Die Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg haben einen neuen Landesvorstand gewählt

(Stuttgart) Der Landesverband Liberaler Hochschulgruppen (LHG) Baden-Württemberg hat auf seiner Landesmitgliederversammlung in Stuttgart am 3. Mai einen neuen Vorstand gewählt.

Dem Landesverband steht von nun an der Tübinger Rhetorik- und Jurastudent Tilman Schmeller (21, LHG Tübingen) vor, der somit Mark Dornbach nachfolgt. Unterstützt wird Schmeller von der Landesschatzmeisterin Ana Lucía Meza (24, LHG Heidelberg) als einer von vier stellvertretenden Landesvorsitzenden. Meza studiert in Heidelberg Chemie im Master. Außerdem wurden noch drei weitere stellvertretende Vorsitzende gewählt: Die Lehramtsstudentin Sophia Florence Eder (21, LHG Tübingen) wird den Bereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit verantworten. Der Wirtschaftsstudent Björn Flechtner (21, LHG Tübingen) wurde in seinem Amt bestätigt und wird auch weiterhin für den Bereich Programmatik verantwortlich sein. Florian Patschkowski (23, LHG Karlsruhe), Masterstudent im Fach Wirtschaftsingenieurwesen, kümmert sich fortan um den Bereich IT.

Kai Vollbrecht wurde auf Vorschlag des Ehrenvorsitzenden Alexander Schopf zudem zum Ehrenmitglied ernannt.

Der neue Landesvorstand sieht sich vor wichtige Aufgaben gestellt, insbesondere mit Blick auf die baden-württembergische Landtagswahl im kommenden Jahr. Dort werde sich entscheiden, so Schmeller, ob die Autonomie der Hochschulen ausgebaut oder nur der Status quo verwaltet wird. Als Vorsitzender werde er, so Schmeller weiter, an die Arbeit seines Vorgängers Mark Dornbach anknüpfen, dem er für die gute Arbeit im letzten Jahr besonders danken wollte.

Vorstand

v.l.n.r.: Sophia Eder, Mark Dornbach, Florian Patschkowski, Tilman Schmeller, Björn Flechtner, Daniel Eberz

Wie sozial ist liberale Politik? Ein Diskussionsabend in Tübingen

von Andreas Wolkenstein (Tübingen)

10930069_837218036320138_9106080405133150990_nLiberale gelten nicht gerade als Freunde der Sozialpolitik. Sie werden von ihren Mitstreitern oft als “Raubtierkapitalisten” bezeichnet, ihre Politik mit dem Attribut der “sozialen Kälte” belegt. Das mag nun an der Politik liegen, wie sie in der Vergangenheit von liberalen Politikern betrieben wurde, oder lediglich der Klassifizierung und Abwertung des politischen Gegners dienen. Die rund 50 Gäste, die sich an diesem Abend im vergangenen Januar im Tübinger Schlosscafé einfanden, erwartete hingegen eine etwas grundlegendere Frage: Was bedeutet es eigentlich, wenn eine Politik sozial ist – und muss sie es überhaupt sein?

Die LHG Tübingen hatte zur Diskussion zwischen Clemens Schneider (Berlin) und Christopher Gohl (Tübingen) eingeladen. Schneider schreibt seine Dissertation über die ideengeschichtliche Einordnung des liberalen Historikers Lord Acton und ist neben seiner weitreichenden publizistischen Tätigkeit Mitgründer des jüngst an den Start gegangenen Think Tanks Prometheus-Institut (mit Frank Schäffler). Gohl ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Weltethos-Institut und daneben kommissarischer Ombudsmann der Freien Demokraten. Er ist überdies Architekt der Karlsruher Freiheitsthesen, dem Grundsatzprogramm der FDP, das er zusammen mit dem damaligen Generalsekretär Christian Lindner in einem parteiweiten Beteiligungsprozess erarbeitet hat.

