Für eine bessere Hochschulpolitik!

LHG RCDS Jusos

Gemeinsames Positionspapier von LHG, RCDS und Jusos!

Als wir vor einem Jahr mitten im Wahlkampf um eine neue Verfassung für die neue Studierendenvertretung gestritten haben, wurden zwei Neuerungen von fast allen Seiten als Revolutionen gefeiert: “Endlich dürfen wir eine politische Meinung vertreten und eigene Beiträge erheben, um soziale Projekte, Hochschulgruppen und Fachschaften zu unterstützen!”.

Heute steht nun wieder eine Uni-Wahl vor der Tür, der Studierendenrat (StuRa) ist schon über ein halbes Jahr im Amt, doch bisher hat sich nur wenig getan. Nach wie vor weiß fast niemand, was der StuRa ist oder macht, es gibt zu kaum einem der drängenden Themen (Wohnraummangel, Clubsterben, überfüllte Vorlesungen durch immer mehr Studierende, Zukunft der Mensa Wilhelmstraße etc.) einen inhaltlichen Beschluss und Öffentlichkeitsarbeit findet nicht statt.

Die Fachschaftenvollversammlung (FSVV) und die Grüne Hochschulgruppe haben seit 2004 eine breite Mehrheit in der Studierendenvertretung. Mit dieser Mehrheit hätten viele studentische Probleme gelöst und Verbesserungen für Studierende erreicht werden können. Doch auch nachdem die Rechte der Studierendenvertretung ausgeweitet wurden, ist man dem nicht gerecht geworden. Stattdessen ist der StuRa schon ein halbes Jahr nach seiner Gründung wieder in die alte Lethargie zurückgefallen.

Irgendwer wird’s schon machen…

Diese Situation ist nach der Einführung der sogenannten “Verfassten Studierendenschaft” erstmals nicht mehr mit schlechter Gesetzgebung und fehlender Mitbestimmung zu erklären, sondern gänzlich selbst verschuldet. Dringend zu erledigende Aufgaben werden in Arbeitskreise verlagert, die dann nicht oder zu spät tagen, und bspw. mehrere Wochen für die Information der Öffentlichkeit brauchen, da sich keiner verantwortlich fühlt.

Verantwortung übernehmen! Referenten wählen!

Die Tübinger Studierenden haben eine bessere Hochschulpolitik verdient. Wir brauchen endlich eine Studierendenvertretung, die aus ihren Hinterzimmern rauskommt, Ideen offen mit den Studierenden diskutiert, den Mut hat, Verantwortung zu übernehmen, Informationen transparent auf der Homepage zugänglich macht und für wichtige Aufgaben ehrenamtliche Ansprechpartner wählt. Man darf sich nicht damit zufrieden geben, wenn nur rund 10% der Studierenden überhaupt wählen gehen und niemand eine Ahnung hat, was im StuRa passiert.

Am 30.06. und 01.07. sind nun wieder Uni-Wahlen – und dann? Das liegt nun in Deiner Hand – Du hast die Chance mit Deinen 17 Stimmen einen StuRa zu wählen der tatsächlich den Anspruch hat, etwas zu erreichen und in dem Leute sitzen, die mit Begeisterung für Deine Interessen kämpfen, statt sich auf ihren selbst geschaffenen Ämtern auszuruhen. Nimm Dir doch einfach mal 15 Minuten Zeit, informiere dich und gehe am 30.06. und 01.07. wählen! Gemeinsam können wir es besser machen!

Jana Esken & Stefanie Hock              Denise Gerath                        Martin Brüssow
Koordinatorinnen der Juso-HSG         Vorsitzende des RCDS         Vorsitzender der LHG

Schreibe einen Kommentar