Hat’s geschmeckt? – LHG Tübingen launcht „Mensakritik“

Es ist ein Ritual für viele Studenten an der Eberhard Karls Universität Tübingen: Der mittägliche Gang in die Mensa. Für moderate Preise wird der Hunger gestillt – doch wie steht es mit dem Genussfaktor?

Zum Wahlkampfauftakt für die Gremienwahlen an der Eberhard Karls Universität Tübingen Anfang Juli hat sich die Liberale Hochschulgruppe (LHG) nun etwas ganz Besonderes ausgedacht: Auf dem Portal „mensakritik-tuebingen.de“ haben Studierende ab jetzt die Möglichkeit, das Essen in der Mensa zu bewerten. Neben der Auswahl der entsprechenden Mensa und des verspeisten Gerichtes kann dieses den Kategorien „lecker“, „neutral“ oder „schlecht“ zugeordnet werden. Ein Textfeld bietet Platz für eine ausführliche Beurteilung.

„Tausende von Studenten strömen täglich in die Mensen. Ihre Meinung zum angebotenen Essen abgeben können sie jedoch nirgends. Das wollen wir ändern.“, so LHG-Vorsitzender Martin Brüssow. „Das Projekt läuft in enger Kooperation mit dem Studentenwerk. So kann tatsächlich direkt auf die Beurteilung der Studierenden eingegangen werden. Durch die Kritiken der anderen Studierenden kann sich außerdem jeder, der die Seite aufruft, ein Bild von dem Essen in der jeweiligen Mensa machen.“

Nach einer ersten Flyer-Aktion fielen die Resonanzen äußerst positiv aus: „Erstmal Danke an LHG – super Idee!“ äußerte sich ein Mensakritiker auf dem Portal, das seit seinem Start am letzten Dienstag schon von über 50 Studenten genutzt wurde. Tendenz steigend: „Durch Mundpropaganda wird sich die Bekanntheit der Seite sicher schnell weiter steigern“, so Brüssow. Weiter Flyeraktionen seien ebenfalls geplant.

Brüssow kandidiert am 3. und 4. Juli mit der LHG bei den Uni-Wahlen. Neben dem Mensakritik-Portal setzen die Liberalen sich vor allem für bessere Busanbindungen sowie einen Park-and-Ride-Parkplatz ein und positionieren sich gegen Zwangsbeiträge durch den AStA.

Wahlprogramm für die Uni-Wahl 2012

Wahlprogramm 2012

Viele Stunden haben wir daran gearbeitet, jetzt ist es fertig und beschlossen. Unser Wahlprogramm für die Uni-Wahl am 03. und 04. Juli 2012! Es ist deine Wahl:

Liste 4: LHG!

1. Zwangsbeiträge statt Studiengebühren – nicht mit uns!

Als LHG sprechen wir uns klar gegen jede Erhebung von Zwangsbeiträgen durch den Allgemeinden Studierenden Ausschuss der Uni Tübingen aus. Es darf nicht sein, dass die komplette Studentenschaft gezwungen wird die Privilegien einer kleinen, linken Gruppe zu finanzieren.

2. Mensakritik.de: Mehr Service an der Uni!

Wir als LHG setzen uns für eine Uni ein, der transparenter, serviceorientierter und in engerer Zusammenarbeit mit den Studierenden agiert. Das schafft Transparenz! Regelmäßige Bewertungen von Studierenden über die Qualität unterschiedlicher universitärer Einrichtungen müssen der Regelfall werden.
Dabei gehen wir mit unserem Mensakritik-Projekt beispielhaft voran.

3. Mehr Platz für mein Auto!

Der Schiebeparkplatz ist die einzige Uni-Nahe Parkgelegenheit, die noch kostenfrei zur Verfügung steht. Tagtäglich zeigt sich auf dem oft überfüllten Parkplatz, dass der Bedarf eigentlich noch viel höher ist. Nicht wenige Studenten pendeln regelmäßig aus der Umgebung nach Tübingen, ohne dass es aber ein dem angemessenes Parkplatzangebot gäbe. Als LHG fordern wir daher die Einrichtung eines Park and Ride Parkplatzes, an dem Studenten kostenlos ihr Auto abstellen und in die Innenstadt gelangen können. Eine Bebauung des Schiebeparkplatzes lehnen wir ab!

4. Mit dem Bus zur Party!

25.000 von knapp 90.000 Einwohnern Tübingens sind Studenten. Deren Bedürfnissen wird der Busfahrplan bis heute nur unzureichend gerecht. Insbesondere Mittwoch Abends gehen viele Studierende feiern und haben am späten Abend keinerlei Busanbindungen mehr. Wir fordern daher eine Ausweitung des ÖPNV-Angebots in dieser Zeit!

5. Kein Extremismus an der Hochschule!

Gruppierungen einer so genannten „Ernst-Bloch-Universität“ an der Eberhard Karls Universität Tübingen lehnen wir ab. Wir sind gegen solche ideologischen Grabenkämpfe und politischen Extremismus an der Hochschule.