10917158_838112609564014_649488391277631372_oDie Diskussion über liberale soziale Politik, so stellte Moderator Andreas Wolkenstein (Tübingen) heraus, sollte dabei zwischen Sozialpolitik im engeren Sinne und sozialer Politik als übergreifendem Leitbild liberalen Politiktreibens unterscheiden. Soziale Politik beziehe sich dabei auf die Idee, dass durch die politische Gestaltung unseres gemeinsamen Lebens jeder einzelnen und gerade die Armen profitieren sollen. Die beiden Referenten hatten unterschiedliche Maßnahmen im Angebot, wie dieser Zustand erreicht werden kann und was soziale Politik eigentlich bedeutet.

Schneider wies darauf hin, dass ein Verständnis von „sozial“ als primär den Umverteilungsstaat meinend zu erheblichen Problemen führe: so würde Umverteilung gerade zu neuen Abhängigkeiten führen, zumal in den meisten Fällen auch gar nicht zu den wirklich Bedürftigen verteilt werde. Insgesamt, so Schneider, widerspreche ein Abhängigkeiten-schaffendes System der Würde des Menschen als aktivem, handelnden Wesen. Gohl formulierte demgegenüber Überlegungen zu einer integrativen Sichtweise. Soziale Politik als gerechte Politik würde dabei auf die Beziehung der Menschen zueinander achten und diese fördern. Elemente einer solche politischen Ordnung seien der Rechtsstaat und die Bürgerdemokratie.

10917173_838112612897347_1815652976656042813_oDie Debatte zwischen den Referenten, aber auch mit dem Publikum, machte das Verständnis von Gerechtigkeit, die praktische Umsetzbarkeit sowie die konkreten Auswirkungen, etwa im Bildungsbereich, zum Thema. Dabei zeigte sich durchaus Übereinstimmung in manchen Fragen, wie etwa einer positiven Rolle eingeschränkten sozialstaatlichen Handelns oder der kosmopolitischen Ausrichtung sozialen Denkens. Gleichwohl musste am Ende der Diskussion einiges offen bleiben. So warf denn auch Moderator Wolkenstein die Frage auf, ob man nicht mehr noch die positive, emanzipierende Rolle liberalisierender Politik gerade für diejenigen in der Gesellschaft thematisieren müsse, denen es am Schlechtesten ginge. Dies müsse, wie er am Beispiel verschiedener Regulierungen der jüngsten Vergangenheit deutlich machte, zu der Einsicht führen, dass liberale Politik eben gerade nicht Raubtierkapitalismus ist, sondern das Soziale als Herzensangelegenheit betrachte.

Dreikönigstreffen der Liberalen 2015

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Wie in den vergangenen Jahren, so auch in 2015, werden die Liberalen Hochschulgruppen wieder einen Infostand auf Dreikönig unterhalten und die Parteitagsbesucher über ihre Ziele und Ideen informieren. Außerdem werden wir als Vorfeldorganisation auf dem Podium Präsenz zeigen.

Der 112. Ord. Landesparteitag der FDP findet am 5. Januar 2015 im Kongresszentrum Liederhalle, Hegelsaal – Berliner Platz – 70174 Stuttgart – statt. Helfer treffen sich um 9.30 Uhr am LHG-Stand. Den Aufbau erledigen wir wieder am Vortag.

13k.jpgAm 5. Januar 2015 findet im Anschluss an den Parteitag wie bereits letztes Jahr kein Ball statt, dafür aber die DreikönigsLounge ab 19.30 Uhr.

Die traditionelle Dreikönigskundgebung ist am 6. Januar 2015 im Stuttgarter Opernhaus um 11.00 Uhr – Einlass ab 10.15 Uhr.

Die LHG wird mit zwei Anträgen ihren Beitrag zur Diskussion leisten:

Die LHG bittet um Beachtung bei der Wahl der Antragsreihenfolge und um Zustimmung zu den zwei Anträgen.

