Erstes LHG Treffen 2017

Alle LHG-Mitglieder, Interessenten und Alteingesessene laden wir morgen abend herzlich zum ersten Treffen der LHG Tübingen ein!

Die neuesten Entwicklungen im StuRa und das Programm der nächsten Wochen (Landes-mitgliederversammlung LHGs in Baden-Württemberg, unsere Mitgliederversammlung samt Vorstandwahl im Februar) werden die zentralen Themen bei unserem am Dienstag, den 24.01.2017, um 19 Uhr in der Marquardtei (Herrenberger Str. 34) sein. Wir hoffen möglichst viele von euch nochmal zu treffen, um euch über zahlreiche kommenden Veranstaltungen informieren können.

Besuch bei Timm Kern im Landtag

Gestern war die LHG Tübingen auf Einladung von Timm Kern zusammen mit der Liberale Hochschulgruppe Stuttgart, den JuLis Stuttgart und den JuLis Tübingen zu Besuch im baden-württembergischen Landtag.
Nach einer Tour durch den 2016 neu eröffneten Landtag wurden mit dem Landtagsabgeordneten der FDP-/DVP-Fraktion neben dem Schwerpunktthema Bildung auch weitere brisante Themen, wie der Umgang mit der AFD-Fraktion im Landtag diskutiert.
Vielen Dank nochmal an Timm Kern und sein Team!

Es tut sich was im StuRa!

Es tut sich etwas 2017 im Studierendenrat Tübingen:
Zusammen mit dem RCDS Tübingen und Fachschaft Jura Tübingen – ULF haben wir im StuRa wichtige Reformen angestoßen. Der erste Schritt in die richtige Richtung war die Überarbeitung der bis dahin völlig chaotischen Förderrichtlinie.

Wir machen auch Fortschritte in Sachen Transparenz. Auf Initiative der Opposition wurde nicht nur der Haushaltsplan veröffentlicht. Jetzt findet ihr auf der Homepage des StuRa eine Auflistung der bewilligten Förderungen.

Noch wichtiger ist aber, dass auf Vorschlag der LHG der neue Arbeitskreis Personal eingerichtet wurde. Es ist unhaltbar und nicht mehr hinnehmbar, dass wir als einzige Uni in BW keinen Haushaltsbeauftragten haben (und noch nie hatten)! Auch einen festen Ansprechpartner gibt es nach wie vor nicht. Das soll sich jetzt ändern!

Außerdem drängen wir darauf, dass endlich die noch ausstehenden Haushaltsabschlüsse gemacht werden. Dafür soll nach unserer Überzeugung auch ein qualifizierter Steuerberater beauftragt werden, um endlich den Überblick über unsere Finanzen zu bekommen, den wir so dringend nötig hätten.
Genug Geld hätten wir dafür allemal – wenn wir nur wüssten wie viel genau…

Übrigens: am kommenden Montag den 16.01. um 20:15 Uhr findet in der StuRa-Sitzung im Clubhaus die Diskussion zum neuen Haushaltsplan statt. Die Sitzung ist öffentlich!


Meldungen des Landesverbands

UPDATE: Rahmenvertrag mit der VG Wort

Die Übergangs-„lösung“, nach der bis zum Ende des Sommersemesters 2017 alles so bleiben soll wie bisher, ist KEINE Lösung des Problems.

Die LHG-BW fordert nach wie vor Neuverhandlungen mit der VG Wort, da der momentane Status nicht zukunftsfähig ist.

Weder kann einfach der nach dem BGH-Urteil rechtswidrige Zustand aufrecht erhalten werden, noch sollten die Universitäten das Problem auf die Schultern der Studierenden verlagern.

Eine dauerhafte, rechtskonforme, praktikable und vor allem digitale Lösung ist für die Sicherung eines qualitativ hochwertigen Lehrangebots unabdingbar!

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LHG-BW richtet Veranstaltung mit Wirtschaftsweisem Prof. Dr. Lars Feld aus

Prof. Dr. Lars Feld berichtet von seiner Arbeit am Walter Eucken Institut und über seine Arbeit für den Sachverständigenrat

Prof. Dr. Lars Feld berichtet von seiner Arbeit am Walter Eucken Institut und über seine Arbeit für den Sachverständigenrat

Prof. Dr. Lars Feld in der Diskussion mit den Teilnehmern über die wirtschaftliche Lage und den Reformbedarf in Deutschland

Prof. Dr. Lars Feld in der Diskussion mit den Teilnehmern über die wirtschaftliche Lage und den Reformbedarf in Deutschland

(Freiburg) Am Donnerstag, den 15. Dezember 2016, hat der Landesverband Liberaler Hochschulgruppen Baden-Württemberg eine Veranstaltung mit dem Wirtschaftsweisen Prof. Dr. Lars Feld ausgerichtet.

