Deutschlandweite Studie aus Hohenheim belegt: Verwendung von Studiengebühren überzeugt Studenten nicht

Die Vorlesungszeit im Sommersemester 2008 ist kaum vorüber, die Rückmeldefrist läuft bereits und die Uni fordert schon die Studienbeiträge für das kommende Wintersemester ein. Mit Studien- und Rückmeldegebühr geht es um deutlich mehr als 600 Euro und und es quält nicht nur eine Reihe von Studenten die Frage, wie sie dies bezahlen sollen, sondern auch, was sie dafür erhalten. Gefühlt gar nichts, wie die Universität Hohenheim in einer deutschlandweiten Studie ermittelte.

Vom 29. April bis 23. Mai sind an je 54 der gebührenerhebenden Universitäten im Bundesgebiet mindestens 100 Studenten befragt und insgesamt über 6.100 Ergebnisse ausgewertet worden. Initiiert und durchgeführt wurde diese großangelegte Umfrage durch das Institut für Marketing der Universität Hohenheim.

Ergebnisdurchschnitt aller Befragungskategorien: Schulnote 4,55!

Der Ergebnisdurchschnitt aller Befragungskategorien ergab die Schulnote 4,55. Konstanz liegt, als bestbewertetste baden-württembergische Universität, auf Rang drei der Gesamtzufriedenheit, mit einer 3,89. Am „zufriedensten“ zeigten sich die Studenten in Bayreuth – Note 3,75.

Studiengebühren sollen, der Ansicht der Liberalen Hochschulgruppen nach, der Verbesserung der Lehre dienen. Die Studie zeigt, dass eben dies durch die Aufstockung universitärer Bibliotheken sowie durch die Einrichtung zusätzlicher Tutorien erreicht werden sollte. Aber auch die Verbesserung des Lehrangebots wurde nur mit einer 4,3 bewertet. Mit einer 3,4 ergeht es den Bibliotheken nur geringfügig besser.
Einzig in Bamberg gab eine knappe Mehrheit der Studenten an, eine Verbesserung der Lehrbedingungen zu spüren. Schlusslicht ist die Universität Wuppertal mit erschreckenden 2,88%.

Liberale Hochschulgruppen fordern StudiumPlus!

Aufgrund des untragbaren Zustands der Verwendung von Studiengebühren, fordern die Liberalen Hochschulgruppen ein StudiumPlus. Hier der Link zum auf der letzten Bundesmitgliederversammlung in Gerlingen beschlossenen Antrag, der vom Landesvorstand der Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg unter „Verwendung von Studiengebühren nach deren Einführung an zahlreichen Hochschulen in Deutschland – StudiumPlus“ eingebracht worden war.
rank_uni_gesamtzufriedenheit.jpgQuelle: Die gesamte Erhebung des Institut für Marketing der Universität Hohenheim von Prof. Dr. Markus Voeth und die verwendeten Grafiken (verändert) sind auf www.gebuehrenkompass.de zu finden.

Pressemitteilung des MINISTERIUM FÜR WISSENSCHAFT, FORSCHUNG UND KUNST zur Umfrage: „Untersuchung: Studiengebühren bei Studenten äußerst unbeliebt“

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