Einladung zur Veranstaltung: „Umkehrung des Klimawandels durch Verbrennung? Chemical Looping Combustion als Weg zur Stromerzeugung!“ mit Alexander Schopf

Zum Vergrößern anklicken!Mittwoch, 17. Dezember 2014
19.00 Uhr bis 21.00 Uhr
Uni Konstanz, Raum A 701
Universitätsstraße 10
78457 Konstanz

Liberale Hochschulgruppe Konstanz, Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und Liberale Hochschulgruppen Baden-Württemberg laden ein zum Vortrag an der Universität Konstanz mit Alexander Schopf, dem Ehrenvorsitzenden der LHG-BW, der über sein Promotionsthema sprechen wird.

Hier geht´s zur Veranstaltung auf Facebook: Gleich anmelden!

Die Einhaltung des ausgegebenen klimapolitischen „2-Grad-Ziels“ bei der Erderwärmung erscheint zunehmend fraglich. Windkraft und Photovoltaik stellen keine global tragfähige Antwort auf die Lösung der Energieproblematik und zum Schutz des Klimas dar.

Chemical Looping Combustion (CLC) ist ein neuartiges Verbrennungsverfahren zur Stromerzeugung, das einen Lösungsweg für die CO2-Problematik aufzeigt. Der Referent promoviert über mineralogische Fragestellungen bei CLC und möchte eine Möglichkeit aufzeigen, wie es gelingen könnte, mittels dieses innovativen Verfahrens den Klimawandel aufzuhalten oder möglicherweise wieder umzukehren.

Begrüßung:
Maximilian Schrumpf,
Vorsitzender der Liberalen Hochschulgruppe Konstanz

Vortrag:
„Umkehrung des Klimawandels durch Verbrennung – Chemical Looping Combustion als Weg zur Stromerzeugung!“
Dipl.-Mineraloge Alexander Schopf,
Universität Stuttgart

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist natürlich kostenlos. Es besteht Gelegenheit, Fragen an den Referenten zu stellen. Im Anschluss wird ein Imbiss gereicht.

„Grundschule – Gemeinschaftsschule – Hochschule | Welche Bildung braucht das Land?“ mit Dr. Timm Kern MdL

Grundschule – Gemeinschaftsschule – Hochschule | Welche Bildung braucht das Land?„Reformen statt Revolutionen“ braucht das Bildungssystem in Baden-Württemberg. Dies war das Credo der Veranstaltung der LHG Stuttgart zusammen mit den Jungen Liberalen Stuttgart und dem LHG-Landesverband in der vergangenen Woche. Der Bildungsexperte der FDP/DVP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg Dr. Timm Kern war an der Uni Stuttgart zu Gast und referierte über die derzeitigen Veränderungen in der Bildungspolitik. „Nichts ist so gut, dass man es nicht noch besser machen könnte, aber so undurchdacht und mit einem solchen Tempo wie Grün-Rot die Dinge angeht, kann dies nicht funktionieren“, so Dr. Kern. Dabei kamen nicht nur die Abschaffung der Grundschulempfehlung, die Einführung einer neuen Schulart mit der Gemeinschaftsschule, sondern auch Änderungen im Hochschulbereich zur Sprache. Um in Baden-Württemberg weiterhin an der Spitze zu bleiben und Spitzenprodukte in alle Welt liefern zu können, braucht es ein bestmögliches Bildungssystem. Mit einer geringen Jugendarbeitslosigkeit, einer geringen Schulabbrecher- und Sitzenbleiberquote sieht der liberale Landtagsabgeordnete keinen Bedarf für große „Revolutionen“ im Bildungsbereich vorzunehmen, wie es die derzeitige Landesregierung aber macht.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der LHG Stuttgart und Ehrenvorsitzenden der LHG-BW, Alexander Schopf, einem Grußwort des LHG-Landesvorsitzenden mit der Einführung in die aktuellen Fragestellungen der Hochschulpolitik, Mark Dornbach und einer Einführung ins Thema vom JuLi-Kreisvorsitzenden von Stuttgart, Robert Meldt, fand im Anschluss an den Vortrag eine lebhafte Diskussion der anwesenden Schüler und Studenten mit dem Abgeordneten Dr. Timm Kern statt. Unter den Gästen waren auch Vertreter der Landesschülervertretung, der Landesstudierendenvertretung und der Jungen Europäischen Föderalisten. Wie es mit der Lehrerausbildung weitergehe, war unter anderem eine der Fragen. Grün-Rot hat in diesem Fall die eigentlichen Pläne ihrer einberufenen Expertenkommission wieder zurückgezogen und ist vom Modell des Einheitslehrers abgekommen. Dr. Timm Kern würde gerne die Ausbildung der Lehrer vermehrt an die Universitäten verlagern in enger Kooperation mit den Pädagogischen Hochschulen. „Wenn man in der Bildungspolitik an einem Rädchen dreht, dann drehen sich immer ganz viele mit. Dies hat Grün-Rot noch nicht ganz verstanden“, so Dr. Kern als er darüber sprach, dass die grün-rote Landesregierung den eigentlichen Plan des Einheitslehrers nicht einmal soweit durchdacht hatte, dass klar gewesen wäre nach welcher Gehaltsstufe die neuen sogenannten „Einheitslehrer“ bezahlt werden würden.

