{"id":3058,"date":"2023-06-18T17:18:27","date_gmt":"2023-06-18T15:18:27","guid":{"rendered":"https:\/\/lhg-bw.de\/heidelberg\/?p=3058"},"modified":"2024-01-03T17:29:10","modified_gmt":"2024-01-03T15:29:10","slug":"10punktefuerjura-unser-praedikatsprogram-fuer-den-fakultaetsrat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lhg-bw.de\/heidelberg\/?p=3058","title":{"rendered":"#10punktef\u00fcrjura &#8211; Unser Pr\u00e4dikatsprogram f\u00fcr den Fakult\u00e4tsrat"},"content":{"rendered":"<div id=\"dslc-theme-content\"><div id=\"dslc-theme-content-inner\"><h1><strong>#10PUNKTEF\u00dcRJURA &#8211; UNSER PR\u00c4DIKATSPROGRAMM<\/strong><\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>#1: Mehr digitale Literatur bei Heidi<\/strong><\/h2>\n<p>Hausarbeiten zu schreiben ist anstrengend. Noch anstrengender wird es jedoch, wenn man mit seinen Kommilitonen um die wenigen verf\u00fcgbaren neuesten Auflagen k\u00e4mpfen muss &#8211; eine Situation, die sich durch mehr digitale Literatur leicht vermeiden lie\u00dfe. Wir schlagen deshalb vor, das Angebot an solcher digitaler Literatur deutlich zu erweitern, angefangen bei den g\u00e4ngigen Lehrb\u00fcchern und Kommentaren in allen Grundf\u00e4chern sowie den wichtigsten Zeitschriften. Was an anderen Universit\u00e4ten schon l\u00e4ngst Standard ist, muss nun auch in Heidelberg endlich umgesetzt werden. Durch eine digitale Aufstockung lie\u00dfe sich nicht nur die Situation im juristischen Seminar verbessern, es w\u00fcrde auch allen Studierenden die Chance gegeben, selbstst\u00e4ndiger entscheiden zu k\u00f6nnen, wie und wo sie ihre Haus-, Seminar- und Studienarbeiten verfassen &#8211; im Hinblick auf das hohe Arbeitspensum w\u00e4hrend des Jurastudiums ist eine solche Selbstst\u00e4ndigkeit in der Lernorganisation immens wichtig. Mehr Digitalisierung bedeutet mehr Freiheit!<\/p>\n<h2><strong>#2: Kein Klausuren-Psychoterror mehr durch die Fakult\u00e4t<\/strong><\/h2>\n<p>Dass das Jurastudium alles andere als entspannt ist, wissen wir alle. Dementsprechend gibt es keinen Bedarf, die psychische Belastung f\u00fcr uns Studierende noch weiter unn\u00f6tig zu erh\u00f6hen &#8211; beispielsweise, indem die R\u00fcckgabe der ersten Klausur erst erfolgt, nachdem die zweite geschrieben worden ist. Durch solche Verhaltensweisen seitens der Fakult\u00e4t und einzelner Lehrst\u00fchle wird f\u00fcr uns Studierende eine Drucksituation aufrecht erhalten, die nicht selten zu einer erheblichen psychischen Belastung f\u00fchrt &#8211; ohne dabei irgendeinen Mehrwert zu bieten. Wir fordern deshalb explizit, dass die Lehrst\u00fchle verpflichtet werden, eine zeitnahe R\u00fcckgabe der ersten Klausur (im Optimalfall vor der zweiten) sicherzustellen, sodass uns der Druck auf den Schultern m\u00f6glichst schnell genommen wird und eine fr\u00fchzeitige Planung m\u00f6glich ist. Machen wir das Jurastudium nicht ohne Bedarf noch anstrengender, als es ohnehin schon ist.