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Neugründung der LHG Tübingen

Mitgliederversammlung 2011 – v.l.: Jona Christopher Heise, Carl Christian Hirsch, Sascha Fietze, Mihael Duran, Christine Deder, Martin Brüssow (Vorsitzender), Alexander Schopf (Landesvorsitzender), Tina Straßburger, Simon Schulz

Seit vergangenem Mittwoch weht ein neuer Wind durch die Liberale Hochschulgruppe (LHG) Tübingen:

Nachdem die Aktivität nach den verlorenen AStA-Wahlen im Juni ein wenig zurückgegangen war, wird sich die LHG nun mit frischen Ideen in die Hochschulpolitik einbringen.

Der erste Schritt dazu war die Wahl eines neuen Vorstands auf der Wahl-Mitgliederversammlung am vergangenen Mittwoch. Zum neuen Vorsitzenden wurde Martin Brüssow (21, Student der Wirtschaftswissenschaften) gewählt. Er ist seit 2007 bei den Jungen Liberalen (JuLis) aktiv und war bis zu seinem Umzug nach Tübingen Vorsitzender in Wuppertal. Einstimmig wurde zudem in ihrem Amt als Schatzmeisterin Tina Straßburger (22, Studentin der Wirtschaftswissenschaften) bestätigt, die das Amt schon im letzten Jahr zuverlässig ausgeführt hat. Stellvertreterin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit ist darüber hinaus nun Christine Deder (20, Studentin der Medienwissenschaft und BWL). Sowohl privat als auch durch ihr Studium hat sie viel Erfahrung mit Pressearbeit gemacht, seit einem Jahr ist sie auch bei den JuLis Rems-Murr im Amt der Pressesprecherin aktiv.

Einen besonderen Dank sprachen die anwesenden Studierenden dem LHG-Landesvorsitzenden Alexander Schopf aus, der nach der Wahl ausführlich über die Zukunft der ASten in Baden- Württemberg unter der Grün-Roten Landesregierung referierte.

„Zusammen mit den vielen neuen aktiven LHGlern möchte ich für die Probleme der Studierenden pragmatische Lösungsansätze entwickeln, die die anderen Hochschul-gruppen bisher vermissen lassen.“,

fasste Martin Brüssow die Ziele der kommenden Amtsperiode zusammen.

Auf der nächsten Mitgliederversammlung Mitte Januar sollen dazu erste Ideen beispielsweise zu den Themen „Wohnungsmangel“, „Überlastung des Fachsprachenzentrums“, „Vorbereitung auf den Doppeljahrgang“ oder „Mensaessen“ diskutiert werden.

Den Link zur Pressemitteilung als PDF findet ihr HIER

Diese Stellungnahme bezieht sich auf diese Absichtserklärung.

Die LHG Tübingen hat sich an der Bildung einer gemeinsamen Studentenvertretung im Rahmen des ZSGT und des AK ZSV konstruktiv und regelmäßig beteiligt.

Wir waren ob des Vorgehens oben genannter Gruppen während der letzten Wochen sehr verwundert und enttäuscht. Mehr noch als das Vorgehen befremdet uns der Inhalt der Absichtserklärung.

Die LHG spricht sich für studentische Wahlen als die niederschwellige Beteiligungsmöglichkeit für die einzelne Studentin, den einzelnen Studenten aus. Das in der Absichtserklärung vorgeschlagene System koppelt sich hingegen von jeglicher Form demokratischer Legitimation ab. An die Stelle von Wahlen tritt eine missbrauchsanfällige Art von Selbstermächtigung. Darüber hinaus verlieren die Hochschulgruppen mangels Ideenwettbewerbs an Profil und werden es in diesem Einheitssystem auch schwerer haben, engagierte neue Mitglieder werben zu können.

Die LHG ist jedoch auch weiterhin an der gemeinsamen Ausarbeitung einer reformierten, demokratischen Studentenvertretung interessiert; sie unterstützt gegebenenfalls auch die Arbeit im ZSGT für das kommende Semester als vorläufigen Kompromiss.
Sie hofft zudem auf eine gesittete Arbeitsatmosphäre in fairem Umgang.

Die LHG Tübingen bekennt sich aber zu den studentischen Anstrengungen außerhalb des bundesweiten Bildungsstreiks für mehr Mitbestimmungsrechte der Studenten und letztlich verbesserte Studienbedingungen. Die LHG strebt so auch eine konstruktive Zusammenarbeit im AStA, bzw. vielmehr im neu konzipierten Zentralen Studentengremium Tübingen (ZSGT) an - und begleitet dessen Entwicklung kritisch.

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