Liberale Hochschulgruppen in Baden-Württemberg fordern „Kopftuchverbot“ für Hochschulen

Alexander Schopf(Bühl) Die Liberalen Hochschulgruppen in Baden-Württemberg (LHG) haben sich mit überwältigender Mehrheit auf ihrer Landesmitgliederversammlung am Sonntag für die Einführung eines Verbots für das Tragen politisch missbrauchter religiöser Symbole an staatlichen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen ausgesprochen. Zur Begründung sagte der Vorsitzende der Liberalen Hochschulgruppe Stuttgart und kommissarische Landesvorsitzende der LHG Baden-Württemberg Alexander Schopf: „Die staatlichen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen müssen Freiräume für objektive Wissensvermittlung bleiben. Durch das Tragen eines zu politischen Zwecken missbrauchten religiösen Symbols an staatlichen Lehranstalten wird die Freiheit der Lehrenden und Lernenden in erheblicher Weise eingeschränkt.

Gegenwärtig sind hauptsächlich muslimische Schülerinnen und Studentinnen betroffen, für die es einen sozialen Zwang zum Tragen eines Kopftuchs gibt. Ein Nährboden für islamistisch-extremistische Organisationen an den Hochschulen kann sich bilden, wenn man religiösem Fanatismus nicht konsequent entgegentritt. So soll auch das teilweise als Gesinnungszeichen politisch missbrauchte Symbol des Kopftuchs keinen Platz an öffentlichen deutschen Hochschulen und sonstigen staatlichen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen finden.“

Schopf weiter: „Die Trennung von Religion und Staat ist eine wertvolle Errungenschaft der modernen freiheitlichen Gesellschaft. Wir wollen dieses Gut nicht verlieren. Schon gar nicht zu Lasten von Extremisten, die unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaft gefährden. Die Liberalen Hochschulgruppen Baden-Württemberg sehen das Kopftuch als Zeichen der Unterdrückung der Frau. Die Unterdrückung von Frauen ist vollkommen unvereinbar mit Artikel 3 des Grundgesetzes und unserer modernen freiheitlichen Gesellschaft. Wir wollen, dass sich an deutschen Bildungseinrichtungen muslimische Studentinnen frei entfalten können.“, so Schopf.

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