<\/p>\n<h2><strong>#3: Grundlegende Reform der Fachschaft der juristischen Fakult\u00e4t<\/strong><\/h2>\n<p>Von der Fachschaft der juristischen Fakult\u00e4t f\u00fchlen sich viele Jura-Studierende schon lange nicht mehr angesprochen. Mangelnde Repr\u00e4sentanz und Transparenz, zu wenige Veranstaltungsangebote f\u00fcr Nicht-Fachschaftsmitglieder sowie gehemmte M\u00f6glichkeiten, in der Fachschaft selbst aktiv mitzuwirken &#8211; so kann es nicht weitergehen. Entweder die Fachschaft wird reformiert und f\u00fcr alle auf transparente Weise zug\u00e4nglich gemacht, oder aber die finanzielle Unterst\u00fctzung seitens der Fakult\u00e4t muss beendet werden. Es ist inakzeptabel, dass die Fachschaft durch den Studienbeitrag aller finanzielle Unterst\u00fctzung daf\u00fcr erh\u00e4lt, dass sie fast ausschlie\u00dflich fachschaftsinterne Freizeitveranstaltungen durchf\u00fchrt. Die Fachschaft als Ort der Begegnung, des Austausches und auch der sozialen Interaktion begr\u00fc\u00dfen wir als Konzept zwar sehr, sehen jedoch mit zunehmender Sorge, dass diese Ziele aufgrund fehlerhafter Organisation und interner Strukturen kaum noch fl\u00e4chendeckend erreicht werden &#8211; eine grundlegende Reform ist hier unumg\u00e4nglich.<\/p>\n<h2><strong>#4: Mehr Gelder aus der Exzellenzinitiative f\u00fcr die juristische Fakult\u00e4t<\/strong><\/h2>\n<p>Wir freuen uns sehr, dass unsere Universit\u00e4t immer wieder aufs neue Teil der Exzellenzinitiative des Bundes bliebt. Umso mehr w\u00fcrden wir uns freuen, wenn die damit verbundenen finanziellen Zusch\u00fcsse auch bei der juristischen Fakult\u00e4t ankommen w\u00fcrden. Es geht nicht an, dass eine der international renommiertesten Jura-Unis es sich nicht leisten kann, an Feiertagen einen Zugang zur Bib zu erm\u00f6glichen oder fl\u00e4chendeckend digitale Literatur zur Verf\u00fcgung zu stellen. Auch wenn die F\u00f6rderung der naturwissenschaftlichen Studieng\u00e4nge ohne Zweifel einen hohen Stellenwert einnehmen muss, haben auch wir Juristen ein Recht darauf, von der Exzellenzinitiative zu profitieren &#8211; dies muss sich in Zukunft st\u00e4rker zeigen.<\/p>\n<h2><strong>#5: Erweiterung des AG-Angebots in allen Grundf\u00e4chern<\/strong><\/h2>\n<p>Wenn wir mit Jurastudierenden anderer Universit\u00e4ten sprechen und ihnen von unserem AG-Angebot erz\u00e4hlen, sind nicht wenige dar\u00fcber verwundert, wie d\u00fcnn dieses f\u00fcr eine Universit\u00e4t mit diesem Ruf doch ist. Mal Strafrecht, selten \u00d6ffentliches Recht: Wer in den Grundf\u00e4chern am Ball bleiben m\u00f6chte, kann sich auf die AGs nicht verlassen. Das m\u00f6chten wir \u00e4ndern: Wir schlagen vor, zumindest in den ersten drei Semestern das AG-Angebot in jedem Semester auf alle drei Grundf\u00e4cher (Zivilrecht, \u00d6ffentliches Recht und Strafrecht) zu erweitern. Die AGs stellen vor allem f\u00fcr Studienbeginner oftmals den ersten richtigen Kontakt zur juristischen Praxis dar; umso fataler ist es, wenn vor allem in diesen Anfangssemestern ein Umgang damit nicht ausreichend einge\u00fcbt wird. Es ist erwiesen, dass die Arbeit in den AGs das juristische Verst\u00e4ndnis f\u00f6rdert und damit im Ergebnis fl\u00e4chendeckend bessere Resultate hervorbringt. Die Erweiterung des AG-Angebots steht schon seit l\u00e4ngerem auf der Agenda der juristischen Fakult\u00e4t &#8211; es ist Zeit, dieses wichtige Thema endlich richtig anzupacken.