Gülsen Celebi: Buch über Ehrenmord verboten
Mord aus verletzter Ehre: Am 9. März 2007 erschießt der Türke Erol in Mönchengladbach seine Ex-Frau Rukiye und die gemeinsame Tochter Derya. Denn Rukiye, von ihm jahrelang terrorisiert und verprügelt, hat in seinen Augen ein Verbrechen begangen - weil sie sich von ihm trennte und
ihm die Kinder entzog. Gülsen Celebi, die Anwältin von Rukiye hat ein Buch über den Mord an ihrer Mandantin geschrieben: “Kein Schutz, nirgends”. Allerdings steht das Buch derzeit nicht zum Verkauf. Ein Gericht hat den Vertrieb untersagt.
“Kein Schutz, nirgends” ist ein Insiderbericht aus einer Parallelwelt, in der minderjährige junge Frauen wie Rukiye zwangsverheiratet und in Deutschland wie Sklavinnen gehalten werden. Rechtlos und schutzlos. Und wer ausbrechen will, wird bestraft - von der Familie, vom Clan. “Wir müssen uns bewusst werden, wenn ein Clan vorhat, jemanden umzubringen, dann wird der alles drum geben, das dass auch verwirklicht wird”, so Gülsen Celebi. “Da sind wir und da ist auch die Justiz nicht vorbereitet.”







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