Köhler reloaded: Horst Köhler bleibt Bundespräsident!
Die Bundesversammlung hat Horst Köhler im ersten Wahlgang im Amt des Bundespräsidenten bestätigt. Mit 613 von 613 erforderlichen Stimmen war es eine sehr knappe Entscheidung. Die SPD-Kandidatin Gesine Schwan musste sich mit 503 Stimmen geschlagen geben. Somit wird Köhler auch in den kommenden fünf Jahren die Bundesrepublik repräsentieren.
Zuletzt hatte sich bereits angedeutet, dass die Chancen von Amtsinhaber Köhler für eine zweite Amtszeit gestiegen waren. Medienberichten zufolge erwogen einzelne Abgeordnete wie die Grüne Uschi Eid oder der von der SPD nominierte Handball-Nationaltrainer Heiner Brand, für Köhler zu stimmen. Zudem hatte der inzwischen fraktionslose und deswegen nicht zum schwarz-gelben Lager zählende ehemalige CDU-Abgeordnete Henry Nitzsche bekannt gegeben, für Köhler zu stimmen.Schlappe für SPD-Kandidatin
Die bereits zum zweiten Mal angetretene Politologin Schwan, von der SPD nominiert und den Grünen unterstützt, hatte rein rechnerisch 514 Wahlleute hinter sich. Teile der SPD-Spitze waren nach Informationen von tagesschau.de vor der Nominierung Schwans durch den damaligen Parteichef Kurt Beck bereit, Köhler im Amt zu bestätigen.
Linkspartei wollte Schwan unterstützen
Wie erwartet erhielt der Kandidat der Linkspartei, Peter Sodann, nur wenige Stimmen. Insgesamt votierten 91 Wahlmänner und Wahlfrauen für ihn. Der Kandidat hatte seine gesamte Kandidatur eher als Posse gespielt. Die Fraktionschefs der Partei, Oskar Lafontaine und Gregor Gysi, hatten im Vorfeld der Wahl widersprüchliche Angaben zum Vorgehen der Partei in weiteren Wahlgängen gemacht. Lafontaine sagte, die Linkspartei werde ihren Kandidaten Sodann bereits vor einem zweiten Wahlgang zurückziehen. Gysi hatte hingegen heute im Sender Phoenix betont, dies würde erst vor einem dritten Wahlgang geschehen.
Quelle: tagesschau.de
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Anmerkung der Redaktion:
Es gab noch einen vierten Kandidaten. Interessant, dass dieser nicht erwähnt wird.
Mehr dazu bei bildblog.de im Beitrag “Neonazis gibt es nicht”. Dort ist zu lesen, dass etwa “Spiegel Online” immer nur über drei Bewerber schrieb.
Wir glauben nicht, dass Neonazis verschwinden, wenn man so tut, als gäbe es sie gar nicht. Die Nennung des vierten Kandidaten hätte möglicherweise zu einer intensiven Diskussion über DVU und NPD geführt, die so weitgehend ausgeblieben ist.
Die Bundesversammlung hat Horst Köhler im ersten Wahlgang im Amt des Bundespräsidenten bestätigt. Mit 613 von 613 erforderlichen Stimmen war es eine sehr knappe Entscheidung. Die SPD-Kandidatin Gesine Schwan musste sich mit 503 Stimmen geschlagen geben. Somit wird Köhler auch in den kommenden fünf Jahren die Bundesrepublik repräsentieren.






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