<\/p>\n<h2><strong>#6: Juristisches Seminar auch am Sonntag \u00f6ffnen<\/strong><\/h2>\n<p>Das juristische Seminar bildet f\u00fcr Jurastudierende vor allem in der vorlesungsfreien Zeit, wo die Hausarbeiten geschrieben werden, in der Regel den Mittelpunkt ihres studentischen Lebens. Zeitschriften, Lehrb\u00fccher, Kommentare &#8211; eine befriedigende Bearbeitung der Hausarbeit ist ohne diese Medien, die es in ihrer F\u00fclle lediglich im Seminar gibt, nicht zu bewerkstelligen. Umso frustrierender ist es da, wenn diese f\u00fcr uns so wichtige Institution nicht t\u00e4glich ge\u00f6ffnet hat. Die aktuelle Regelung, gem\u00e4\u00df der das Seminar sonntags geschlossen hat, stellt uns Studierende vor logistischen Schwierigkeiten und zwingt uns nicht selten, unfreiwillig einen Tag Pause einzulegen oder in die UB nach Mannheim zu fahren, da das juristische Literaturangebot in der Heidelberger UB keinesfalls f\u00fcr die Bearbeitung einer Hausarbeit gen\u00fcgt. Aus diesem Grund fordern wir, dass das juristische Seminar in Zukunft zumindest in der vorlesungsfreien Zeit t\u00e4glich seine Tore \u00f6ffnet &#8211; damit uns beim Lernen nicht noch mehr Steine in den Weg gelegt werden.<\/p>\n<h2><strong>#7: Keine externen Korrektoren mehr f\u00fcr unsere Klausuren und Hausarbeiten<\/strong><\/h2>\n<p>Korrekturassistenten nehmen im Jurastudium eine zentrale Rolle ein. S\u00e4mtliche von uns verfassten Arbeiten werden von ihnen korrigiert und bewertet. Auch wenn die Noten w\u00e4hrend des Jurastudiums selbst im Prinzip \u00fcber die magische 4-Punkte-Grenze hinaus keine Rolle spielen und allein das Resultat im Examen letztendlich von Bedeutung f\u00fcr unsere Zukunft ist, sind die Ergebnisse unserer Klausuren und Hausarbeiten allgegenw\u00e4rtig. Nicht selten sind diese Noten f\u00fcr die pers\u00f6nliche Entscheidung ma\u00dfgeblich, ob die Juristerei fortgesetzt oder das Studium doch abgebrochen wird. Umso wichtiger sind damit gut ausgebildete und fachlich kompetente Korrekturassistenten. Die juristische Fakult\u00e4t greift hierbei (im Gegensatz zu vielen anderen Universit\u00e4ten) auf externe Mitarbeiter anderer Unis zur\u00fcck, die selbst gar nicht in Heidelberg studiert haben bzw. hier angestellt sind. Dies ist vor dem Hintergrund, dass diese Korrektoren mit dem Heidelberger System und Niveau oftmals kaum vertraut sind und erfahrungsgem\u00e4\u00df deutlich h\u00e4ufiger qualitativ minderwertige Vota verfassen, \u00e4u\u00dferst problematisch. Wir fordern deshalb, dass die juristische Fakult\u00e4t in Zukunft auf solche externen Korrekturassistenten verzichtet und das Angebot f\u00fcr die wissenschaftlichen Mitarbeiter hier vor Ort verbessert, damit ein solcher Bedarf \u00fcberhaupt erst nicht entsteht.