Strukturdebatten beenden!

Die LHG Freiburg beteiligt sich aktiv an der anhaltenden Debatte um die Organisation des VS-Vorstandes. Im Studierendenrat sprach sich unser Abgeordneter im StuRa, Simon Hartmann, für die Vereinbarkeit von Fachschaftsamt und Vorstandsamt aus:

“Der vorliegende Antrag setzt nicht etwa die Gewaltenteilung in unserem System außer Kraft. Vielmehr bleiben all die Schutz- und Kontrollmechanismen in Takt. Es geht darum, den Vorstand handlungsfähig zu machen!”

Die LHG unterstützt den Antrag der Fachschaft Anglistik, nach dem Mitglieder des Studierendenrates auch für ein Vorstandsamt kandidieren dürfen. Gegenwärtig herrscht hier strikte Ämtertrennung.

Simon erinnerte daran, dass mit der Schlichtungskommission, der Vollversammlung, dem Referendum und den Hochschulgruppen genügend Oppositionsspieler in der VS beteiligt seien. Vor allem hob er jedoch hervor, dass mit der Satzungsänderung der Vorstand endlich handlungsfähig würde.

“Noch bleibt die VS mit sich selbst beschäftigt. Wenn wir eine politische Bilanz ziehen, haben wir in den letzten drei Monaten viel zu wenig erreicht! Es ist nun an der Zeit, die Strukturdebatten endlich zu beenden!”

Die Abstimmung über den Antrag der Anglistik zur Vereinbarkeit von Vorstands- und Fachschaftsamt erfolgt am 17. Dezember. Parallel dazu wird über einen Antrag abgestimmt, nach dem die harte Geschlechterquote im Vorstand aufgeweicht werden soll.

Die ganze Rede könnt ihr hier nachlesen: Vereinbarkeit von Souverän und Vorstand.

Sachlichkeit statt Streik: Liberale Positionen zum Bildungsstreik

Studieren geht vor Streiken!
Wir lehnen es entschieden ab, dass eine protestierende Minderheit ihren Kommilitonen schadet, indem Lehrveranstaltungen ihrer Kompromisslosigkeit zum Opfer fallen. Unbeteiligten wird so der „Boykott“ aufgezwungen.

Dialog statt Konfrontation!
Verbesserungen erreicht man nicht durch Hörsaalbesetzungen, sondern durch konstruktive Gespräche mit den Verantwortlichen an den Hochschulen und in der Politik. Die organisatorische Infrastruktur gibt es längst – die Studierenden müssen endlich mit einer Stimme sprechen!

Für mehr Freiheit und bessere Chancen!
Wir fordern deutliche Korrekturen am Bologna-Prozess für mehr Freiheit und Selbstbestimmung in den Bachelor- und Master-Studiengängen und bessere Berufschancen. Unsinnige bürokratische Hürden und starre Studienpläne lehnen wir entschieden ab. Leitbild muss der eigenverantwortliche Studierende sein!

Bildung ist Bürgerrecht!
Bildung ist eine Kernaufgabe des Staates. Deshalb ist er unzweifelhaft in der Pflicht, die Bildungsinvestitionen deutlich auszuweiten und für mehr Chancengleichheit zu sorgen.

Studiengebühren ja – aber anders!
Wir fordern nachlaufende Studiengebühren für mehr soziale Verträglichkeit. Nur wer nach dem Abschluss ein bestimmtes Einkommen erreicht, zahlt seinen Beitrag. Studiengebühren müssen der tatsächlichen Verbesserung der Studienbedingungen dienen – nicht der Aufrechterhaltung des Status quo bei gleichzeitigem Rückzug des Staates!

Mehr Demokratie und Mitbestimmung!
Wir fordern die Wiedereinführung der verfassten Studierendenschaft für mehr studentische Mitbestimmung an den Hochschulen. Ein unzureichend legitimiertes Rätesystem wie den u-asta an der Uni Freiburg lehnen wir ab. Stattdessen fordern wir ein Studierendenparlament für mehr Demokratie.

Wir sind für Studieren statt Blockieren!

