Schwedischer Karikaturist taucht nach al-Qaida-Morddrohung unter

Stockholm - Lars Vilks kehrte auf Anraten der Polizei nach einer Deutschlandreise nicht wie geplant in sein Landhaus im südschwedischen Bezirk Schonen zurück, berichtete der Fernsehsender SVT am Abend. Er halte sich vorerst an einem nicht genannten Ort unter Polizeischutz auf, hieß es weiter.

Die Polizei habe ihm deutlich gemacht, dass die von Islamisten ausgerufenen Drohungen gegen ihn äußerst ernst zu nehmen seien, sagte Vilks der Nachrichtenagentur Reuters. Er habe lediglich ein paar Dinge aus seiner Wohnung holen dürfen. Ein Polizeisprecher sagte: “Wir haben Kontakt mit Vilks aufgenommen und treffen mit ihm zusammen die notwendigen Entscheidungen.”

Der irakische Ableger des Terrornetzwerks al-Qaida hatte am Wochenende ein Kopfgeld von mindestens 100.000 Dollar (72.000 Euro) auf Vilks ausgesetzt, weil dieser den Propheten Mohammed als Hund gezeichnet hatte. Für die die Tötung des Chefredakteurs der Zeitung “Nerikes Allehanda”, Ulf Johansson, setzte al-Qaida wegen Veröffentlichung der Zeichnung einen halb so hohen Betrag als Belohnung aus (mehr…).

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,506264,00.html

Geposted von Markus Lochmann am 17.09.2007 | In Islamismus, Europa |

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