{"id":146,"date":"2011-07-29T12:00:19","date_gmt":"2011-07-29T10:00:19","guid":{"rendered":"http:\/\/lhg-bw.de\/hohenheim\/2011\/07\/29\/plagiate-kuenftig-effektiver-bekaempfen-seminar-der-liberalen-hochschulgruppen-baden-wuerttemberg-in-hohenheim\/"},"modified":"2011-09-14T17:54:47","modified_gmt":"2011-09-14T15:54:47","slug":"plagiate-kuenftig-effektiver-bekaempfen-seminar-der-liberalen-hochschulgruppen-baden-wuerttemberg-in-hohenheim","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lhg-bw.de\/hohenheim\/2011\/07\/29\/plagiate-kuenftig-effektiver-bekaempfen-seminar-der-liberalen-hochschulgruppen-baden-wuerttemberg-in-hohenheim\/","title":{"rendered":"Plagiate k\u00fcnftig effektiver bek\u00e4mpfen \u2013 Seminar der Liberalen Hochschulgruppen Baden-W\u00fcrttemberg in Hohenheim"},"content":{"rendered":"<div id=\"dslc-theme-content\"><div id=\"dslc-theme-content-inner\"><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/lhg-bw.de\/files\/2008\/02\/doktorhut.jpg\" align=\"left\" width=\"155\" \/><strong>Eine \u00dcberpr\u00fcfung auf Plagiate muss in Zukunft zu einer gewissenhaften Beurteilung von Doktorarbeiten geh\u00f6ren.<\/strong> Dies ist eines der Ergebnisse des Seminars der <a href=\"http:\/\/www.lhg-bw.de\">Liberalen Hochschulgruppen Baden-W\u00fcrttemberg<\/a>, der <a href=\"http:\/\/www.lhg-hohenheim.de\">LHG Hohenheim<\/a> und der <a href=\"http:\/\/www.reinhold-maier-stiftung.de\/wp\/\">Reinhold-Maier-Stiftung<\/a>, das an der Universit\u00e4t Hohenheim am zweiten Juliwochenende stattfand. Ziel der Veranstaltung war es, M\u00f6glichkeiten aufzuzeigen, wie Schwachstellen in der Bewertung wissenschaftlicher Leistung zuk\u00fcnftig beseitigt werden k\u00f6nnen. Mit Bezug auf die aktuelle \u00f6ffentliche Diskussion von Plagiatsf\u00e4llen in Politikerdissertationen sowie die allgemeine Frage, wie die Leistung eines freien Wissenschaftlers generell bewertet werden kann, waren zum Seminar verschiedene Referenten geladen. Den Kernvortrag hielt <strong>Prof. Dr. Uwe Kamenz<\/strong>. Der BWL-Professor der Fachhochschule Dortmund ist Mitautor des Buchs <strong><em>&#8220;Professor Untat \u2013 Was faul ist hinter den Hochschulkulissen&#8221;<\/em><\/strong>, in dem er die Frage akademischer Leistung ausf\u00fchrlich beleuchtet. Daneben ist er als wissenschaftlicher Direktor des <a href=\"http:\/\/www.profnet.de\/\">ProfNet Instituts<\/a> derzeit intensiv mit Plagiatsf\u00e4llen in Politikerdissertationen besch\u00e4ftigt. Die Pr\u00e4sentation kann mit freundlicher Genehmigung von Prof. Kamenz <a href=\"http:\/\/www.profnet.de\/dokumente\/2011\/preHohenheim-2011-02.pdf\">hier<\/a> heruntergeladen werden.[mygal=seminar_hohenheim1]<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.lhg-bw.de\/files\/2011\/07\/3.jpg\" title=\"Prof. Dr. Uwe Kamenz und Landesvorsitzender Alexander Schopf\" target=\"_blank\"><img src='http:\/\/www.lhg-bw.de\/files\/2011\/07\/3.jpg' alt='Prof. Dr. Uwe Kamenz und Landesvorsitzender Alexander Schopf' align=\"right\" width=\"255\" \/><\/a>In seinem Vortrag beschrieb er ausf\u00fchrlich, welche Auswirkungen Wissenschaft generell in einer Gesellschaft habe und wie unterschiedlich teilweise <em>&#8220;wirtschaftlicher Erfolg&#8221;<\/em> wissenschaftlicher Leistung bewertet werde. Dabei herrschten mitunter riesige Unterschiede hinsichtlich Aufwand und Ertrag an verschiedenen Forschungsstellen. Die Gesamtleistung der Wissenschaft lie\u00dfe sich daher mit einfachen Mitteln optimieren. Ein solches Mittel sei beispielsweise die Bek\u00e4mpfung von Plagiaten. Solche Mehrfachetikettierung einfach erbrachter Forschungsleistung lasse den wirklichen Wert von scheinbar umfangreichen Forschungsergebnissen im Einzelfall stark zusammenschrumpfen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.lhg-bw.de\/files\/2011\/07\/kamenz2.png\" title=\"Zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte anklicken! \u2013 Professor Untat\" target=\"_blank\"><img src='http:\/\/www.lhg-bw.de\/files\/2011\/07\/kamenz2.png' alt='' align=\"left\" width=\"255\" \/><\/a>Wenn man, wie aktuelle Studien, davon ausgeht, dass allein in etwa zehn Prozent der verfassen Dissertationen Plagiate gefunden werden k\u00f6nnen, besteht durch das Ersetzen dieser durch eigene wissenschaftliche Leistung, ein