„Einspruch! Wider den organisierten Staatsbankrott?“ – Mit Oswald Metzger MdL und Leif Schubert

19.04.2007
20:00bis22:00

Oswald Metzger MdLWir möchten Sie ganz herzlich zu einer Veranstaltung der JuLi-Hochschulgruppe/LHG Freiburg und der Jungen Liberalen Region Freiburg in Kooperation mit dem Landesverband der Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg einladen!

Thema: „Einspruch! Wider den organisierten Staatsbankrott?“

Zeit: Donnerstag, 19. April 2007, 20:00 Uhr

Ort: Historischer Peterhof der Universität Freiburg, Niemensstraße 1, Freiburg i. Br. (Link zu Google Maps)

Programm:

Oswald Metzger MdL, finanzpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg, stellt sich den Fragen von Leif Schubert, dem Landesvorsitzenden der Jungen Liberalen Baden-Württemberg. Dabei wird es schwerpunktmäßig um das Metzger-Buch „Einspruch! Wider den organisierten Staatsbankrott“ gehen. Im Anschluss an das Interview wird auch das Publikum Gelegenheit bekommen, Fragen zu stellen und kontrovers mitzudiskutieren.

Wir würden uns sehr freuen, Sie zu unserer Veranstaltung zu begrüßen. Gäste sind herzlichst willkommen.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an Frau Anja Wilkat: A.Wilkat(ät)web.de

Studiengebühren

Studiengebühren – ja oder nein?

Grundsätzlich ja, …

Wir sind davon überzeugt, dass an den Hochschulen in unserem Land eine hochwertige Lehre stattfinden muss. Diese benötigt eine große Menge Ressourcen, die in den Zeiten von gigantischen Haushaltslöchern der öffentlichen Kassen nicht mehr alleine von diesen aufgebracht werden können. Daher müssen wir selber mit dazu beitragen, dass unser Studium gut wird. Hinzu kommt für uns auch der Aspekt der sozialen Gerechtigkeit, denn das Studium wird im Gegensatz zu einer beruflichen Ausbildung von der Allgemeinheit über Steuern bezahlt. Das bedeutet auch, dass auch Menschen, die keine Hochschulausbildung haben müssen für diese bezahlen.

… aber anders!

Von besonderer Bedeutung ist uns dabei, dass die Gebührenerhebung gerecht erfolgt und niemanden vom Studium abhält. Dieses Modell haben wir in Australien gefunden. Dort gibt es nachlaufende Studiengebühren, die erst 2 Jahre nach dem Hochschulabschluss fällig werden und auch nur dann zurückgezahlt werden müssen, wenn ein bestimmtes Einkommen überschritten wird. So ist sicher gestellt, dass niemand finanziell überfordert wird, denn solange die Einkommensschwelle nicht überschritten wird muss kein müder Euro zurückgezahlt werden. Ein ganz wichtiger Punkt ist dabei, dass das ganze zinslos erfolgt, während das Land fast 6 % Zinsen verlangt und so die Gebührenlast unnötig zu Lasten derer, die die Gebühren nicht sofort bezahlen können, erhöht.

Ein zweiter Punkt ist der, dass wir mitbestimmen wollen, was mit unseren Gebühren geschieht. Ob wir mehr Bücher oder mehr Lehrkräfte wollen. Ob wir Reinigungspersonal oder Schließfächer wollen. All dieses ist im Moment nicht gewährleistet. Als Studierende haben wir über unsere 4 Senatssitze derzeit nur einen äußerst geringen Einfluss auf die Verwendung.

Schließlich sollen die Universitäten selber über die Gebührenhöhe entscheiden können. Wenn eine Uni durch besonders effiziente Verwaltung nur einen Bedarf von 300 Euro hat, dann soll sie die Gebühren entsprechend absenken können, hat sie dagegen durch besonders aufwändige Lehrveranstaltungen oder -bibliotheken einen erhöhten Bedarf, dann soll sie auch diesen erheben können, wenn die Studierenden zustimmen. Derzeit wird den Universitäten die Höhe der Gebühren vom Land pauschal vorgegeben ohne auf Besonderheiten einzugehen.

Es gibt also noch viel Verbesserungsbedarf um die Studiengebühren sozial gerecht zu gestalten.

Daher lehnen wir Studiengebühren in der jetzigen Form ab.