Uni-Chefarzt pfuscht - 2 Millionen Abfindung vom Land

Unglaubliches aus unserem Beamtenrecht:

Der wegen Körperverletzung verurteilte Unfallchirurg Hans Peter Friedl bekommt für sein Ausscheiden aus dem Dienst des Landes eine Abfindung in Höhe von 1,98 Millionen Euro. Im Gegenzug wird Friedls Beamtenverhältnis aufgehoben.

Die Universitätsklinik Freiburg und das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg gaben am Dienstag bekannt, “das Dienstverhältnis sowie alle anhängigen Verfahren gegen eine Abfindungszahlung zu beenden”. Nach dem milden Urteil des Freiburger Verwaltungsgerichts - die Staatsanwaltschaft hatte 100.000 Euro Geldstrafe, zwei Jahre Freiheitsentzug auf Bewährung und drei Jahre Berufsverbot verlangt, was zu einer sofortigen Dienstenthebung geführt hätte - bekam der vorläufig suspendierte Ordinarius weiterhin das volle Grundgehalt für seine C-4-Professur.

Der Uniklinik Freiburg kommt die gütliche Einigung teuer zu stehen, sie muss die knapp zwei Millionen Euro aufbringen. Das Geld sei bereits zurückgestellt worden, heißt es bei der Klinikleitung. In der Abfindung für Friedl sind enthalten: das Gehalt, entgangene Erlöse aus der Privatliquidation und Pensionsansprüche.

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/1956305_0_2147_
fast-zwei-millionen-abfindung-land-wird-skandal-chefarzt-friedl-los.html

Hoffentlich wurde der Pfuscher auch nicht noch von unseren Studiengebühren bezahlt. Zwei Millionen Euro - damit könnte man so einige Stipendien finanzieren. Doch scheinbar gibt das Land lieber Geld für “wichtige” Dinge aus.

Geposted von Markus Lochmann am 25.02.2009 | In Deutschland |

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