erhebliches Optimierungspotential. Problematisch ist hierbei weniger das sogenannte Ghostwritertum, also die einfache Verbreitung fremder Forschungsleistung unter eigenem Namen, sondern die Mehrfachverbreitung einmal geleisteter Forschung unter dem Namen eines Plagiators. Solche Mehrfachverbreitung kann jedoch mittlerweile durch die fortschreitende Digitalisierung gedruckter Literatur einfach aufgesp\u00fcrt werden. Hierzu werden die fraglichen Dokumente digital mit einem umfassenden Bestand bereits publizierter Literatur verglichen und auf m\u00f6gliche \u00dcberschneidungen untersucht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.lhg-bw.de\/files\/2011\/07\/kamenz3.png\" title=\"Zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte anklicken! \u2013 Plagiatsbek\u00e4mpfung\" target=\"_blank\"><img src='http:\/\/www.lhg-bw.de\/files\/2011\/07\/kamenz3.png' alt='Zum Vergr\u00f6\u00dfern bitte anklicken! \u2013 Plagiatsbek\u00e4mpfung' align=\"right\" width=\"255\" \/><\/a>Auch wenn mangelnde Benutzerfreundlichkeit solcher Programme derzeit einige Gutachter davon abzuschrecken scheint, fordert die Liberale Hochschulgruppe, eine solche \u00dcberpr\u00fcfung zuk\u00fcnftig bei der Kontrolle jeder wissenschaftlichen Arbeit einzubeziehen. Sollte sich die Plagiatsdiskussion weiter fortsetzen, sehen die Teilnehmer des Seminars den Ruf der Wissenschaft insgesamt in Gefahr. Da sich wissenschaftliche Forschung und deren Relevanz f\u00fcr die Allgemeinheit h\u00e4ufig nicht f\u00fcr jedermann erschlie\u00dft, darf nicht der Eindruck entstehen, es handele sich dabei um eine rein eigenn\u00fctzige Veranstaltung.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund hoffen die Liberalen Hochschulgruppen auf ein Ende der scheinbar endlosen Enth\u00fcllung von Plagiatsf\u00e4llen. Die Seminarteilnehmer stellten fest, dass dies ein Ende mit Schrecken werden k\u00f6nnte, was jedoch immerhin besser sei als Schrecken ohne Ende. In diesem Rahmen erhebt die LHG die Forderung an Personen des \u00f6ffentlichen Lebens, ihre Doktorarbeit auf Plagiate \u00fcberpr\u00fcfen zu lassen. Dadurch soll nicht die Unschuldsvermutung umgekehrt werden. Jeder, der wissenschaftlich t\u00e4tig ist oder war, muss jedoch in der aktuellen Situation Verantwortung \u00fcbernehmen und einer generellen Verd\u00e4chtigung der Wissenschaft entgegenwirken.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.lhg-bw.de\/files\/2011\/07\/kern1.jpg\" title=\"Gruppenbild mit Dr. Timm Kern MdL\" target=\"_blank\"><img src='http:\/\/www.lhg-bw.de\/files\/2011\/07\/kern1.jpg' alt='Gruppenbild mit Dr. Timm Kern MdL' align=\"middle\" width=\"510\" \/><\/a><br \/>\nEs stand zudem der Besuch von <strong>Dr. Timm Kern MdL<\/strong> an, der mit den Teilnehmern \u00fcber aktuelle Fragen der Hochschulpolitik diskutierte. Neben der fachlichen blieb nat\u00fcrlich auch bei diesem Seminar wieder ausreichend Raum zur informellen Diskussion. W\u00e4hrend am Freitagabend der j\u00e4hrliche Dies Academicus der Universit\u00e4t Hohenheim auf dem Programm stand, konnten die Seminarteilnehmer am Samstagnachmittag die Anlagen der ehemaligen Landwirtschaftlichen Akademie und des Schlosses Hohenheim im Rahmen einer F\u00fchrung erkunden. Das Abendprogramm f\u00fchrte sie sp\u00e4ter an den Gr\u00fcndungsort des Landesverbands Liberaler Hochschulgruppen, die <em>&#8220;Alte Kanzlei&#8221;<\/em> in der Stuttgarter Innenstadt.<br \/>\n<iframe src=\"http:\/\/player.vimeo.com\/video\/29043170?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0\" width=\"500\" height=\"300\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/vimeo.com\/29043170\">LHG-BW: &#8220;Prof Untat? Dr. sine causa?&#8221; \u2013 Referent: Prof. Dr. Uwe Kamenz<\/a> from <a href=\"http:\/\/vimeo.com\/lhgbw\">LHG-BW<\/a> on <a href=\"http:\/\/vimeo.com\">Vimeo<\/a>.<\/p>\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine \u00dcberpr\u00fcfung auf Plagiate muss in Zukunft zu einer gewissenhaften Beurteilung von Doktorarbeiten geh\u00f6ren. Dies ist eines der Ergebnisse des Seminars der Liberalen Hochschulgruppen Baden-W\u00fcrttemberg, der LHG Hohenheim und der Reinhold-Maier-Stiftung, das an der Universit\u00e4t Hohenheim am zweiten Juliwochenende stattfand. 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