Sternkollision – Uni Hohenheim kommt nicht zur Ruhe

schloss-hohenheim.jpgAls Student der Uni Hohenheim mache ich mir derzeit wirklich große Sorgen. Es scheint so, als wäre die Hochschule auf dem besten Wege, ihren guten Ruf komplett zugrunde zu richten. Der aktuelle Zwist zwischen Studenten und Unileitung wegen der Umbaumaßnahme in der Speisemeisterei sorgt erneut für Wirbel. Die Uni erregt bundesweit Aufsehen. Nur leider nicht im positiven Sinne.

Was die Studierenden an der Uni Hohenheim mittlerweile zu Recht stört, ist, dass die Uni innerhalb eines Jahres zum 4. Mal unangenehm in der Presse auffällt. Letztes Jahr hatte die Uni Probleme bei den Zulassungen: Den besten Studenten wurden keine Immatrikulationsbescheinigungen ausgestellt. Es folgte der Protest gegen die unerträgliche Hörsaalsituation. Diese ist desolat. Allein 842 Anmeldungen für den Studiengang Wirtschaftswissenschaften wird es auch für das kommende Wintersemester geben, wobei der größte Hörsaal gerade mal knapp 500 Plätze bietet.

Was die Unileitung meiner Meinung nach nicht zu verantworten hat, ist der Skandal der vergangenen Woche, als im Fach “Technik des Rechnungswesens” 113 Klausuren versehentlich entsorgt wurden und alle Betroffenen nun diese nachschreiben müssen.

Nun also auch noch der Streit um die Speisemeisterei. Na klar, Hohenheim war mit Martin Öxle, der 2 Sterne hatte, eine echte Spitzenadresse im ohnehin sternverwöhnten Baden-Württemberg. Und das es neue Pächter mit Anspruch geben soll, da besteht ja keine Frage. Allerdings stellt sich die Frage, ob Geld für den Ausbau und die Restaurierung des Lokals aus Mitteln des Landes finanziert werden darf, wenn auf der anderen Seite Studenten im “Kino” sitzen, weil sie nicht alle gleichzeitig im Hörsaal ihre Vorlesungen verfolgen können.

Hier ist die Antwort denkbar einfach: Das ist eine Frechheit und wird von der LHG Hohenheim strikt abgelehnt! Es ist eine Unverschämtheit des Finanzministeriums wie auch des Wissenschaftsministeriums, von der Leitung der Uni Hohenheim zu verlangen, ihre Studenten in mehreren Hörsälen gleichzeitg Vorlesungen hören zu lassen, während sich die High Society in der für 245.000€ aufpolierten Speisemeisterei verköstigen lässt!

hohenheim_1899.jpgDie LHG Hohenheim unterstützt die Unileitung bezüglich eines Hörsaalbaus. Es ist unverantwortlich, wie Studierende in Hohenheim lernen müssen. Dies entspricht nicht der Ausbildung, die von einer selbst ernannten Elite-Uni gewährleistet sein soll! Ein neuer Hörsaal muss her und zwar sofort!