Masterplan der Uni Stuttgart = Zukunftsoffensive, der Tragödie zweiter Teil?

Stellungnahme der Liberalen Hochschulgruppe Stuttgart zum Masterplan der Universität Stuttgart
(Stuttgart) Wie bekannt wurde, laufen an der Universität Stuttgart Vorbereitungen, einen sogenannten Masterplan umzusetzen. Zwischen 24 und 27 Professuren überwiegend der Philosophisch-Historischen Fakultät 9 und der Wirtschafts- und Sozialwissenschaflichen Fakultät 10 stünden demnach zur Disposition. Der Rektor der Universität Stuttgart Prof. Dr. Wolfram Ressel will damit die Uni fit machen für eine neue Exzellenzinitiative. Es gehe ihm mit dieser Maßnahme um Profilschärfung und um eine Neuausrichtung der Hochschule. (Quelle: Stuttgarter Nachrichten, 2. Juni 2009)

Hierzu Alexander Schopf, Vorsitzender der LHG Stuttgart „Wie bei der Zukunftsoffensive der Uni Stuttgart von 2003 auch, agiert die Hochschulleitung komplett im Verborgenen. Nun sind Informationen durchgesickert und Rektor Ressel muss sein Vorhaben erklären, tut dies aber nur in allergröbsten Zügen: „Die Zahlen schwanken täglich“ oder „Bestimmte Professuren und Institute werden, wenn sie frei werden, umgebildet“. Nichts Genaues weiß man nicht oder will es schlichtweg nicht sagen. Aber warum nur hat die Unileitung immer wieder Angst vor dem öffentlichen Diskurs?“
„Völlig unverständlich, dass ein solcher Kahlschlag in den Geisteswissenschaften auf Kosten der Studiengangvielfalt geplant wird, nachdem vor 2 Jahren Studiengebühren zur Verbesserung der Lehre eingeführt wurden.“ findet die stellvertretende Vorsitzende der LHG Stuttgart, Muiriel Thierhoff.
Wenn wirklich Lehramtsstudiengänge wegfallen sollten, wo werden die im Land gebrauchten Lehrer dann ausgebildet? Unzählige unbeantwortete Fragen.
Die LHG Stuttgart hofft, dass der Rektor auf diese Fragen eine Antwort hat und die Öffentlichkeit darüber informiert und nicht versucht, wie der damalige Rektor Prof. Dr. Dieter Fritsch im Alleingang mit dem Unirat etwas durchzudrücken. Die LHG fordert Transparenz und hofft, dass Ressel die Fehler seines Amtsvorgängers nicht wiederholt und das nun der Tragödie zweiter Teil wird. Prof. Fritschs Zukunftsoffensive war bekanntlich ja so erfolgreich, dass er sich gar nicht mehr zur Wiederwahl als Rektor gestellt hat. Möge Herr Prof. Ressel dies als Mahnung sehen.
Was sich die LHG vielmehr wünscht, ist ein Masterplan für die überbordende Verwaltung der Uni Stuttgart. Diese gehört dringlichst reformiert! Nicht auf Kosten von Forschung und Lehre dürfen Reformen gehen. Geld spart man ein, wenn man Bürokratie abbaut. So macht man eine Hochschule zukunftsfähig.

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