Senat aktuell

Eine kurze Beschreibung zum Senat und seinen Aufgaben gibt es hier.

An dieser Stelle wollen wir weniger darauf eingehen, was der Senat “im Allgemeinen so macht”, sondern vielmehr einen Einblick in die Senatsarbeit aus Sicht der Studierenden und der von der LHG & RCDS-Liste gewählten studentischen Vertreterin im Senat, Katerina Deike, geben. Es sollen die wichtigsten aktuellen Themen, die Studierende betreffen, kurz vorgestellt werden.
Bei Fragen und Anmerkungen hilft unsere Senatorin sehr gerne weiter – einfach Mail an katerina.deike@lhg-heidelberg.de !

Nächste Senatssitzung: 12. November 2013

(Die Sitzungen sind i.d.R. nicht öffentlich und auch die Unterlagen sind streng vertraulich, da viele personenbezogene Daten (z.B. im Rahmen von Berufungsverfahren) dabei sind.)

Aktuelle Themen:

    • E-13-Stellen zur Stärkung der Fakultäten / der dezentralen Ebene

In Heidelberg erfolgt die Akkreditierung der Studienfächer im Rahmen der Systemakkreditierung (da diese deutlich preiswerter als ihre Alternative, die s.g. Programmakkreditierung, ist). Um die Qualität der Systemakkreditierung zu gewährleisten, muss die Systemakkreditierung ihrerseits akkreditiert werden. Dies wird von einem Akkreditierungsunternehmen organisiert, das eine Gruppe von Gutachtern (z.B. Professoren anderer Universitäten) zusammenstellt, die die zu untersuchende Hochschule, bzw. deren Akkreditierungssystem, unter die Lupe nehmen.
Im Januar 2013 kam diese Gutachtergruppe das erst Mal an unsere Uni (1. Begehung), im Sommer folgte ihr Gutachten mit Verbesserungsvorschlägen, die es nun umzusetzen gilt. Die Fortschritte werden in der 2. Begehung (Februar 2014) überprüft werden und sollen zur Akkreditierung unserer Systemakkreditierung führen.

Der Hauptkritikpunkt im Gutachten war, dass Qualitätsmanagement und -Sicherung an der Uni Heidelberg nur auf zentraler Ebene vorhanden und gut strukturiert sei, wohingegen die dezentrale Ebene, also die Fakultäten und Fächer, eine Defizit aufweisen.

Die Idee des Rektorats, insbesondere des Prorektors für Qualitätsmanagement, Professor Loureda, ist nun, jeder Fakultät eine E-13-Stelle zur Unterstützung der Studiendekane, einen s.g. Qualitätsbeauftragten, zur Seite zu Stellen, der für das Qualitätsmanagement zuständig sein soll.

Kritisch ist zunächst die Finanzierung der E-13-Stellen: Die Studierenden sollen über ihre Qualitätssicherungsmittel (QuaSiMi, dh. die Ersatzzahlungen des Landes an die Hochschulen für die weggefallenen Studiengebühren, über die Studierende mitverfügen können) für die Finanzierung der E-13-Stellen sorgen. Natürlich sind QuaSiMi für die Sicherung der Qualität in Studium und Lehre vorgesehen und genau dafür sind Studierende auch gerne bereit diese auszugeben, aber dann müssen den Studierenden auch entsprechende Konzepte zum Aufgabenbereich dieser Stellen und deren Einbindung in das bereits vorhandene Qualitätssystem vorliegen. Darüberhinaus müssen die Profile der Stellen der jeweiligen Fakultät angepasst sein, denn sonst gelingt natürlich die Stärkung auf dezentraler Ebene nicht! Besonders kritisch ist, dass das Geld für die Stellen den QuaSiMi nicht auf dem normalen Weg entnommen werden soll, sondern über einen s.g. Vorabzug, dh. bevor es in den Topf der QuaSiMi-Kommission geht.

Außerdem muss man sich fragen, ob es generell sinnvoll ist, jeder Fakultät per se genau 1 Stelle zu geben und gar nicht nach dem tatsächlichen Bedarf zu fragen. Die Fakultäten sind sehr heterogen und Fakultäten mit vielen Fächern haben andere Ansprüche als Monofach-Fakultäten. Darüberhinaus ist das Qualitätsmanagement in manchen Fakultäten schon sehr ausgereift (z.B. bei den medizinischen Fakultäten), in anderen besonders defizitär.

    • Ganzgenomsequenzierung

Die Projektgruppe am Marsiliuskolleg “Ethische und Rechtliche Aspekte der Totalsequenzierung des menschlichen Genoms (EURAT)” hat die rechtlichen, ethischen und ökonomischen Dimensionen der Genomsequenzierung im klinischen Ensatz analysiert und Vorschläge zum Umfang mit neuen technischen Möglichkeiten entwickelt. Die Ergebnisse der Arbeit sind in folgendem Positionspapier dargestellt, das im Senat aktuell diskutiert wird.

 

Senatsauschüsse und Kommissionen:

Im Senat wird Vieles nur noch abgestimmt, die Arbeit erfolgt in den vorgeschalteten, zuarbeitenden Ausschüssen. In vielen Ausschüssen sitzen auch Vertreter der Studierenden. Diese haben sich aktuell noch bei der FSK beworben, in Zukunft werden sie dem Senat vom StuRa vorgeschlagen. Die studentischen Vertreter in den Ausschüssen arbeiten natürlich auch nicht allein: Meist gibt es einen Arbeitskreis, in den sich noch andere Studierende einbringen und die Ausschussarbeit vor- und nachbereiten.
Beispiel: Senatsausschuss Lehre (SAL) hat aktuell 3 Vertreter der Studierenden, die wiederum im AK Lehre & Lernen (AK LeLe) mit vielen Studierenden zusammenarbeiten.

  • Beratende Senatskommission für die Verteilung der Bezeichnung “apl. Prof.”
  • Deutschlandstipendium
  • Ethikkommission I
  • Ethikkommission II
  • Gemeinsame Kommission Transkulturelle Studien (GKTS)
  • Grundordnungskommission
  • Kommission für die Marsilius-Studien
  • Kommission zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis
  • Naturwissenschaftlich-Mathematische Gesamtfakultät
  • Rat der Graduiertenausbildung (CFGS)
  • Senatsausschuss für Gleichstellungsangelegenheiten
  • Senatsauschuss Lehre
  • Senatsbeauftragte für Qualitätsentwicklung (Pool)
  • Senatskommission für das Olympia-Morata-Programm
  • Stiftungsrat der “Vereinigten Studienstiftungsverwaltung der Universität Heidelberg” und Stuftungsrat des “Unterländer Studienfonds” der Universität Heidelberg
  • Zentraler Zulassungsausschuss für alle NC-Fächer

Rektoratskommssionen

  • Forschungs- und Strategiekommssion
  • Rektoratskommission Information und Kommunikation
  • Rektoratskommission Studium Generale
  • Zentrale Kommssion zur Vergabe der Qualitätssicherungsmittel

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