Geert Wilders unveröffentlichter Film “Fitna” erregt die Gemüter

Der niederländische Islamkritiker Geert Wilders hat am 18. März in einem Interview mit dem dänischen Fernsehsender DR2 seinen Anti-Koran-Film “Fitna” verteidigt. Auch wenn es nach der Veröffentlichung seines Films – wie bei den dänischen Mohammed-Karikaturen – zu schweren Unruhen in der arabischen Welt komme, würde er sich nie seine Meinungsfreiheit und seine Kritik an der islamischen Gewalt-Ideologie verbieten lassen.
Und Taliban und al-Qaida scheinen sich auch schonmal “warmzulaufen”, wie die folgende Aufzählung aus der Wikipedia zeigt. Vorallem aber eine Frage drängt sich auf: Und zwar die, ob es diesen Film tatsächlich überhaupt gibt, wo ihn doch noch niemand, außer Wilders selbst, gesehen haben will! Man kann diesen Geert Wilders sehen wie man will, dass aber die Ankündigung eines Films, der unter Umständen nichteinmal existiert, zu derartigem Tumult führt, ist in meinen Augen unfassbar:

  • Zabihullah Mujahid has stressed that the Taliban will increase their attacks on Dutch military and humanitarian peacekeepers in Afghanistan, if the film was ever aired.
  • Wilders is the subject of a fatwa, allegedly associated with Al-Qaeda, calling upon Muslims to assassinate Wilders in the name of Islam.
  • Syria’s Grand Mufti, leader Ahmad Badr al-Din said that if Geert Wilders pictures the image of a burning Koran in his film, the Dutch people will be held responsible and possible attacks against Western public interests are not out of the question.
  • Iran has threatened to review its diplomatic stance with The Netherlands, should the film be aired.
  • Prime minister Jan Peter Balkenende of the Netherlands is worried about possible repercussions for Dutch citizens and economic interests.
  • The publication of the film was investigated by the Ministry of Justice (Netherlands)|Dutch ministry of Justice to find out whether the release of the film could be prevented, but this could not be done.
  • Wilders accuses Balkenende of capitulating to Islam.
  • On March 6th 2008, the Dutch government raised its national terroristic threat level from the status ‘limited terroristic threat’ to ’substantial terroristic threat’ because it fears Muslim terrorists will launch attacks against European targets, with the film as one of the causes.

Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Fitna_(film)#Threats_and_consequences

Mehr Infos dazu unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Fitna

Zur weiteren Betrachtung des Themas, hier ein Bericht von tagesschau.de: http://www.tagesschau.de/wilders4.html

Niederländischer Rechtspopulist sucht Plattform für Film

Streit um anti-islamische “Zwietracht”

Der Koran, ein “schreckliches Buch”: Das ist die Botschaft eines Kurzfilms des rechtspopulistischen Parlamentariers Geert Wilders, der in den Niederlanden hohe Wellen schlägt. Nur: Sehen konnte den umstrittenen Film noch niemand. Das versucht Wilders jetzt zu ändern.

Von Christopher Plass, HR-Hörfunkstudio Brüssel

Anfragen zwecklos. Geert Wilders schweigt. Wann und wo sein schon vor Monaten angekündigter Anti-Islam-Film zu sehen sein wird, daraus macht der niederländische Parlamentarier von der rechtslastigen “Partei für die Freiheit” weiter ein großes Geheimnis. Nur eines hat Wilders seine Fan-Gemeinde wissen lassen: Vor dem 1. April soll der Kurzfilm gezeigt werden, irgendwo im Internet. Nur wo?
Denn der 44-jährige, der mit ausländer- und vor allem islamfeindlichen Parolen für sich und seine Partei wirbt, erlebt derzeit am eigenen Leibe so etwas wie eine “Eindämmungs”-Strategie der Politik - und auch der Medien. Die Meinungsfreiheit sei zwar ein Wert, der garantiert werden müsse, sagt der christdemokratische Ministerpräsident Jan Peter Balkenende. Aber es sei auch seine Verantwortlichkeit, Herrn Wilders auf mögliche Konsequenzen hinzuweisen. Balkenende warnt vor ernsthaften Risiken “für unsere Bürger und niederländische Interessen in verschiedenen Ländern”.

Sorge vor Ausschreitungen

Die Politik hat daher den Druck erhöht in der Hoffnung, dass sich der gewählte Parlaments-Abgeordnete Wilders der Staatsräson beugt. Anschläge werden befürchtet - im Land selbst, aber auch beispielsweise auf holländische Soldaten in Afghanistan. Außerdem gibt es Sorge, dass, ähnlich wie im Falle der dänischen Mohammed-Karikaturen, Geschäftsinteressen im Ausland leiden könnten. Drohungen stehen im Raum – und die Niederländer erinnern sich an den Mord an dem Regisseur Theo van Gogh, der ebenfalls einen islam-kritischen Film veröffentlicht hatte. Ein radikaler Islamist tötete van Gogh auf offener Straße.

“Die Angst sitzt den Holländern noch im Nacken. Man weiß nicht, was passiert: gibt es Demonstrationen oder Anschläge?”, sagt der politische Journalist Ad Vaessen aus Rotterdam. Geert Wilders läßt das ungerührt: er genießt seit Jahren ohnehin strengen Polizeischutz.

Hassfilme unerwünscht

Muslimische Organisationen wollen den Film gerichtlich überprüfen lassen, dazu könnte es am Freitag ein Urteil geben. Die Medien des Landes haben sich geweigert, den angekündigten Film zu zeigen. Wilders hat daraufhin eine Internet-Version seines Filmes in Aussicht gestellt. Der Film soll „Fitna“ heißen – zu deutsch etwa „Zwietracht, Aufruhr“. Doch sein amerikanischer Internet-Provider hat die Seite jetzt gesperrt: Hass-Filme seien dort nicht erlaubt. Und Wilders‘ Äußerungen deuten darauf hin:

“Die Botschaft des Filmes ist, dass der Koran ein schreckliches Buch ist. Nicht nur eines der Vergangenheit: Heutzutage wird viel schreckliches damit gemacht. Das will ich zeigen. Ich habe im Parlament auch vorgeschlagen, den Koran zu verbieten.”

Eine rechtsgerichtete Partei aus Tschechien hat jetzt angeboten, den Film auf ihrer Website zu zeigen. Und auch ein muslimischer Sender in den Niederlanden selbst würde das übernehmen – vorausgesetzt, er könne den Inhalt vorher prüfen. Doch Wilders hat das abgelehnt, spielt sein Versteck-Spiel weiter. Auch wenn er behauptet, der Film komme noch vor dem 1. April, Wilders ist in die Defensive geraten, die Zweifel sind gewachsen. Wo er selbst im Internet nach einer Plattform sucht, blühen dort mittlerweile die Internet-Initiativen, die gegen Wilders Front machen.”

Geposted von Alexander Schopf am 19.03.2008 | In Islamismus, Menschenrechte, Weltpolitik |


Eine Antwort auf “Geert Wilders unveröffentlichter Film “Fitna” erregt die Gemüter”

  1. Admin Sagt:

    Ob es diesen Film tatsächlich überhaupt gibt, wo ihn doch noch niemand, außer Wilders selbst, gesehen haben will?!

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