Wir danken für die Inspiration durch den Referenten, die Diskussionsbeiträge der Teilnehmer und der LHG Freiburg für die Organisation.

Zusammenfassend könnte man folgendes Fazit ziehen:
Deutschland geht es so gut wie nie zuvor, zieht daraus aber die falschen Schlüsse. Jetzt ist keineswegs die Zeit sich auf den Lorbeeren auszuruhen – jetzt ist die Zeit für große Reformen, um unser Land und Europa fit für die Zukunft zu machen!

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Rahmenvertrag mit der VG Wort

Ab dem 1. Januar 2017 sollen die deutschen Universitäten und Hochschulen laut dem neuen Rahmenvertrag der Kultusministerkonferenz mit der Verwertungsgesellschaft (VG) Wort die Nutzungen von urheberrechtlich geschützten Schriftwerken nach Paragraf 52a des Urhebergesetzes einzeln erfassen und vergüten.

Die VG Wort ist als Gegenstück zur allseits bekannten GEMA für die Verwaltung und Verwertung der Nutzungsrechte von urheberrechtlich geschützten Schriftwerken ihrer Autoren verantwortlich. Bisher haben die Bundesländer einen Pauschalbetrag für die Verwendung, Kopien und Weitergabe in digitaler Form (in Tübingen über Ilias) von geschützten Werken an ihren Unis bezahlt. Diese unkomplizierte Lizenzierungspraxis musste nach einem BGH-Urteil aufgegeben und durch eine einzelne Erfassung und Vergütung der verwendeten Werke ersetzt werden, was natürlich den Verwaltungsaufwand erhöht.

So weit so gut. Das Interesse, eher Autoren zu vergüten, deren Werke für die Lehre besser geeignet sind und die deswegen häufiger verwendet werden, ist nur legitim. Die Landesregierung nutzt jedoch die Gelegenheit, um den kompletten Kostenpunkt einfach den Hochschulen aufs Auge zu drücken und diese gehen (zumindest in Baden-Württemberg) geschlossen in eine Verweigerungshaltung und steigen wegen der angeblich untragbaren Verwaltungskosten ganz aus dem Vertrag aus. Das Ende vom Lied: Kein Vertrag, keine Lizenz! Und alle Studenten dürfen ab dem 01. Januar eine riesige 90’s-Revivalparty feiern, auf die wirklich keiner Bock hat!

Die Aussage der baden-württembergischen Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) „Eine Beeinträchtigung der wissenschaftlichen Literaturversorgung und des bisherigen Lehr- und Forschungsbetriebs kann nicht ausgeschlossen werden“ klingt dabei wie Hohn in den Ohren von allen Studenten, die sich im nächsten Jahr auf ein zeitaufwendiges Chaos in der Bib einstellen müssen. Endlose Warteschlangen vor den Kopierern, nur weil man weiter auf Grundlage von wissenschaftlichen Texten arbeiten möchte.

Da die Änderung des Rahmenvertrags auf einem BGH-Urteil beruht, wird es aber auch keine einfache Rückkehr zur Pauschalvergütung geben, wie sie die Fachschaftenvollversammlung fordert. Da die Uni beschlossen hat, den Konflikt vorerst auf dem Rücken ihrer Studenten auszutragen, fordern wir als Sofortmaßnahme die Anschaffung von zusätzlichen Kopierern um immerhin das anfängliche Chaos etwas zu mildern.

Das ändert aber nichts daran, dass wir weiterhin digital mit Computer und Tablet lernen möchten und nicht bereit sind, wieder so zu lernen wie vor 20 Jahren. Wir leben im Jahr 2017 und gerade an einer Universität, die die Digitalisierung vorantreiben möchte, nicht unter dem Einsatz modernster Möglichkeiten zu arbeiten, ist absurd. Semesterapparate und Drucker soll es weiterhin geben, aber nicht als alleiniges Angebot. Stattdessen zeigt ein Pilotversuch an der Uni Osnabrück, dass eine Angabe der verwendeten Literatur vonseiten des Dozenten in einer Maske der VG Wort zwar aufwendig aber möglich ist. Den Beweis, dass der zu erwartende Mehraufwand also untragbar sei, sind die Hochschulen dabei schuldig geblieben. Es ist also eine absolute Frechheit vonseiten der Hochschulen diese Möglichkeit nicht weiter zu erörtern oder zumindest als Übergangslösung zu erwägen!

Langfristig hilft wohl nur eine lange überfällige Reform des Urheberrechts, um das Problem der Lizenzierung endgültig zu lösen. Solange die Rechtsgrundlage noch nicht im Zeitalter des Internets angekommen ist, wird wohl keine Lösung mit der VG Wort wirklich optimal sein. Dies entbindet die Hochschulen in Deutschland jedoch nicht davon, den selbst formulierten Anspruch der „besten und modernsten Bildung der Welt“ nach Möglichkeit in die Tat umzusetzen.

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