Am Ende waren sich alle einig, dass die Bildungspolitik nicht so stark wie derzeit von der politischen Großwetterlage im Landtag abhängen dürfe. Die FDP/DVP-Fraktion hat hierfür ein Konzept zu einem stabilen Schulfrieden vorgelegt und hofft nun, dass die anderen Parteien sich dem Vorschlag anschließen und ohne Vorbedingungen in die Gespräche über einen Schulfrieden gehen. Einer der anwesenden Studenten warf in den Raum, dass man auch über einen Hochschulfrieden einmal nachdenken solle, da besonders auch in diesem Bereich Verlässlichkeit und Stabilität gefragt sei.

Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und ist unter http://www.vimeo.com/lhgbw/timm-kern verfügbar.

Willkommen bei Deiner Liberalen Hochschulgruppe!

Hochschulpolitik? Aber bitte mit Hirn!Die LHG ist mit elf Gruppen an den Hochschulen in Baden-Württemberg aktiv – bestimmt auch an Deiner Uni, PH oder HAW.
Komm zur LHG, mach mit, gestalte Deine Hochschule, lerne neue Leute kennen, übernimm Verantwortung und hab Spaß
Wir freuen uns auf Dich!Karte aller Liberalen Hochschulgruppen im Land
LHG Mannheim LHG DH Baden-Württemberg (Standort Mannheim) LHG Heidelberg LHG Karlsruhe LHG PH Ludwigsburg LHG Stuttgart LHG Hohenheim LHG Reutlingen LHG Tübingen LHG Ulm LHG Kehl LHG Freiburg LHG Konstanz LHG Zeppelin (Friedrichshafen)

Fotos von den Erstsemestermessen 2013/2014: LHG Hohenheim, LHG Karlsruhe, LHG Konstanz, LHG Stuttgart

Gemeinsame Pressemitteilung von Landesstudierendenvertretung, RCDS, Campusgrün, Juso-HSG und LHG zum Solidarpakt III

Gemeinsame Pressemitteilung von Landesstudierendenvertretung Baden-Württemberg (LaStuVe), Ring Christlich-Demokratischer Studenten Baden-Württemberg (RCDS), Campusgrün Baden-Württemberg, Jungsozialistische Hochschulgruppen Baden-Württemberg (Juso-HSG) und Liberale Hochschulgruppen Baden-Württemberg (LHG) vom 23.07.2014

Uni in NotDie Landesstudierendenvertretung Baden-Württemberg und die vier großen hochschulpolitischen Organisationen haben sich zu einer gemeinsamen Pressemitteilung entschlossen, da sie die Entwicklungen im Bereich der Qualitätssicherungsmittel und Hochschulfinanzierung übereinstimmend als kritisch betrachten. "Wir hoffen mit dem gemeinsamen Vorgehen die Landesregierung von einer falschen Entscheidung abhalten und von Gesprächen überzeugen zu können", so die Vertretungen von LaStuVe, RCDS, Campusgrün, Juso-HSG und LHG übereinstimmend.

