{"id":22,"date":"2008-04-09T12:54:26","date_gmt":"2008-04-09T12:54:26","guid":{"rendered":"http:\/\/lhg-bw.de\/mannheim\/2008\/04\/09\/das-grundsatzprogramm-der-lhg\/"},"modified":"2008-04-09T12:54:26","modified_gmt":"2008-04-09T12:54:26","slug":"das-grundsatzprogramm-der-lhg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lhg-bw.de\/mannheim\/2008\/04\/09\/das-grundsatzprogramm-der-lhg\/","title":{"rendered":"Das Grundsatzprogramm der LHG"},"content":{"rendered":"<div id=\"dslc-theme-content\"><div id=\"dslc-theme-content-inner\"><p><strong>Liberale Grunds\u00e4tze<\/strong><br \/>\nF\u00fcr uns bedeutet eine liberale Grundhaltung f\u00fcr unsere Hochschule einzutreten, sei es durch ehrenamtliches Engagement in studentischen Initiativen, Fachschaften oder im AStA. Hierbei ist es unser oberster Grundsatz ein Miteinander aller Beteiligten zu Erreichen, denn nur gemeinsam mit anderen Organen unserer Universit\u00e4t lassen sich ehrgeizige Ziele realisieren.<br \/>\n<strong>Es kann daher nicht Ziel sein immer nur zu fordern, wir \u2013 die Studenten als zuk\u00fcnftige Leistungstr\u00e4ger \u2013 m\u00fcssen selbstkritisch und mit Eigenengagement als Beispiel f\u00fcr diese Gesellschaft vorangehen.<\/strong><br \/>\nDie \u201eRenaissance des Barockschlosses\u201c, die Renovierung unserer Universit\u00e4t durch Professoren, Angestellte und Studenten, war eine Aktion, die dem Herz unseres liberalen Denkens entsprach. Jeder gibt nach seinen M\u00f6glichkeiten etwas, um die Gemeinschaft voran zu bringen, ohne dass die eigene Freiheit beeintr\u00e4chtigt wird. Freiheitliches Denken wieder in den Mittelpunkt zu stellen \u2013 daf\u00fcr stehen wir.<br \/>\n\u201eDie Kraft der Freiheit zu st\u00e4rken, darauf achten, dass es gerecht zugeht in Deutschland, und dazu beitragen, dass wir ein Land der Ideen werden, daf\u00fcr will ich eintreten und daf\u00fcr bitte ich um das Mitmachen aller.\u201c Diesen Worten unseres k\u00fcnftigen Bundespr\u00e4sidenten Horst K\u00f6hler wollen wir uns anschlie\u00dfen, und wie er um die Unterst\u00fctzung aller werben.<\/p>\n<p><strong> Realit\u00e4t erkennen \u2013 Chancen nutzen<\/strong><br \/>\nIn der gegenw\u00e4rtigen Situation knapper Kassen m\u00fcssen in allen Teilen staatlicher Aufgaben K\u00fcrzungen und Einsparungen vollzogen werden. Dies ist notwendig um die Handlungsf\u00e4higkeit unseres Staates dauerhaft zu gew\u00e4hrleisten.<br \/>\nDie Liberale Hochschulgruppe Mannheim erkennt diese Realit\u00e4t, gibt aber zu bedenken, dass einzig und allein das Hochschulstudium und somit die Investition in Forschung und Lehre unser Land f\u00fcr den zuk\u00fcnftig immer h\u00e4rter werdenden internationalen Wettbewerb optimal vorbereiten k\u00f6nnen.<br \/>\nWir fordern daher die vorhandenen knappen Mittel nicht l\u00e4nger in \u00f6konomisch widersinnige Subventionen zur Linderung von Symptomen unserer krankenden Gesellschaft zu verschwenden. Stattdessen m\u00fcssen mehr Mittel direkt in die Bildung investiert werden um einen strukturellen Wandel aus dem Inneren der Gesellschaft zu erreichen.<br \/>\nDie LHG als studentische Hochschulgruppe arbeitet daf\u00fcr, dass Politik und Gesellschaft diese gegenw\u00e4rtige Realit\u00e4t anerkennen und zur Aufkl\u00e4rung und Verbesserung unserer Situation beitragen. Allerdings sehen wir uns Studenten auch selbst in der Verantwortung: Jeder Einzelne von uns muss eigenverantwortlich seinen Teil beitragen.<\/p>\n<p><strong> Studienfinanzierung: Gleiche Chancen \u2013 gleiche Pflichten<\/strong><br \/>\nWir sind auch bereit, uns in angemessener Weise finanziell an unserem Studium zu beteiligen. Allerdings nur, wenn dies auf sozial ausgewogene Weise passiert, ohne das eine soziale Selektion stattfindet. Zudem muss eine direkte Beteiligung der Studierenden an der Studienfinanzierung auch zu einer direkten Verbesserung der Studienbedingungen f\u00fchren, das Geld darf auf keinen Fall zur Finanzierung anderer Staatsausgaben verwendet werden.<br \/>\nAber auch innerhalb der Hochschulen m\u00fcssen vorhandene Mittel effizient eingesetzt werden und M\u00f6glichkeiten zur sinnvollen Kosteneinsparung realisiert werden. In diesem Zusammenhang ist Profilsch\u00e4rfung ein m\u00f6gliches Instrument, das aber stets einer kritischen Beurteilung bedarf. Die Universit\u00e4t Mannheim ist bereits exzellent aufgestellt, aber auch in Zukunft m\u00fcssen alle Fachbereiche f\u00fcr die Erhaltung der gegenw\u00e4rtigen Spitzenpl\u00e4tze arbeiten.