Auch das noch: Der 17. Oktober 2005 war der Tag des Übergangs. Erwin Teufel, damals 66, hatte, nach 14 Jahren als Ministerpräsident, mit dem Studium der Philosophie begonnen… Und so stand er am Abend dieses Tages in der verrauchten “Analogie”, der Studentenkneipe der Münchner Hochschule für Philosophie, trank ein Bier für 1,30 Euro und plauderte mit den Kommilitonen über Gott und die Welt.
Teufel entsprach nicht dem Bild, das man sich gemeinhin von Studenten macht. Aber auch nicht mehr dem eines baden-württembergischen Regierungschefs. Doch nun beendet Teufel sein neues Leben als Student schon wieder – nach fünf Semestern und ohne Abschluss.
“Mein Studium geht auf ein Ende zu, aber nicht das Befassen mit der Philosophie”, verriet der 68-Jährige. Den Abschied vom Studium begründete Teufel mit seiner Berufung in den Deutschen Ethikrat. Dafür brauche er Zeit. Und einen Studienabschluss habe er ohnehin nie machen wollen.
Zu Studienbeginn indes hatte er es offen gelassen, ob er das Studium mit dem Magister
beendet: “Es ist ja alles neu für mich.” An der Jesuiten-Hochschule wollte er sich mit letzten Fragen beschäftigen, “nachdem ich sehr lange mit vorletzten Fragen beschäftigt war”.
Ignaz Fischer-Kerli, Kanzler der Hochschule, sagte am Freitag: “Herrn Teufel hat das Studium sehr gefallen – und wir sind auch zufrieden.”
Quelle: Badische Zeitung Online
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