Wie Wissenschaftsministerin Theresia Bauer MdL (Grüne) und Finanzminister Nils Schmid MdL (SPD) heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt gaben, sollen die Qualitätssicherungsmittel, welche bisher zur Sicherung der Qualität in Studium und Lehre dienen, in die reguläre Grundfinanzierung der Hochschulen überführt werden. Dass somit aber deren Zweckbindung, die Kopplung an die Studierendenzahlen und die studentische Mitbestimmung entfallen, wird dabei verschwiegen. Der vorgeschlagene Topf in Höhe von 20 Mio. Euro, über den nur Studierende bestimmen, ist ein Ablenkungsmanöver und löst nicht das eigentliche Problem.

Anstatt die Grundfinanzierung deutlich zu erhöhen sowie an die Entwicklung der Studierendenzahlen zu koppeln und dabei die Qualitätssicherungsmittel unangetastet zu lassen, werden die Probleme mit einem Griff von der einen Tasche in die andere lediglich verlagert. "Eine Verlagerung geht unmittelbar zu Lasten der Qualität von Studium und Lehre, weshalb wir gemeinsam von der Landesregierung fordern, vom geplanten Vorgehen abzusehen und Vernunft walten zu lassen", so die Vertretungen der fünf Organisationen.

Durch die Entlastung der Länder beim BAföG werden im Landeshaushalt finanzielle Mittel frei, die nun unbedingt bei den Hochschulen und Studierendenwerken ankommen müssen. Die Hochschullandschaft in Baden-Württemberg muss gestärkt werden – zu einer weiteren Schwächung darf es unter keinen Umständen kommen. LaStuVe, RCDS, Campusgrün, Juso-HSG und LHG dazu: "Wir sind gerne bereit dazu, mit der Landesregierung am runden Tisch in einen konstruktiven Dialog zu treten und bauen darauf, dass unsere Warnungen über einen Qualitätsverlust an den Hochschulen ernst genommen werden."

Bei Rückfragen stehen wir gerne unter gemeinsame-pm@lastuve-bawue.de sowie telefonisch unter 0170 / 833 70 31 (Jörg Willburger) oder 0152 / 581 164 99 (Michael Heinl) zur Verfügung.

V.i.S.d.P.:
– Für die LaStuVe Baden-Württemberg: Sophia Overbeck, Jörg Willburger, Johannes Kolbe, Tabea Huslisti, Michael Heinl
– Für den RCDS Baden-Württemberg: Ronja Schmitt, Dominik Koblitz, Moritz Noll
– Für Campusgrün Baden-Württemberg: Sabrina Friedl, Lars Maurer
– Für die Juso-HSG Baden-Württemberg: Yves Heuser, Thalke Iggena, Max Meisenheimer
– Für die LHG Baden-Württemberg: Alexander Schopf, Mark Dornbach, Martin Brüssow, Sven Dorkenwald, Daniel Eberz, Björn M. Flechtner


Liebe Mitglieder und Freunde der Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg,

heute ist ein denkwürdiger Tag, denn heute haben Landesstudierendenvertretung, RCDS, Campusgrün, Juso-HSG und wir als LHG eine Pressemitteilung versandt und zwar eine gemeinsame, s.o. Das ist ein Novum und zeigt doch in aller Deutlichkeit, dass die grün-rote Landesregierung wieder einmal etwas nicht ganz richtig gemacht haben kann. Wir bedauern das.

