Links, linker, AStA.

LHG Direkt – Newsletter der Liberalen Hochschulgruppe Konstanz
Nr. 2, Wintersemester 14/15

von Raphael Weißbach:
„[…] setzen wir uns für eine friedliche, solidarische und antifaschistische Gesellschaft ein.“ Nein, dieser Satz stammt nicht aus dem Wahlprogramm der LINKEN. Er ist einem Veranstaltungsflyer entnommen, mit dem der AStA für seine Vortragsreihe „Armut, Ausgrenzung und Leistungszwang“ wirbt. Vorträge wie zum Beispiel „Was ist eigentlich Kapitalismus oder warum die Politik die Krise nicht stoppen kann“ sowie deren Info-Texte zeigen, dass sowohl Referenten als auch Thesen überwiegend das politisch linke Spektrum bedienen.
Selbstverständlich begrüßen wir als LHG politische Veranstaltungsreihen. Bei der aktuellen jedoch handelt es sich um ein u.a. durch öffentliche Gelder finanziertes Format, das politisch vollkommen einseitig ist. Eine offizielle Förderung durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung spricht eigentlich für sich. Dies überrascht, da sich der AStA gewöhnlich (hochschul-)politisch divers zeigt. Zudem wiesen die Organisatoren mit einer wenig plausiblen Begründung die LHG-Idee ab, einen Vortrag zur Bekämpfung des Klimawandels in die Reihe aufzunehmen.
Wir appellieren daher an den AStA, beitragsfinanzierte Veranstaltungen künftig politisch ausgewogen zu gestalten, um Studierende jegliche Couleur anzusprechen, und bieten erneut unsere Bereitschaft zur Kooperation an. Der Vortrag zum Klimawandel wird nichtsdestotrotz in naher Zukunft stattfinden.

KN-universal-weiß