<br \/>\nGerade in schwierigen Zeiten m\u00fcssen kreative und kluge K\u00f6pfe aus allen Teilen der Gesellschaft die M\u00f6glichkeit bekommen die Zukunft aller aktiv mitzugestalten. Das Humankapital, das wir in Deutschland vorfinden, korreliert in keiner Weise mit dem finanziellen Hintergrund der Studenten. Daher muss jeder studierwillige junge Mensch die M\u00f6glichkeit haben, seine Ziele zu verwirklichen.<\/p>\n<p><strong> Prinzip Leistung<\/strong><br \/>\nWer sich heute um einen Ausbildungsplatz in der freien Wirtschaft bem\u00fcht, sucht sich die Adressaten seiner Bewerbungen selbst aus. Auch in der staatlichen Ausbildung m\u00fcssen zuk\u00fcnftige Studenten \u2013 als m\u00fcndige B\u00fcrger \u2013 die gleichen M\u00f6glichkeiten erhalten. Daher muss der schwerf\u00e4llige Verwaltungsapparat der ZVS abgeschafft werden, jeder junge Mensch sollte sich direkt an der Hochschule seiner Wahl bewerben k\u00f6nnen. Nur so entsteht ein Wettbewerb um die besten K\u00f6pfe, der Leistungsbereitschaft und Engagement des Einzelnen in den Vordergrund stellt.<br \/>\nAuf der anderen Seite muss sich jeder Studierende durch seine pers\u00f6nlichen Leistungen auszeichnen und zeigen, dass er zu Recht auf einer Hochschule studiert. Nur dieses Zusammenspiel von Leistungsbereitschaft und Leistungserwartungen kann dauerhaft Erfolge bringen.<\/p>\n<p><strong> Investitionen in die Zukunft<\/strong><br \/>\nDas zunehmende finanzielle Engagement von Unternehmen der freien Wirtschaft an der Universit\u00e4t Mannheim muss als Chance f\u00fcr alle Studierenden verstanden werden. In Zeiten knapper Kassen und st\u00e4ndig gek\u00fcrzter Landeshaushalte m\u00fcssen andere M\u00f6glichkeiten gefunden werden, die finanzielle Sicherheit von Forschung und Lehre sicherzustellen.<br \/>\nJedoch m\u00fcssen alle Sponsoringaktivit\u00e4ten stets einer kritischen W\u00fcrdigung unterliegen, um auch in einem xy-H\u00f6rsaal die Freiheit der Lehre zu gew\u00e4hrleisten. Zudem m\u00fcssen Drittmittel st\u00e4rker im Sinne studentischer Belange eingesetzt werden, um im nationalen und internationalen Wettbewerb der Hochschulen zu bestehen.<br \/>\nNeue und etablierte technische M\u00f6glichkeiten zur Unterst\u00fctzung der Lehre m\u00fcssen gef\u00f6rdert und ausgebaut werden. Wir begr\u00fc\u00dfen Tele-Teaching-Angebote und multimedial unterst\u00fctze Vorlesungen. Jedoch sind an all diese Dinge Vorraussetzungen gekn\u00fcpft, die f\u00fcr einen sinnvollen Einsatz unabdingbar sind. Vor allem muss vorhandenes technisches Equipment einsatzbereit sein und das Lehrpersonal den sinnvollen Umgang beherrschen.<\/p>\n<p><strong> Kr\u00e4fte b\u00fcndeln, Schw\u00e4chen erkennen<\/strong><br \/>\nDen schmalen Grat zwischen vern\u00fcnftiger Profilbildung und engstirniger Gier nach Kostenersparnissen nicht zu \u00fcberschreiten muss ein wichtiges Ziel sein und bleiben. Eine zu starke Fokussierung schw\u00e4cht langfristig auch den Kernbereich, ohne Nebenf\u00e4cher kann es kein gesundes Hauptfach geben.<br \/>\nEine \u201eBusiness School\u201c kann daher niemals unsere Universit\u00e4t ersetzen. Ein gleichberechtigtes Miteinander anderer Fachbereiche mit den ausgezeichneten Mannheimer Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ergibt maximale Synergieeffekte. Denn auch andere Fakult\u00e4ten an unserer Universit\u00e4t leisten hervorragende Arbeit und bilden hochqualifizierte Fachkr\u00e4fte aus. Jeder Fachbereich muss sich jedoch selbstkritisch betrachten um sinnvolle Kostenersparnisse zu realisieren.<br \/>\nDie logische Konsequenz daraus ist, die gegenw\u00e4rtigen Spitzenpositionen zu erhalten und zu f\u00f6rdern. Die Qualit\u00e4t muss dabei den Vorrang vor dem letzten gesparten Cent haben. Falscher Geiz ist nicht geil.<\/p>\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liberale Grunds\u00e4tze F\u00fcr uns bedeutet eine liberale Grundhaltung f\u00fcr unsere Hochschule einzutreten, sei es durch ehrenamtliches Engagement in studentischen Initiativen, Fachschaften oder im AStA. Hierbei ist es unser oberster Grundsatz ein Miteinander aller Beteiligten zu Erreichen, denn nur gemeinsam mit anderen Organen unserer Universit\u00e4t lassen sich ehrgeizige Ziele realisieren. 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