Was uns vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg in einer Pressemitteilung mit dem Titel "Perspektive 2020 – Durchbruch bei Hochschulfinanzierung" schmackhaft gemacht werden soll, ist nicht wirklich leicht verdaulich. Im Wissen, wieviel Geld bei den Hochschulen fehlt, fällt unsere Beurteilung alles andere als positiv aus, so reichen die bis 2020 angekündigten Baumittel nicht einmal zur Sanierung einer einzigen Hochschule aus, wie bspw. der Universität Stuttgart. Wir sind enttäuscht. Grün-Rot nimmt die Hochschulen im Land nicht Ernst genug. Und die Studenten ebensowenig, wie der Umgang mit den Qualitätssicherungsmitteln (QSM) eindrücklich beweist.

Die Eckpunkte zur Hochschulfinanzierung verheißen wenig Gutes und wir alle, die an den Hochschulen im Land tätig sind, wir sind die Leidtragenden.


Mit herzlichen Grüßen!
Alexander Schopf
Ehrenvorsitzender

Grün-Rote Landesregierung darf die Spitzenlehre in Baden-Württemberg nicht aufs Spiel setzen

Die LHG fordert: Keine Grundfinanzierung der Hochschulen auf Kosten der Lehre und die Beibehaltung der Mitbestimmung der Studenten über die Finanzmittel!

Uni in Not(Stuttgart) Wissenschaftsministerin Theresia Bauer MdL (Grüne) möchte die Qualitätssicherungsmittel für Studium und Lehre in die Grundfinanzierung der Hochschulen überführen. Damit wären die Zweckbindung dieser Mittel für Studium und Lehre und die Mitbestimmung durch die Studierenden aufgehoben. Das Problem der unzureichenden finanziellen Grundausstattung der Hochschulen würde dabei nicht gelöst. Die Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg (LHG) lehnen eine Überführung von Qualitätssicherungsmitteln in die Grundfinanzierung ab.

Dazu der Ehrenvorsitzende der Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg Alexander Schopf:

„Mit diesem Vorschlag der Wissenschaftsministerin wird deutlich, dass die Prioritäten der grün-roten Landesregierung nicht im Bereich der Hochschulbildung liegen. Das Loch in der einen Tasche, die Grundfinanzierung, soll durch einen Griff in die andere Tasche, die Qualitätssicherungsmittel, gestopft werden. Eine Überführung der Qualitätssicherungsmittel in die Grundfinanzierung würde schlichtweg zu Lasten von Studium und Lehre erfolgen. Das kann sich das Land Baden-Württemberg mit seiner exzellenten Hochschullehre nicht leisten. Deswegen plädieren die Liberalen Hochschulgruppen im Land für eine an die gestiegenen Studierendenzahlen angepasste Grundfinanzierung der Hochschulen, ohne aber die Qualitätssicherungsmittel anzugreifen. Es darf keine Grundfinanzierung auf Kosten der Lehre geben.“

Nach einem landesweiten Aktionstag im Mai fand am 24. Juni bereits zum zweiten Mal binnen zweier Monate eine Großdemonstration gegen die Pläne der Landesregierung statt. Dabei demonstrierten rund 1200 Studierende vor dem Finanz- und Wissenschaftsministerium in Stuttgart. Die Demonstration unterstützte die Kernforderungen der Landesrektorenkonferenz für einen neuen Solidarpakt, der die Grundfinanzierung der Hochschulen von 2015 bis 2020 festlegen soll. Seit über einem Jahr verhandeln Wissenschafts- und Finanzministerium mit den Hochschulen im Land über die Rahmenbedingungen dieses Solidarpakts III. Die grün-rote Landesregierung wird ihrer Verantwortung für die Hochschulen in Baden-Württemberg nicht gerecht. Die Unterfinanzierung der Hochschulen im Land wirkt sich negativ auf Forschung und Lehre aus.