 15 Personen verletzt worden.” Die Zahl der Opfer, die in der Nähe des Tunnels sterben, steigt später auf 16, drei weitere Menschen sterben noch in der Nacht im Krankenhaus. Die Zahl der Verletzten wird später mit 342 angegeben…

Quellen: http://www.wdr.de

Wer ist eigentlich Paul? Und wird einmal eine WM kommen, in der Orakeln reicht und gar nicht mehr gespielt werden muss? Wir wissen es nicht…


Auszüge aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Paul (* 26. Januar 2008 im Atlantischen Ozean bei Weymouth, Dorset) ist ein Krake, der als Orakeltier für die Vorhersage von Spielergebnissen bei internationalen Fußballturnieren bekannt wurde. Er lebt in dem Großaquarium Sea Life Centre im nordrhein-westfälischen Oberhausen. Besondere Medienbekanntheit erreichte Paul, als er während der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 als Kraken-Orakel (auch: Oktopus-Orakel oder Okrakel) insgesamt acht Spielausgänge – Sieg oder Niederlage – korrekt „voraussagte“, darunter die sieben aufeinanderfolgenden Begegnungen mit deutscher Beteiligung sowie das Endspiel der WM 2010. Laut Aussagen seiner Betreuer wird es keine weiteren Voraussagen von Paul geben.[1]

Kraken-Orakel

Einsatz als Orakeltier, Mechanismus der Vorhersagen

Paul wurde im Sea Life Centre in Oberhausen als Attraktion für die Besucher des Großaquariums bereits zweimal als Kraken-Orakel bzw. Oktopus-Orakel für die Vorhersage von Spielausgängen bei großen Fußballturnieren eingesetzt: Bei der Fußball-Europameisterschaft 2008 (Euro 2008) und bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 (WM 2010). Bislang erwiesen sich fast alle seine Voraussagen als richtig, lediglich die deutschen Begegnungen gegen Kroatien und gegen Spanien bei der Euro 2008 hat er als Orakel falsch vorhergesagt.

Jeweils einige Tage vor dem Spiel wurden zwei gleichartige Deckelboxen aus Plexiglas in das Aquarium gesenkt. Die Boxen enthielten Wasser und Futter in Form einer Miesmuschel[6]. Auf der Betrachterseite waren die Boxen mit der jeweiligen Nationalflagge der beiden Länder beklebt, deren Fußball-Nationalmannschaften gegeneinander antreten sollten. Pauls Futterauswahl galt dann als Vorhersage des späteren Siegers.

Bei der WM 2010 wählte er acht Mal in Folge die Box mit der richtigen Flagge aus. Darunter fallen die fünf Siege der deutschen Nationalmannschaft gegen Australien, Ghana, England, Argentinien und Uruguay sowie die beiden Niederlagen gegen Serbien in der Vorrunde und Spanien im Halbfinale.[7] Am 9. Juli tippte Paul erstmals ein Spiel ohne deutsche Beteiligung und sagte zutreffend einen Sieg Spaniens im Finale gegen die Niederlande voraus.[8]