<\/p>\n<h2><strong>#8: Mehr m\u00fcndliche Pr\u00fcfungen w\u00e4hrend des Studiums<\/strong><\/h2>\n<p>Das juristische Studium besteht aus Klausuren und Hausarbeiten &#8211; das ist soweit bekannt. Doch warum eigentlich? Warum das Studium nicht um Aspekte erweitern, die einem f\u00fcr das Examen und das sp\u00e4tere Berufsleben einen zus\u00e4tzlichen Mehrwert liefern? Das m\u00fcndliche Vortragen juristischer Argumente und Erl\u00e4uterungen ist nicht nur sp\u00e4terer Bestandteil unseres juristischen Berufes, sondern wird auch im Examen mit der m\u00fcndlichen Pr\u00fcfung von uns verlangt. Eine Vorbereitung hierauf kann nur gelingen, wenn diese Mechanismen bereits w\u00e4hrend des Studiums trainiert und ausgebaut werden. Wir setzen uns aus diesem Grund daf\u00fcr ein, dass m\u00fcndliche Pr\u00fcfungen in Zukunft Teil der \u00dcbungen f\u00fcr Fortgeschrittene werden und, um Mehrbelastungen zu verhindern, wahlweise eine der Hausarbeiten ersetzen. SO funktioniert fr\u00fchzeitige Vorbereitung auf das Examen!<\/p>\n<h2><strong>#9: Mehr Transparenz beim Umbau des juristischen Seminars<\/strong><\/h2>\n<p>Die Situation rund um das Geb\u00e4ude des juristischen Seminars ist nicht l\u00e4nger haltbar. Die juristische Fakult\u00e4t verweigert sich jeder offenen Darlegung der Pl\u00e4ne und Ma\u00dfnahmen, die im Hinblick auf die Zukunft des Seminars gerade vorliegen bzw. stattfinden. Ob und wann ein Abriss stattfindet, wie die Zeit bis zu einem neuen Seminar \u00fcberbr\u00fcckt werden soll und wo ein solches aussehen w\u00fcrde &#8211; auf all diese Fragen gibt es keinerlei sichere Antworten seitens der Fakult\u00e4t. Als Studierende m\u00fcssen wir mit dieser Ungewissheit leben &#8211; ein inakzeptabler Zustand. Wir fordern deshalb, dass die Fakult\u00e4t zum einen s\u00e4mtliche Entscheidungen diesbez\u00fcglich offen und unmittelbar mit uns kommuniziert und zum anderen eine st\u00e4rkere Einbeziehung von uns Studierenden in den Debatten rund um das Thema. Es geht nicht an, dass solche Entscheidungen, die in erster Linie ja uns betreffen, \u00fcber unseren Kopf hinweg getroffen werden. Hier muss sich dringend etwas \u00e4ndern!<\/p>\n<h2><strong>#10: Mehr Durchmischung der Fakult\u00e4ten in der Altstadt<\/strong><\/h2>\n<p>Ach ja, die gute alte Jura-Bubble\u2026 kaum eine M\u00f6glichkeit, diese zu durchbrechen. Oder etwa doch? Potenzial hierzu g\u00e4be es: Die geografische N\u00e4he zu anderen geisteswissenschaftlichen Fakult\u00e4ten in der Altstadt sowie \u00dcberschneidungen einzelner Studierender mit juristischen Nebenf\u00e4chern bieten zahlreiche Ankn\u00fcpfungspunkte, um die einzelnen Fakult\u00e4ten st\u00e4rker zu durchmischen. Schlie\u00dflich ist es ein Gewinn f\u00fcr alle, wenn der eigene Horizont erweitert wird und f\u00e4cher\u00fcbergreifend Connections stattfinden. Gemeinsame Ersti-Wochen und mehr fakult\u00e4ts\u00fcbergreifende (Freizeit-)Veranstaltungen sind lediglich einige der Vorschl\u00e4ge, um eine st\u00e4rkere Verkn\u00fcpfung zu erreichen. Jura-Bubble ade!<\/p>\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>#10PUNKTEF\u00dcRJURA &#8211; UNSER PR\u00c4DIKATSPROGRAMM &nbsp; #1: Mehr digitale Literatur bei Heidi Hausarbeiten zu schreiben ist anstrengend. 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