Dreikönigstreffen der Liberalen 2012

3k.jpg

13k.jpgWie in den vergangenen Jahren, so auch in 2012, werden die Liberalen Hochschulgruppen wieder einen Infostand auf Dreikönig unterhalten und die Parteitagsbesucher über ihre Ziele und Ideen informieren. Daher der Aufruf: Helfer gesucht! Anmeldung bitte direkt an alexander.schopf[ät]lhg-bw.de. Die Helfer erhalten zudem die Möglichkeit, den Parteitag aus nächster Nähe mitzuverfolgen.

Der 108. Ord. Landesparteitag der FDP findet am 5. Januar 2012 im Kongresszentrum Liederhalle, Hegelsaal – Berliner Platz – 70174 Stuttgart – statt. Helfer treffen sich um 9.20 Uhr am LHG-Stand.23k.jpg

Am 5. Januar 2012 findet im Anschluss an den Parteitag der traditionelle Dreikönigsball statt.

Die Dreikönigskundgebung ist am 6. Januar 2012 im Stuttgarter Opernhaus um 11.00 Uhr – Einlass ab 10.00 Uhr.

Programmatisch wird die LHG mit zwei Anträgen zu aktuellen Fragestellungen ihren Beitrag zur Diskussion leisten:

  1. Plagiate in der Wissenschaft nachhaltig bekämpfen
  2. Größere Wahlfreiheit beim Praktischen Jahr im Medizinstudium – Damit unsere Jungärzte im Land bleiben

Die LHG bittet um Beachtung bei der Wahl der Antragsreihenfolge und um Zustimmung zu den beiden Anträgen.
[mygal=3k2011a]


Betr.: Plagiate in der Wissenschaft nachhaltig bekämpfen

Der Landesparteitag möge beschließen:

Die FDP/DVP Baden-Württemberg fordert, dass an allen Hochschulen im Land bei der Prüfung von Dissertations- oder Habilitationsschriften sowie allen weiteren wissenschaftlichen Arbeiten die Plagiatskontrolle, insbesondere durch den Einsatz technischer Hilfsmittel, intensiviert wird, um Plagiate in der Wissenschaft nachhaltig zu bekämpfen.

Begründung:

Es besteht Einigkeit in Wissenschaft und Gesellschaft, dass zur Prüfung der wissenschaftlichen Qualität einer Arbeit auch die Kontrolle der Hilfsmittel gehört. Gleichwohl traten in der näheren Vergangenheit immer wieder „Promotionsskandale“ zu Tage. Insbesondere der technische Fortschritt ermöglicht es in der Gegenwart äußerst schnell und treffsicher Arbeitsinhalte aufzuspüren, die bereits Inhalt vorheriger Arbeiten waren und nicht als solche gekennzeichnet sind.

Der Imageschaden beschränkt sich insbesondere in diesen gesellschaftlich diskutierten Fällen nicht auf den betroffenen Wissenschaftler, sondern trifft Fachbereich, Universität und die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft an sich. Neben dem Ansehen schaden Plagiate der Wissenschaft auch unmittelbar. Wenn Altbekanntes als neues Forschungsergebnis verkauft wird, mindert sich mit jedem Plagiat die Innovationsleistung der Wissenschaft.

Die oben genannten technischen Möglichkeiten dürfen daher nicht erst von „Plagiatsjägern“ eingesetzt werden, sondern müssen bereits im Rahmen der ersten Kontrolle durch die ordentlichen Prüfer Anwendung finden. Nur durch das Etablieren einer gewissenhaften und effektiven Plagiatskontrolle während des Verfahrens können Plagiate nachhaltig bekämpft werden.


Betr.: Größere Wahlfreiheit beim Praktischen Jahr im Medizinstudium – Damit unsere Jungärzte im Land bleiben

Der Landesparteitag möge beschließen:

Die FDP/DVP Baden-Württemberg setzt sich für die Wahlfreiheit der Ausbildungsstätte im praktischen Jahr des Medizinstudiums ein. Die Ausbildung soll bundesweit an allen Krankenhäusern erfolgen können, die an eine Hochschule angegliedert sind und die Kriterien erfüllen, die von der Hochschule, an der der Student eingeschrieben ist, festgelegt werden. Wenn diese Kriterien erfüllt sind, besteht Anspruch auf Anerkennung der Leistungen. Die Ärztliche Approbationsordnung (ÄAppO) ist entsprechend zu ändern.

Begründung:

Durch die Approbationsordnung für Mediziner sind Medizinstudenten gezwungen, ihr Praktisches Jahr (PJ) entweder an Lehrkrankenhäusern der eigenen Universität oder an Krankenhäusern im Ausland, die einer Universität angegliedert sind, abzuleisten. Eine deutschlandweite Wahlfreiheit des PJ-Platzes existiert nicht.

Die wenigsten Hochschulen sind bereit, einen Hochschulwechsel zum PJ zuzulassen, somit bleibt den Studenten meist keine Chance, Mobilität auszuüben, selbst wenn diese bereit wären, ihre Universität zu wechseln und sich an einer anderen Universität zu immatrikulieren.

Bei der Vergabe von Assistenzarztstellen sind diejenigen im Vorteil, die in den entsprechenden Abteilungen bereits durch gute PJ-Leistungen aufgefallen sind. Durch die Einschränkungen im Praktischen Jahr entsteht bei der späteren Suche nach dem Wunscharbeitsplatz eine Benachteiligung.

Gleichzeitig werden Medizinstudenten, die eine differenzierte Ausbildung suchen, ins Ausland gedrängt. Viele möchten ihren Erfahrungsschatz durch einen Ortswechsel bereichern, ohne gleich die Universität wechseln zu müssen – daher bleibt ihnen nur der Gang ins Ausland. Die Konsequenz ist klar, denn wem es dort gefällt, der lässt sich dort auch nieder! Es dürfte demnach kein Zufall sein, dass sehr viele Jungärzte in die für das PJ beliebten Länder, wie z.B. die Schweiz oder Großbritannien, abwandern.

Mit der Änderung wäre das Landesrecht und die Hochschulautonomie gewahrt und den Studenten gleichzeitig die Möglichkeit gegeben, sich für den für sie besten PJ-Platz zu bewerben.