Die Liberale Hochschulgruppe (LHG) lehnt die Einführung von Verwaltungsgebühren zwecks Sanierung des Landeshaushaltes ab. Gebühren müssen einer Hochschule direkt zugute kommen und dürfen nicht erst über die Umwege des Landeshaushaltes an die Universitäten zurückfließen.
Die LHG distanziert sich allerdings von der vom AStA-Vorstand beschlossenen Protestaktion zum Stopp dieser Verwaltungsgebühren. Dieser Protest wird nach Auffassung der LHG weder den vom AStA-Vorstand propagierten Öffentlichkeitseffekt haben, noch wird durch die sich beteiligenden Studierenden ein glaubhaftes Drohpotential gegenüber der Landesregierung aufgebaut.
Jedem Studierenden werden durch dies Aktion unberechenbare Risiken für den individuellen Lebensweg zugemutet, die weder der AStA-Vorstand genau kennt, noch die Landesregierung bei der Entscheidung über Massenexmatrikulationen berücksichtigen wird. Gerade die sozial schwächsten der Studenten, vor allem BaFöG- und Kindergeldempfänger tragen das größte Risiko bei dieser Aktion. Der AStA-Vorstand macht es mit dieser Form des Protests gerade diesen Studierenden schwer, ihre Stimme gegen die Verwaltungsgebühren zu erheben. Wer sich die 40 € Verwaltungsgebühren leisten kann, kann sich auch den Protest dagegen leisten. Das ist unsozial und absurd.
Kristian Koch
Vorsitzender LHG Mannheim im Sommersemester 2003